Erfolgreiche Veranstaltung zum Thema Medienkonsum
Die Politikwissenschaftlerin lebte ab 2013 zwei Jahre lang als Reporterin in Kabul. Dort hat sie gelernt, Berichte so zu schreiben, dass neben der Krise auch positive, Mut machende Perspektiven aufgezeigt werden. Angesichts des derzeitigen Weltgeschehens ist das wohl einer der wichtigsten Aspekte, wie man mit der Verbreitung von Nachrichten umgehen kann", sind sich die Initiatoren Franz Hotz (Leiter KBW-Treffpunkt Bildung St. Martin) und Gerlinde Barth (Treffpunkt St. Martin) einig. Das gesamte Vorbereitungsteam betonte die Wichtigkeit von kritischem, aber auch "perspektivischem" Journalismus.

Christian Pichler (Leiter Katholisches Bildungswerk OÖ), Mathilde Mader (Regionsbegleiterin KBW-Treffpunkte Bildung), Helmut Außerwöger (Pfarrassistent St. Martin) Gerlinde Barth, Claus Stallinger, Referentin Ronja von Wurmb-Seibel, Maria Gierlinger, Franz Hotz, Elisabeth Grill, Gabriele Lindorfer, Karin Glasner, Gabriele Barth und Gerald Rechberger. (Maria Brillinger-Pichler fehlt am Bild)
Mit Optimismus geplant
Von Anfang an hatte das Vorbereitungsteam den großen Veranstaltungssaal des neuen Pfarrzentrums in St. Martin für die Veranstaltung gewählt und das sportliche Ziel, diesen auch mit Besuchern:innen zu füllen. Zwischendurch überfielen das Team manchmal Zweifel, ob Besucher:innen aus entfernteren Pfarren den Weg auf sich nehmen und ob die Einnahmen die Ausgaben ausgleichen würden. Man war sich auch nicht sicher, ob das Thema und die in unserer Region nicht so bekannte Referentin genug Interesse wecken würden.
Trotz alledem blieb das Vorbereitungsteam mit Zuversicht und viel Engagement an ihrem Vorhaben dran.
Unter dem Titel "Wie wir die Welt sehen - der andere Blick auf die täglichen Nachrichten" wurde die Veranstaltung im Bezirk Rohrbach in verschiedenen Formen beworben. Etwa die Hälfte der Karten wurde bereits vor der Veranstaltung in einem nicht offiziellen „Kartenvorverkauf“ an den Mann und die Frau verkauft oder vorreserviert!
Der andere Blick auf die täglichen Nachrichten
Im Vortrag wurde der Blick dafür geschärft, dass auch der eigene Umgang mit Nachrichten Einfluss auf die Demokratie hat. Wenn wir ständig von negativen Nachrichten umgeben sind, lässt das den Blick auf die Welt negativer erscheinen, als sie tatsächlich ist. Dies könne zu Ohnmachstgefühlen, Hilflosigkeit und Apathie führen.
200 Besucher:innen
Rückblickend waren sich alle einig: Der Aufwand hat sich gelohnt und das Ergebnis kann sich sehen lassen. Immerhin kamen 200 Besucher:innen zur Veranstaltung. Beim Büchertisch wurden 50 Bücher verkauft und auf Wunsch von der Referentin signiert. Das Buch liegt in einigen Bibliotheken zum Verleih auf.
Kulinarische Begleitung
Im liebevoll, ansprechend dekorierten Foyer wurden Getränke ausgeschenkt und dazu gab es selbstgebackenes Jour-Gebäck und noch ein langes gemütliches Beisammensein.
Das wichtigste Ziel der Veranstaltung für alle war und ist, dass die Teilnehmenden einen persönlichen Nutzen haben und darüber hinaus auch ein nachhaltiger Nutzen für die Gesellschaft wachsen kann. Dazu wurde das Publikum um ihre Rückmeldung gebeten.
Ein Auszug aus den Rückmeldungen
„Lassen wir das Positive ins Leben! – Dieser Appell aus ihrem Buch fasst sehr schön zusammen, was Ronja von Wurmb-Seibel an diesem Abend in humorvoller, kurzweiliger und authentischer Weise mitteilen wollte.
Schöne Momente sollen mehr Platz in unserem Leben einnehmen“.
Martina Gahleitner – Redakteurin Tips Rohrbach
„In ihrem Vortrag, gefolgt von einer anregenden Diskussionsrunde und einer kleinen Lesung aus ihrem Bestseller, teilte sie ihre Erfahrungen aus ihrer Zeit in Kabul und gab konkrete Tipps für einen optimistischeren Zugang zu schlechten Nachrichten. In Anbetracht der Tatsache, dass eben jene positive Einstellung in unserer Gesellschaft oft vermisst wird, war es ein besonders inspirierender und bereichernder Abend.“
Dominik Katzinger- Maturant
"Es gehört Mut dazu, an das Unmögliche zu glauben. Deshalb freut es mich besonders, dass die drei KBW-Treffpunkte Bildung den Mut hatten, diese Veranstaltung zu organisieren. Ich gratuliere dem Vorbereitungsteam zu der gelungenen und nachhaltigen Abwicklung. Wir sind diejenigen, die einen Tag heller machen können. Gehen wir also gemeinsam weiter. Es liegt an uns, wie wir weitermachen! Wir sind alle Teil unserer Welt, du und ich. We are the World,…."
Mathilde Mader, Regionsbegleiterin
„Mir hat der persönliche Einstieg zum Thema sehr gut gefallen. Auch ihre Ausführungen über ihre Zeit in Kabul waren sehr interessant. Allerdings war die Gebrauchsanweisung für die Suche nach dem X* zunächst etwas oberflächlich. Die habe ich allerdings dann in dem Text, den die Autorin vorgetragen hat, für mich entdeckt.“
Eine Teilnehmerin
„Ganz persönlich hat mich der Vortrag aus meinem momentanen Tief ein erstes Stückchen herausgezogen. Ich habe mich zu Hause noch hingesetzt und die schönen Momente der letzten Tage „in den weißen Rahmen geschrieben, damit der schwarze Punkt“ nicht größer wird. Ich habe mir auch vorgenommen immer wieder nach dem „X“ zu suchen, wenn es auch noch so klein sein mag“.
Teilnehmerin
* mehr dazu im Veranstaltungs-Nachbericht in den Tips Rohrbach:
Text: Regionsbegleiterin Mathilde Mader