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Ružica Miličević

Kategorie: Einzelpersonen
Oliv

Was hätte ich ohne Ružica gemacht?

„Was hätte ich ohne Ružica gemacht?“ – So schreibt eine Sozialarbeiterin, die seit 1994 mit der nun auszuzeichnenden Frau im beruflichen Kontakt ist: Mit Mag.a Ružica Miličević.


Frau Miličević wächst an der bosnisch-kroatischen Grenze auf, studiert in Sarajevo Soziologie und muss 1992 ihr zweites Studium – Journalistik – kriegsbedingt abbrechen. Sie flieht nach Österreich, nach Bad Ischl, wo seit vielen Jahren ihre Mutter lebt. Mag.a Ružica Miličević lernt perfekt Deutsch und wird 1994 bei der Volkshilfe in Bad Ischl Flüchtlingsbetreuerin.


Sie knüpft ein Netz zu öffentlichen Einrichtungen und hilfsbereiten Menschen im inneren Salzkammergut und organisiert mit diesen gemeinsam Hilfe für Flüchtlinge und Ausländerinnen und Ausländer. Sie verliert niemals Ihren Mut und stellt sich engagiert auf die Seite dieser Menschen, auch wenn sie selber immer wieder „Durst-Strecken“ der beruflichen Ungewissheit ausgesetzt ist und die vierköpfige Familie mit wenig auskommen muss. Frau Miličević dolmetscht, hilft Flüchtlingen bei der Suche nach Stellen, um an notwendige Dokumente zu kommen, die in den Kriegswirren verloren gegangen sind. Ihr besonderes Engagement gilt den Frauen. Im Jahr 2000 gründet sie die Gruppe „Frauen einer Welt“ in Bad Ischl.


Durch ihre Herzensbildung, ihre christliche Lebenseinstellung, ihr Engagement, ihr künstlerisches Arbeiten, ihre Ausbildung, ihr Schicksal als ebenfalls Heimatlose und durch ihre Muttersprache ist Frau Miličević zur Ansprechpartnerin und Helferin für Flüchtlinge und Ausländerinnen und Ausländer geworden.

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