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So. 17.05.26

So nicht!

30.08.2026, Predigt von Theresia Amatschek
Theresia Amatschek

Evangelium Mt 16,21-27

 

Liebe Schwestern und Brüder!

Sind Sie also wieder froh und gesund aus dem Urlaub zurück.

Schön, dass wir uns wiedersehen dürfen.

Waren Sie übrigens in so manch schönen Kirche? Oder sogar wallfahren? Einmal im Leben – so hat es früher geheißen - soll man eine Wallfahrt nach Rom zum Grab des Hl.Petrus machen. Wenn man dann unter der Kuppel des Petersdomes steht, von wo Gott Vater herunterschaut, und am unteren Rand lesen kann: „Du bist Petrus, der Fels, und auf dich will ich meine Kirche bauen.“ Auf Latein natürlich: „Tu es Petrus, ...“, dann fühlt man sich geborgen und am richtigen Ort.

Was aber im Dom als Spruchband nirgends vorkommt, haben wir heute im Evangelium hören müssen: Ein heftiges Wort Jesu an Petrus. Haben Sie es noch im Ohr? „Auf, tritt hinter mich, du Satan! Ein Ärgernis bist du mir! Du denkst wie alle Menschen.“ Was für ein Kontrast zwischen diesen beiden Abschnitten des Matthäus Evangeliums, die nur wenige Verse auseinander liegen.

Wie passt das zusammen?! Petrus will unbedingt verhindern, dass Jesus Leiden und Sterben soll. Das dürfe auf keinen Fall sein. Doch Jesus weist ihn scharf zurecht.

Wer ihm nachfolgen wolle, müsse bereit sein, seine Vorstellungen von Triumph, Ehre und Rettung hinter sich zu lassen und sich mit religiösen und sozialen Konflikten auseinanderzusetzen, die sich aus dem Glauben an ihn ergeben werden .Petrus wird aufgefordert,sich hinter Jesus zu stellen und ihm einfach nachzugehen.

Wäre da nicht Demut angesagt?

Auf jeden Fall muss Petrus dazulernen.

Kürzlich waren mein Mann und ich im Rahmen einer Polenreise in Jasna Gora, bei der „Schwarzen Madonna“, mitten in einer dicht gedrängten Menschenmenge. Auch wir wollten nahe an das Gnadenbild heran, um Blickkontakt zu bekommen und ein Foto zu machen.

Das Bild ist ja wunderschön gestaltet und umrahmt mit einem Strahlenkranz.

Aber wo war da Jesus, ihr göttlicher Sohn, an den man sich wenden könnte? Als Kleinkind auf ihrem Schoß war er ja da. Als wir uns dann umdrehten zum Weggehen, erblickten wir einen jungen Menschen behindert im Rollstuhl sitzend, der keinerlei freie Sicht zur Mutter Gottes mit dem Jesuskind hatte. Geduldig wartete sein Betreuer auf eine Gasse für seinen Schützling. Ich wollte schon eingreifen, als mir einfiel, dass ich ja kein Polnisch kann. Der Moment schien mir wie eine Antwort auf meine Suche. Da war ER im Rollstuhl!

Genauso wie Petrus geht es uns, wenn wir hören, dass Jesus als Sohn des lebendigen Gottes ganz tief herabsteigen will und als junger Mann den Tod erleiden soll. Wäre das nicht vermeidbar gewesen?

Davon erzählt uns weder der Petersdom noch die schönen Barockkirchen. Oder doch?

Kreuze fehlen ja nirgends.

Auch in unserem Leben. Zu gern würden auch wir unser Kreuz und Leiden und das der anderen überspringen und gleich erlöst sein. Aber Jesu Tiefpunkt am Kreuz war kein Missgeschick oder Unfall. Er wollte Mensch werden wie wir in allen unseren Lebenslagen, gehorsam bis in die Verlassenheit.

Bedürftige,Verlassene und Sünder verstehen ihn deshalb besser als Erfolgreiche; und er sie, weil er ihnen gleich geworden ist.

„Glauben heißt, die Unbegreiflichkeit Gottes ein Leben lang aushalten“, sagt ein frommer Theologe.

Die von Jesus Christus vorgelebte Solidarität, ja Liebe in Extremfällen, erwartet er auch von uns. ER fordert sie sogar ein am Ende, wenn er als Menschensohn mit all seinen Engeln wiederkommen wird, sagt das Evangelium.

Was heißt das praktisch für dich und mich?

Gleicht euch nicht der heutigen Welt an, sagt bittend der hl. Paulus.

Lasst euch vielmehr im Innersten von Gott umwandeln.

Denkt NEU über euch und eure Mitmenschen, Lasst euch eine neue Gesinnung schenken. Dann könnt ihr erkennen, was Gott von euch will. Ihr wisst dann was gut und vollkommen ist und was Gott gefällt.

Ich will nun schließen mit einem Gebet:

Mach uns wachsam, Jesus, damit wir so leben, wie du es uns lehrst.

Mach uns freundlich, gütig, gerecht und barmherzig.

Lass uns verzeihen und aufeinander achthaben.

Mach uns zu Menschen, die dich suchen.

Wenn wir dich aus den Augen verlieren,

zeige uns, wo wir dich finden.

Verwandle uns durch deine Liebe und Treue. Amen.

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So
09:00 Gottesdienst
in der Kirche
Do 19:00 Gottesdienst
in der Kapelle, entfällt an schulfreien Tagen!


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Mo-So
09:00 bis 18:00
Wir laden herzlich ein, in unserer Kirche zu verweilen, zu beten und mitzufeiern!

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