Samstag 23. Juni 2018

Palmsonntag

Der Beginn der Karwoche

Der Palmsonntag, eine Woche vor dem Ostersonntag ist das Tor zur großen Osterfeier. Wie die Bewohner von Jerusalem begrüßen wir mit Palmbuschen in den Händen Jesus in unserer Mitte.

Nach der Überlieferung der Heiligen Schrift  ritt Jesus bei seiner Ankunft in Jerusalem auf einem Esel und wurde mit Palm- und Olivenzweigen empfangen: Die Menschen hatten erfahren, dass Jesus heilen und retten kann. Deshalb begrüßen sie ihn als den Friedensherrscher, der sehnsüchtig erwartet wurde: „Hosanna – bring doch Hilfe! Sei gepriesen! Du kommst als Retter der Welt, den Gott uns geschickt hat!

 

Segen  

Die Palmzweige gelten als Zeichen der Verehrung, des Lebens und des Sieges. Weil bei uns keinen Palmen wachsen, werden Palmkätzchen mit Buchsbaum und anderen grünen Zweigen zu Buschen gebunden: Buchsbaum gilt im germanischen Volksglauben als „Segensbaum“, der alles Schädliche abwehrt. Deshalb werden bei uns die Palmbuschen nach dem Gottesdienst auch in den häuslichen Bereich und auf die Äcker gebracht.

 

Zukunft

Der Segen der Palmbuschen in der Kirche will deutlich machen: Es geht nicht um Magie, die Kräuter wirken nicht als Zaubermittel gegen böse Mächte. Christinnen und Christen leben in der Hoffnung, dass Gott dem Leben Zukunft gibt und gegen alles Negative in der Welt siegt.

 

Frieden

Diese Hoffnung bringen wir zum Ausdruck, wenn wir am Palmsonntag die Zweige segnen und mit den „Palmbesen“ in den Händen bei der Palmprozession Christus grüßen als Friedenskönig.

 

Palmsonntag - Pfarre Ottensheim

 

Liebe

Es mag bedrücken und als unpassend empfunden werden, dass uns die Liturgie des Palmsonntags unmittelbar nach diesem Jubel die Leidensgeschichte zumutet. Doch dadurch wird deutlich: Gottes Rettung besteht nicht im Dreinschlagen und Vernichten. Gott rettet durch die Macht der Liebe. Jesus ist bereit, sein Leben hinzugeben für die, die er liebt – auch für uns. Und Gott rettet ihn durch den Tod hindurch und schenkt ihm den Sieg des Lebens.

Das erwarten wir auch als unsere Zukunft.

 

In diesem Sinn sagt der Seher Johannes: „Ich sah eine große Schar ... in weißen Gewändern vor dem Thron [Gottes; sie] trugen Palmzweige in den Händen“ (vgl. Offb 7,9).

 

 

Quellenangabe:

Freilinger, Christoph (o.A.): Alphabet des Glaubens. Begriffe aus dem Bereich des gottesdienstlichen Feierns von A bis Z: Palmsonntag. In: Pfarre Linz-Antonius (Hrsg.): Antonius-Ruf. (leicht modifiziert)

Zum Nachdenken
Lichtquelle. © Roland Lengauer

 

Das Kirchenjahr mit seiner immer erneuten Vergegenwärtigung und Darstellung des Lebens Christi ist das größte Kunstwerk der Menschen; und Gott hat sich dazu bekannt und gewährt es Jahr für Jahr, schenkt es in immer neuem Licht, als begegnete es einem zum ersten Mal.

(Jochen Klepper)

aus dem Behelfsdienst
Farben und Symbole
Weiße Blüte mit hellem Hintergrund.

Weiß

Farbe des Lichtes und der Freude

An Hochfesten wie Weihnachten und Ostern, an Herrenfesten wie Fronleichnam und Christkönig sowie zu Marienfesten anderen Nicht-Märtyrerfesten wird die Farbe Weiß getragen - gegebenenfalls kann sie allerdings auch durch die besonders festlichen Farbvarianten Gold oder Silber ersetzt werden.

Krippe

Krippe

Der Anfang der Weihnachtskrippe liegt im Dunkel der Vergangenheit. 

Kerzen

Licht

Das Licht begleitet uns als Symbol durch das gesamte Kirchenjahr. 

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