Auf in Richtung himmelwärts
Augen auf, Kopf hoch – da ist der Himmel!
Was für eine Frage: Wo finde ich den Himmel?
Genau 40 Tage nach der österlichen Auferstehungsfeier begehen Christ*innen auf der ganzen Welt das Fest Christi Himmelfahrt. Jetzt nochmals Augen auf, Kopf hoch: Himmel mit Wolken, Sternen, Vögeln, Flugzeugen, Mond, Sonne … all das können wir sehen. Christus können wir da aber bei Gott nicht sehen!
Vielleicht sind dir die Gedanken des Mystikers Angelus Silesius schon mal begegnet:
Halt an, wo läufts du hin?
Der Himmel ist in dir.
Suchst du Gott anderswo, du fehlst ihn für und für.
Demnach ist der Himmel nicht nur über uns zu finden, sondern auch in uns selbst. Sehen können wir diesen inneren Himmel nicht, aber spüren. Sogar in unseren Redewendungen finden wir davon eine Spur, wenn wir beispielsweise sagen: das ist einfach himmlisch!
So birgt dieses christliche Fest „Christi Himmelfahrt“ das Geheimnis in sich, dass wir unsere Aufmerksamkeit nach innen wenden und ein Stück Himmel auf Erden in uns selbst finden können. Und mehr noch: mit diesem Verständnis können wir erfassen, dass alle Menschen, jede einzelne Person ein Stück Himmel in sich trägt – einen Himmelsfunken. Je mehr jede Person diesen göttlichen Funken mitten in unserer Welt und im Alltag sicht- und spürbar werden lassen kann, zum Strahlen bringt, desto mehr bringen wir den Himmel auf die Erde und in unsere Welt. Damit stellt uns dieses christliche Fest auf unsere eigenen Füße und verweist uns gleichzeitig auf unsere Gemeinschaft als Menschen im Hier und Jetzt. Mitten im Alltag. Genau dort, wo wir gerade sind.
Immer, wenn wir etwas erleben, das wir einfach himmlisch finden, können wir uns daran erinnern. Jetzt bietet uns die Natur eine Fülle an Gelegenheit dafür: das saftig-frische Blättergrün, Obstbaumblütenmeere, Vogelgezwitscher, Gänseblümchenwiesen, Fliederduftschwalle … einfach sein, wahrnehmen, aufnehmen – einen Moment frei sein von allen Erwartungen, Ansprüchen, Vorstellungen, Meinungen, Kritikpunkten, Effizienzdenken.
Nachspüren, was uns guttut und wie es sich anfühlt, in unserer Mitte – bei uns Selbst – zu sein. Und wenn es gerade nicht gelingen will, den Himmel in uns selbst zu spüren, dann können wir einfach innehalten, die Augen schließen und uns erinnern, wann und wo wir uns „himmlisch“ gefühlt haben.
Buchtipp: Die Liebe wohnt auf Wolke 7
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