Teilen spendet Zukunft
Liebe Schwestern und Brüder!
Die Szene am Berg der Verklärung: sie ist so ein Programmhinweis was die Sendung Jesu betrifft, der eine tiefe Gotteserfahrung beinhaltet.
Jesus entflieht mit drei seiner Jünger dem Nebelmeer des Alltags.
Das Gemeinsame Bergerlebnis ermöglicht Freiheit, eine Atempause und stärkt die Gemeinschaft untereinander.
Oben am Berg schenkt Gott IHM und den Jüngern gleichsam eine Vorschau auf das Ende auf das Ziel. Umgeben von den anderen beiden großen „Bergsteigern“ des Ersten Testaments, Mose und Elija, ist Gottes Nähe zum Greifen nah.
Der Glanz der Gottesbegegnung färbt sichtlich ab. Jesus erhält Klarheit und Bestätigung seines Weges und seiner Sendung. Das Ende ist nicht das Kreuz, sondern Glanz und Teilhabe an der Herrlichkeit Gottes.
Die Jünger dürfen an diesem besonderen Moment teilhaben, wenngleich ihnen erst nach Ostern ein Licht aufgehen wird und sie alles entsprechend einordnen und verstehen können. Petrus sieht sich die Szenerie an und reagiert spontan frei aus dem Bauch heraus auf dieses Ereignis.
Mit seinem Vorschlag, drei Hütten bauen zu wollen, möchte er das Erlebnis verlängern und festhalten; doch das Leben tickt anders, es lässt sich nicht fixieren und in Hütten sperren. Die Zielrichtung ist klar. Es geht nach Jerusalem. Mit allen Konsequenzen. Hinter Jesus her zurück in den Alltag – hinein in das reale Leben.
Der Programmhinweis „Verklärung des Herrn“ ist eine ausgesprochene Einladung dranzubleiben, nicht wegzuschalten und Gottes Gegenwart in unserem Alltag zu suchen.
Es geht um unsere Zukunft. Gott will uns mitnehmen. Er will uns dabei haben und mit Ihm gibt es schöne Aussichten.
Unser Leben, unsere Beziehungen, unsere Mühe – all das sind Szenen, in denen etwas von Gottes Glanz durchscheinen kann.
Oft unbemerkt und unerwartet öffnet Gott unseren Blick für ihn.
So möchte ich zur diesjährigen Aktion des Familienfasttages Bezug nehmen. Die Verklärung Jesu ist ein Vorschau- Bild auf Ostern. Sie zeigt, dass die Welt und unser Leben nicht im Dunkel endet.
Das Projekt SEEDS setzt sich dieses Jahr für ein Gebiet ein, wo es keine Rechte für Frauen gab. Sie setzt auf Bildung und Stärkung von Frauen in indischen Bundesstaat Jharkhand (= so groß wie Österreich, aber hat 33 Millionen Einwohner), um Hoffnung zu säen und „leuchtende“ Perspektiven in einer oft trostlosen Umgebung zu ermöglichen.
Der folgende Kurz Film gibt uns ein wenig Einblick in die Arbeit dieser Frauen, die als ausgebildete „Barfuß-Beraterinnen“ in den Dörfern unterwegs sind. Sie ermutigen andere Frauen, ihre Ängste zu überwinden, ihre Würde zu erkennen und für ihre Rechte einzustehen.
Kurz Film schauen wir jetzt an.
Nach dem Film:
Der heutige Fastensonntag ist eine Einladung an uns über unseren Tellerrand hinauszuschauen und Teilzunehmen an der Not der andern, aber auch Chancen von Frauen zu ermöglichen.
Dazu veranstalten wir heute einen“Suppensonntag“. Frauen aus unserer Pfarre haben schmackhafte Suppen gekocht und wir laden Sie ein, diese zu verkosten, wobei der Erlös diesem Projekt zugutekommt.
Nach dem Gottesdienst können sie beim Ausgang eine Spende abgeben oder im Pfarrsaal beim gemeinsamen Suppenessen. Mit ihrer Spende tragen sie zur Verwirklichung dieses Projektes SEEDS bei.
So können wir den Frauen in Indien vielleicht eine Sternstunde, aber auch Kraft und Zuversicht für eine gute Zukunft vermitteln. Amen.