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So. 09.11.25

Gott einen Ort sichern.

09.11.2025, Predigt von Theresia Amatschek
Theresia Amatschek

Lesung 1 Korinther 3,9c-11.16-17Evangelium Johannes 2,13-22

Liebe Schwestern und Brüder!

Heute ist ein Festtag, der auf den ersten Blick weit weg scheint von unserem Alltag: die Weihe der Lateranbasilika – der ersten Papstkirche in Rom – nach Jahrhunderten der Verfolgung der Christen überall im Mittelmeerraum.

Sie durften aus dem Untergrund – Katakomben  hervorkriechen,  weil Kaiser Konstantin ihnen Religionsfreiheit garantiert hatte.

Heute nach 1700 Jahren ein schönes, altes Gemäuer, viel Geschichte, viel Stein. Und doch: In diesem Fest steckt etwas, das uns, wenn wir uns trauen genauer hinzuhören, nahe kommt.

Im Evangelium heute ist Jesus nicht sanft. Kein stiller Heiler, kein weiser Lehrer. Was treibt ihn, dass er mit so einer Energie geladen, ja Wut durch den Tempel geht. Die Tische umwirft, Händler hinauswirft, das Geld der Wechsler ausschüttet, laut wird. Warum?  Weil der Tempel – der Ort, wo Himmel und Erde sich berühren sollten – zu einem Ort geworden ist, wo es mehr um Profit, Gier, Gewinn und Geschäft, als um Begegnung geht. Jesus greift ein. Nicht halbherzig, sondern mit aller Konsequenz.

Die Leute verstehen ihn  nicht. Sie wollen Beweise, Erklärung. Und Jesus antwortet mit einem rätselhaften Satz: „Reißt diesen Tempel nieder – in drei Tagen werde ich ihn wieder aufrichten.“ Ein Satz, der anstößt. Und doch - Jesus meint mehr als Steine, mehr als Mauern. Er meint sich selbst. Seinen Körper. Sein Leben. Seinen Tod. Seine Auferstehung.

Der eigentliche Tempel, so sagt Jesus, bin ich selbst – ist der Mensch, der im Innersten verbunden ist mit Gott. Und mit anderen. Und das ist der Kern: Nicht der Ort allein macht den Glauben aus, sondern die gelebte Beziehung – zu Gott und zu einander.

 

Heißt das also: Brauchen wir keine Kirchen mehr? Keine Basilika, keine Bankreihen, keinen Altar? 

 

Doch. Wir brauchen sie – aber nicht als Museen, nicht als fromme Kulisse. Sondern als Lebensräume. Als Häuser der Begegnung, wo wir atmen können. Uns zeigen dürfen. Uns gegenseitig erinnern, dass wir mehr sind als unsere Sorgen, unser Stress, unsere Schuld. Wir brauchen Orte, wo der Himmel aufblitzt – im Gebet, im Brotbrechen, im Zuhören, im Schweigen.

Aber: Der Glaube lebt nicht vom Gebäude. Er lebt durch dich. Durch mich. Durch uns. “Ihr seid Gottes Bau!“, sagt der Apostel Paulus.

Wir sind der lebendige Tempel – sagt er an anderer Stelle. Und das ist nicht nur ein schönes Bild. Das ist unser Auftrag. Welche Gaben bringen wir in diesen Bau ein, was ist unser Beitrag für das Leben miteinander in der Kirche?

Nicht alle tun das gleiche, die Vielfalt macht es, die unterschiedlichen Fähigkeiten, Ideen und Kräfte. Das besondere an dieser Gemeinschaft, Wir müssen uns nicht selbst einen tragfähigen Grund suchen, der ist schon gelegt. Christus ist der Grund auf dem wir bauen. Unser Glaube an ihn ist der feste Grund, auf dem unser Lebenshaus steht und Halt findet. Entscheidend ist, diesen Grund nicht aus dem Blick zu verlieren und uns immer wieder darauf besinnen, warum wir tun, was wir tun, warum wir mitarbeiten an Gottes Bau. Wir sind seine Mitarbeitenden. Um IHN geht es. Und um Raum für seinen Geist in uns, damit ER wirken kann und gedeihen lässt, was wir beitragen. Um sein Leben das er uns vorgelebt hat weiterzumachen...so nach dem Motto: „Was ihr dem geringsten meiner Brüder getan habt das habt ihr mir getan.“

Mitarbeiter Gottes sind nicht nur Haupt- und Ehrenamtliche mit einem kirchlichen Auftrag versehene Menschen.

Mitarbeiter Gottes sind auch Mütter und Väter, die mit ihren Kindern ein Gute-Nacht-Lied singen oder mit ihnen bei Tisch beten.

Mitarbeiter Gottes sind alle, die dazu helfen, dass Menschen heranwachsen, die voll Vertrauen danken können für alle guten Gaben, die sie empfangen haben.

Mitarbeiter Gottes sind solche, die einen kranken Menschen pflegen oder besuchen und ihn auch dann noch achten, wenn er schwach ist.

Zu den Mitarbeitern Gottes gehören alle, die anderen Menschen noch eine Ahnung von Gottes Güte und die Einsicht in den Glauben an Gott vermitteln.

Papst Benedikt hat einmal gesagt: „Wer glaubt ist nie allein.“ das stimmt. Aber das Evangelium von heute sagt noch mehr: Wer glaubt, ist gerufen. Gerufen mitzugestalten. Mitzutragen. Mit zu weinen. Mit zu freuen.

Glaube ist ein Mitbauen.

Wir können Mauern errichten oder Brücken bauen.

Wir können Menschen verurteilen – oder sie in die Mitte holen.

Jesus will keine leeren Tempel. Er will uns als Kirche lebendig. Mutig. Miteinander.

Also:

Lasst uns die Kirche nicht nur besuchen - sondern  Kirche sein.

ER rechnet mit uns! An einem historisch so aufgeladenen Tag wie heute erinnern wir uns doch, dass wir einen Bund mit Gott haben und mit sonst niemanden!

Gott wohnt dort wo Menschen sich für ihn öffnen – wo sie teilen, glauben , hoffen und lieben und leben lassen.

Wo aus dem Ich ein Wir wird. Wo aus dem Raum ein Zuhause wird.

Amen.

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Pfarrgemeinde Wels-St. Josef


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Telefon: 07242/43306-0
Telefax: 07242/43306-80
pfarre.stjosef.wels@dioezese-linz.at
https://www.wels-stjosef.at

Gottesdienstzeiten

So
09:00 Gottesdienst
in der Kirche
Do 19:00 Gottesdienst
in der Kapelle, entfällt an schulfreien Tagen!


Öffnungszeiten der Kirche

Mo-So
09:00 bis 18:00
Wir laden herzlich ein, in unserer Kirche zu verweilen, zu beten und mitzufeiern!

Katholische Kirche in Oberösterreich
Diözese Linz

Herrenstraße 19
4020 Linz
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