Samstag 15. Dezember 2018

Palmsonntag

Der Beginn der Karwoche

Der Palmsonntag, eine Woche vor dem Ostersonntag ist das Tor zur großen Osterfeier. Wie die Bewohner von Jerusalem begrüßen wir mit Palmbuschen in den Händen Jesus in unserer Mitte.

Nach der Überlieferung der Heiligen Schrift  ritt Jesus bei seiner Ankunft in Jerusalem auf einem Esel und wurde mit Palm- und Olivenzweigen empfangen: Die Menschen hatten erfahren, dass Jesus heilen und retten kann. Deshalb begrüßen sie ihn als den Friedensherrscher, der sehnsüchtig erwartet wurde: „Hosanna – bring doch Hilfe! Sei gepriesen! Du kommst als Retter der Welt, den Gott uns geschickt hat!

 

Segen  

Die Palmzweige gelten als Zeichen der Verehrung, des Lebens und des Sieges. Weil bei uns keinen Palmen wachsen, werden Palmkätzchen mit Buchsbaum und anderen grünen Zweigen zu Buschen gebunden: Buchsbaum gilt im germanischen Volksglauben als „Segensbaum“, der alles Schädliche abwehrt. Deshalb werden bei uns die Palmbuschen nach dem Gottesdienst auch in den häuslichen Bereich und auf die Äcker gebracht.

 

Zukunft

Der Segen der Palmbuschen in der Kirche will deutlich machen: Es geht nicht um Magie, die Kräuter wirken nicht als Zaubermittel gegen böse Mächte. Christinnen und Christen leben in der Hoffnung, dass Gott dem Leben Zukunft gibt und gegen alles Negative in der Welt siegt.

 

Frieden

Diese Hoffnung bringen wir zum Ausdruck, wenn wir am Palmsonntag die Zweige segnen und mit den „Palmbesen“ in den Händen bei der Palmprozession Christus grüßen als Friedenskönig.

 

 

Liebe

Es mag bedrücken und als unpassend empfunden werden, dass uns die Liturgie des Palmsonntags unmittelbar nach diesem Jubel die Leidensgeschichte zumutet. Doch dadurch wird deutlich: Gottes Rettung besteht nicht im Dreinschlagen und Vernichten. Gott rettet durch die Macht der Liebe. Jesus ist bereit, sein Leben hinzugeben für die, die er liebt – auch für uns. Und Gott rettet ihn durch den Tod hindurch und schenkt ihm den Sieg des Lebens.

Das erwarten wir auch als unsere Zukunft.

 

In diesem Sinn sagt der Seher Johannes: „Ich sah eine große Schar ... in weißen Gewändern vor dem Thron [Gottes; sie] trugen Palmzweige in den Händen“ (vgl. Offb 7,9).

 

 

Quellenangabe:

Freilinger, Christoph (o.A.): Alphabet des Glaubens. Begriffe aus dem Bereich des gottesdienstlichen Feierns von A bis Z: Palmsonntag. In: Pfarre Linz-Antonius (Hrsg.): Antonius-Ruf. (leicht modifiziert)

Zum Nachdenken
Lichtquelle. © Roland Lengauer

 

Das Kirchenjahr mit seiner immer erneuten Vergegenwärtigung und Darstellung des Lebens Christi ist das größte Kunstwerk der Menschen; und Gott hat sich dazu bekannt und gewährt es Jahr für Jahr, schenkt es in immer neuem Licht, als begegnete es einem zum ersten Mal.

(Jochen Klepper)

aus dem Behelfsdienst
Hymnos Akathistos

Hymnos Akathistos

14,95 EUR
   
Maria

Maria

20,50 EUR
   
Segne du, Maria

Segne du, Maria

12,95 EUR
   
Maria zu loben

Maria zu loben

18,40 EUR
   
Farben und Symbole
Weinstock

Wein

Das Blut Christi

Steinmauer.

Schwarz

Farbe der Trauer

Schwarz wird als Farbe der Trauer vor allem bei Totenmessen und Begräbnissen getragen, allerdings kann es dabei auch durch Violett ersetzt werden.

Segelboot in der Abendstimmung.

Violett (Rosa)

Farbe des Übergangs und der Verwandlung

Als liturgische Farbe in der Fasten- und Adventzeit, für Begräbnisse und das Allerseelenfest charakterisiert die Farbe Violett Zeiten des Übergangs und der Verwandlung, Zeiten der Besinnung und der Umkehr.

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