Thursday 22. August 2019

Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben

 

 

In Folge wurden auch die Sabbatical-Regelungen überarbeitet (KV §24a) und Unterstützungsangebote für pflegende Angehörige bzw. Informationen dazu zusammengestellt. Somit weitete sich das Handlungsfeld dieses Themenbereiches, der ursprünglich "nur" die MitarbeiterInnen mit (Klein)-Kindern im Blick hatte.

 

In der Projektphase wurden u.a. folgende Maßnahmen angeboten:

  • unbezahlter Urlaub für das dritte Lebensjahr des Kindes

  • Möglichkeit der vorübergehenden Beschäftigung während der Karenz

  • Teilung von Posten in der Seelsorge

  • Reduzierung des Anstellungsausmaßes mit Rückkehrrecht auf das ursprüngliche Ausmaß

Ende April 2006 haben Zentralbetriebsrat/GPA gemeinsam mit den Dienstgeber-VertreterInnen die bisherigen Möglichkeiten und Ansprüche im Bereich "Vereinbarkeit von Beruf und Familie" rückwirkend ab 1.1.2006 im Kollektivvertrag (KV) der Diözese Linz verankert:

  • § 24 Abs. 2: Sonderkarenz im 3. Lebensjahr des Kindes (mit den gleichen Rahmenbedingungen wie bei der gesetzlichen Karenz: teilbar zwischen Vater und Mutter, Kündigungsschutz und Abfertigungsanspruch)

  • § 36 Abs. 2: Befristete Anstellungsreduzierungen für familiäre Betreuungspflichten über die jeweiligen gesetzlichen Möglichkeiten hinaus

  • § 46 Abs. 2: Möglichkeit einer vorübergehende Beschäftigungen bei einem/einer anderen DienstgeberIn während einer (Sonder)Karenz

Nicht im Kollektivvertrag verankert, aber weiterhin in Absprache mit der Dienstgeberin möglich:

  • Inanspruchnahme einer aufgeschobenen Karenz aus einem anderen Betrieb

  • die bisherigen Möglichkeiten für Postenteilen in der Seelsorge

  • Mütter, die unmittelbar nach dem Mutterschutz wieder arbeiten wollen/werden, können dennoch binnen 4 Monaten (statt den gesetzlichen 8 Wochen) nach der Entbindung eine Karenz anmelden/antreten oder bis dahin ohne Einhaltung der dreimonatigen Meldefrist ein allfälliges Recht auf Teilzeitbeschäftigung („Elternteilzeit“) nutzen.

Damit zeigt die Diözese Linz als Arbeitgeberin vorbildhaft, wie die gesellschaftspolitische Forderung nach besseren Vereinbarungsmöglichkeiten von Beruf und Familie eingelöst werden kann.

 

Familienzuschuss bei Teilzeitbeschäftigung beider Elternteile:

 

Ab 2007 ist auch der erweiterte Familienzuschuss im KV verankert (§ 22a). Die Maßnahme versteht sich weniger als zusätzliche Sozialleistung, sondern als Anreiz für Elternpaare, sich Familien- und Erwerbsarbeit aufzuteilen - das fördern und begrüßen die diözesanen DienstgeberInnen u.a. mit dieser Geldleistung.

  • Vater und Mutter arbeiten je 40 - 60 % (Unterschreitung bei Kinderbetreuungsgeldbezug möglich)

  • das Familieneinkommen überschreitet nicht die in § 22 genannten Grenzen (dafür kann auch das aktuelle Teilzeiteinkommen der Elternteile herangezogen werden)

  • max. bis zum Schuleintritt des jüngsten Kindes (bisher war das bis zum 3. Geburtstag möglich)

  • 100% Familienzuschuss - egal ob der/die PartnerIn auch oder nicht in der Diözese beschäftigt ist

 

Kleinkindbetreuung

 

Seit 2006 wird die Spielstube im Haus der Frau in Linz im Rahmen des Gleichstellungsprozesses gefördert, damit steht sie für Kinder diözesaner MitarbeiterInnen zu einem günstigeren Tarif zur Verfügung. Sie bietet Kinderbetreuung für 1- bis unter 3-Jährige stundenweise oder regelmäßig ohne Anmeldung. Durch die Öffnung der Kindergärten für Unter-3-Jährige hat sich die Bedeutung der betrieblichen Kinderbetreuung verändert.

Öffnungszeiten: Montag bis Donnerstag 8.00 - 12.00 Uhr 

 

Karenzprogramm

 

Für MitarbeiterInnen wird eine ständige aktualisierte Informationssammlung für werdende Mütter und Väter mit allen wichtigen Hinweisen, Kontaktadressen, gesetzlichen Bestimmungen usw.angeboten.

 

Um den Wiedereinstieg karenzierter MitarbieterInnen zu erleichtern gibt es verschiedene Maßnahmen:

  • MitarbeiterInnengespräche vor Antritt und vor Ende der Karenz

  • ausreichende Informationen und Kontaktmöglichkeiten während der Karenz - Kontakttreffen

  • Kontaktpersonen in jedem diözesanen Amt, die über Karenzfragen Auskunft geben können

  • Angebot einer individuellen Bildungsberatung

  • Möglichkeit der Teilnahme an innerbetrieblichen Weiterbildungsveranstaltungen

Familienkompetenzen (z.B. Kommunikation, Organisation, Flexibilität, Einfühlungsvermögen...) werden als beruflich relevante Kompetenzen geschätzt, Eltern-Karenzzeiten werden in der Berechnung der Dienstzeit genauso berücksichtigt wie Präsenz- oder Zivildienst.

 

Audit Familie und Beruf

 

Das Pastoralamt der Diözese Linz hat als erster kirchlicher Betrieb 2003 das Grundzertifikat "Audit Familie & Beruf" vom Bundesministerium für soziale Sicherheit, Generationen und Konsumentenschutz verliehen bekommen. Damit verbunden waren die Entwicklung und Durchführung von Maßnahmen zur Unterstützung der Vereinbarkeit von Familie und Privatleben. 

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