Mütterliches Nähren
Ein Kind austragen, stillen, füttern, trösten, in den Schlaf wiegen, pflegen, bekochen, beim Essen lernen begleiten, Geschichten vorlesen, Geduld aufbringen, Ordnung schaffen, beruhigen, Spielmaterialen auswählen, Geborgenheit schaffen, achtsam wahrnehmen und vieles, vieles mehr machen viele Frauen für ihre Kinder tagtäglich in 24-stündiger Rufbereitschaft und je jünger die Kinder sind, auch mit Schlafunterbrechungen und Schlafentzug.
Ein Bild von der Mutter, das uns sehr vertraut ist. Ein Mutterbild, das uns nur zu oft „natürlich“ erscheint und häufig als selbstverständlich vorausgesetzt wird.
Ich bin mir gewiss, dass du die Auflistung zu Beginn mit zahlreichen Tätigkeiten aus deinem konkreten Familienalltag ergänzen kannst. Allen gemein ist: es wird getan und dieses Tun ist Arbeit – sorgende Familienarbeit.
Wenn du diese mütterlichen Tätigkeiten betrachtest, dann ist schnell klar, dass es nur ganz wenige sind, die an einen physischen Frauenleib gebunden sind. Die allermeisten sind einfach menschliche Tätigkeiten – auch wenn es Realität ist, dass sie nach wie vor vorwiegend und meist selbstverständlich von Frauen getan werden.
Wir brauchen das Mütterliche in der Welt, das Nährende, Fürsorgende und Lebensspendende. Unsere Welt braucht Frauen und Männer – alle Menschen – die ihre mütterlichen Qualitäten entfalten und in die Menschheitsfamilie einbringen.
- Wer gibt und nährt, muss selbst genährt sein um etwas zum Geben zu haben.
- Was nährt dich als Mama? Was nährt dich als Papa?
- Was nährt euch als Paar? Wo tankt ihr auf?
Frauen, seid mutig, auch für euch selbst achtsam zu sorgen, aufzutanken und euch zu nähren.
Männer, seid mutig, eure mütterlichen Qualitäten zu entwickeln und einzubringen.
Mamas und Papas, traut euch, immer wieder gemeinsam eine gute Balance für die nährenden Aufgaben auszuprobieren und zu finden – und euch gegenseitig Freiräume zum Auftanken zu schenken.
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