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Ernest Theußl

Mehr Wissen - mehr Teilhabe

Ypsilon 5/2019

Der hochberühmte mittelalterliche Theologe Anselm von Canterbury (1033–1109) war ein tiefgläubiger Mann.

Und er sah sich eines Tages vor ein schwieriges theologisches Problem gestellt, als er auf die Frage „Warum Gott Mensch geworden ist“ eine Antwort formulieren sollte. Da schreibt er in seiner Einleitung: „Wie die rechte Ordnung verlangt, dass wir die Tiefen christlichen Glaubens zuerst glauben, bevor wir uns erkühnen, sie mit der Vernunft zu erörtern, so scheint es mir Nachlässigkeit, wenn wir, nachdem wir im Glauben gefestigt sind, uns nicht zu verstehen bemühen, was wir glauben.“

Es passiert nicht selten, dass man auf die Ansicht trifft, einer, der wirklich glaubt, bedürfe keiner Erklärung, oder es sei überhaupt ein Ausdruck von  Glaubenszweifel, wenn nach einer solchen gesucht werden sollte. Eine fatale Entscheidung! Es ist Nachlässigkeit oder Gleichgültigkeit, wie Anselm es sieht, denn Gleichgültigkeit schafft Distanz. Was mich nicht mehr oder nur wenig beschäftigt, tritt allmählich aus meinem Interessenskreis, und ist angesichts anderer Dinge, die uns im Alltag beschäftigen, letztendlich fast unmerklich verschwunden. Man sagt heute oft: Der Glaube verdunstet. Dabei ist es wie bei vielen anderen Dingen auch: Mehr von einer Sache wissen, steigert das Interesse, vertieft das Verständnis und bewirkt, dass wir „dran“ bleiben. 

 

Vernünftiges Nachdenken

Nachlässigkeit wäre es auch, nicht verstehen zu wollen, was wir glauben, weil ein Glaube, der bloß Überzeugung ist, oft fundamental in die Irre gehen kann. Welche

Ideologien und Glaubenssysteme sind nicht schon praktiziert worden und haben schreckliche Folgen ausgelöst – und haben sich letztlich als große Irrtümer herausgestellt. Vernünftiges Nachdenken – ohne Fanatismus und Weltverbesserungswahn hätten vieles verhindern können. Es bleibt dabei: Wissen schützt! Wer mehr weiß, ist näher dran. Deshalb ist der progressive religiöse Analphabetismus von heute besonders zu beklagen. Er ist nicht mehr Bollwerk und Fundament in Phasen des Zweifels – und wer wollte solche nicht erlebt haben? – und er ist auch nicht Bindemittel zur Gemeinschaft, die sich in der Auseinandersetzung mit dem schwindelerregenden Wissen von heute bewähren muss. 

 

Stichwort Gemeinschaft

Stichwort Gemeinschaft. Ein Wesensmerkmal des Christlichen ist die Communio, das Untereinander-verbunden-Sein aus dem Glauben. Glaube sucht den anderen, braucht die Begegnung, das Miteinander-Leben, seine eigene Feier, damit er lebendig bleibt und reifen kann. Deshalb konnte das II. Vatikanische Konzil (1962–65) so freimütig von der „Teilhabe“ reden, eine Teilhabe, die selbst schon „heil machend“ ist, weil die Christen eben „vom Herrn selbst“ dazu ge- und berufen sind. (vgl. Lumen gentium 33,2).

Aber Glaube kommt erst dann zu seiner vollen Kraft, wenn er im Leben des Einzelnen und der Gesellschaft wirksam wird. Communio und Participatio sind das Kontrastprogramm zu Individualisierung und Singularisierung, die sich heute flächendeckend breitmachen. Das sind die Eisheiligen der gegenwärtigen Zeit, die die frischen Sprösslinge unserer Jugend erfrieren. Denn der Mensch ist von Natur

aus ein Gemeinschaftswesen, das „nicht einmal im Überfluss aller Dinge sein Leben in Einsamkeit verbringen will“, wie der römische Staatsmann und Philosoph Cicero geschrieben hat.

 

Ort des Reifens

Deshalb muss Kirche der Ort sein, wo der Mensch wachsen und der Glaube reifen kann. Die Kath. Männerbewegung hat das schon vor einigen Jahren in einem programmatischen Wunsch zusammengefasst: „Dass die Menschen Kirche als Ort erleben, wo sie solidarisch denkenden Mitmenschen und einem liebenden Gott

begegnen können.“

 

Mag. Ernest Theußl,

Vorsitzender der Katholischen Männerbewegung Österreichs

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