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Inhalt:

„Spiritualität mutig zeigen ...“

Susanne Gross

Susanne Gross über ihren Weg zum Glauben, das brennende Feuer von Kirchenfrauen und die weibliche Spiritualität, auf die viele Menschen warten.

Susanne Gross

 

Dieses Interesse für den Glauben ist mir, fast könnte ich sagen - schon immer –geschenkt. In der Volksschule als Ringen mit guten und schwierigen Kaplänen, als Jugendliche und Studentin wurde die Frage nach Gott zum feurigen sozialen, politischen und feministischen Engagement, oft auf öffentlichen Plätzen, in StudentInnenzeitungen und bei unzähligen Diskussionen.


Der Weg führte über Vorwürfe: „Dein Gottesinteresse ist ja nur die verdeckte Suche nach deinen Eltern, der du dich nicht stellen willst″, bis zu schmerzvollen Phasen des Erkennens, von der Struktur Kirche als Frau nicht gewollt zu sein. „Was du nicht ändern kannst, darüber musst du hinauswachsen“, sagt Bruder David Steindl Rast und benennt damit eine wichtige Erfahrung meines Frau-Seins in der Kirche. Das „spirituelle Feuer“ in mir hat trotzdem immer gebrannt. Und es brennt in uns Kirchenfrauen. Es ist ein Glück, in der Diözese Linz wirken zu dürfen.


Ich denke, dass wir Frauen unsere Spiritualität, die unterschiedlich, kreativ, kraftvoll, wirksam und vieles mehr ist, mutig zeigen sollten. Viele Menschen warten darauf. Auch in politischen und wirtschaftlichen Fragen ist weibliche Spiritualität unerlässlich.


Woher kommt die Kraft? In der „Wolke des Nichtwissens“, einer mystischen Schrift, meint der unbekannte Autor:
„Du und andere, müsst euch ganz und gar auf Empfangen einstellen, einem Wirken in der Tiefe eures Herzens zustimmen...“


Wenn es uns gelingt, uns diesem Wirken ganz und gar zu überlassen, kann sich unser Blick für gute Lösungen vieler brennenden Fragen in der Welt öffnen und ein beherztes Handeln ermöglichen.

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Zur Person:

Mag.a Susanne Gross ist spirituelle Wegbegleiterin (Exerzitienbegleitung, Meditationsbegeleitung und geistliche Begleitung).

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