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Inhalt:
So. 09.10.22

Die umfassende Heilung

9.10.2022 Predigt von Margot Brucker
Margot Brucker

Lk 17, 11-19

Liebe Freunde im Glauben! 

 

Wie geht es den Bohnen, die sicher einige von Ihnen letzten Woche eingesteckt haben? Sind sie ein paar Mal hin und her gewandert, Stück für Stück von der linken in die rechte Tasche und dann abends nach der Betrachtung der Bohnen wieder alle zurück in die linke? Wir haben letzte Woche bei der Lesung in der 9:30 Uhr - Messe von der reichen alten Frau gehört, die ihre Art des Reichtums erklärt: Für jeden schönen Moment nimmt sie eine Bohne aus der linken Hosentasche um sie in die rechte Tasche zu stecken. Und am Ende des Tages betrachtet sie alle Bohnen ihrer rechten Tasche, sich an die einzelnen schönen Momente erinnernd. Dann bedankt sie sich bei Gott für alle diese Momente, die für sie ihren Reichtum ausmachen. 
Ich muss zugeben, dass ich nicht an jedem Tag die Bohnen mit mir trug, an manchen Tagen aber schon. Und dann sind mir meist die Bohnen der linken Tasche viel zu früh ausgegangen... 

 

Das Thema “Dankbarkeit” steht auch heute im Mittelpunkt des Evangeliums – und es wird in enge Verbindung mit dem Thema “Umkehr” gebracht.

 
Erinnern wir uns: Ein Wunder – Jesus heilt 10 Aussätzige. Aussatz – aus der Gesellschaft hinaus gesetzt – Ekel – Ansteckungsgefahr – Vereinsamung. Ein Wunder ist es für diese 10 Menschen, plötzlich geheilt zu sein. Vielleicht auch Überforderung.  
Ein ebenso großes Wunder: Einer von ihnen kehrt um, kommt zu Jesus zurück, um zu danken. Sein Herz verbleibt nicht im Rückzug, obwohl dieser Rückzug wohl in der Zeit der Erkrankung der einzige seelische Zufluchtsort war.  

 

Heilung geschieht – immer wieder lesen wir davon in der Bibel. Heilung geschieht, wo Menschen erkennen, was sie krank macht.  
Heilung geschieht, wo auf der Gesellschaft “hinaus gesetzte” (siehe Aus-Satz) Menschen ihre Hilfsbedürftigkeit ausdrücken, obwohl ihnen vielleicht viel eher danach wäre, nie wieder unter Menschen zu gehen.  
Heilung geschieht, wo Menschen ihre Versehrtheit, ihren Kummer am richtigen Ort Preis geben. Dies erfordert Mut.  

 

Die Heilung aller 10 Aussätzigen gelingt. Wie es weitergeht, erfahren wir nur bei einem von ihnen, dem Samariter. Er geht zu Jesus zurück, ist sichtlich ergriffen von der positiven Wende seines Schicksals, fällt Jesu zu Füßen, um Gott zu danken.  

Da sagt Jesus: “Ist denn keiner umgekehrt, um Gott zu ehren, außer diesem Fremden? Und er sagte zu ihm: Steh auf und geh! Dein Glaube hat dich gerettet” Ich denke, Jesus hätte das, was dem Samariter widerfahren ist, allen 10 gegönnt. Denn diesem widerfährt ein weiterer Schritt der Heilung. Durch seine Fähigkeit, umzukehren, sich zu bedanken und Gott zu loben, tritt er ein in eine tiefere Beziehung mit Jesus, dem Gottessohn, und damit mit Gott. Nur er hört die Worte: Dein Glaube hat dich gerettet.  

 

Wir erfahren also in diesem Evangelium: 

Auf der Suche nach Heilung sind wir Menschen herausgefordert 

  • das, was in uns Heilung benötigt, anzusehen 

  • an dem Ort, wo wir Heilung erhoffen, unseren Wunsch nach Hilfe auszudrücken 

  • und – wenn wir uns nach umfassender Heilung sehnen, die auch unseren Lebensstil nachhaltig positiv beeinflusst – umzukehren, zurückzugehen zu dem Ort, von dem alle Heilung ausgeht. Dort ist unser Dank und unser Lob gut aufgehoben.  

Der Begriff “Umkehr” ist uns als Christen geläufig. Ich muss zugeben, dass er für mich bisher sperrig war. Muss ich denn dabei mich und mein ganzes Leben von Grund auf umkrempeln? In diesem Evangelium aber wird das Umkehren sehr bildlich dargestellt: Es geht dabei ganz banal darum, wie der Samariter zurückzublicken und zurückzugehen zu Gott, immer und immer wieder umzukehren, den Blick dorthin zu wenden, wo alles Heil und alles Lebensbejahende beginnt: bei Gott. Das Loben und Danken kommt uns bei dieser Um-Kehr wie von selbst über die Lippen.  

 

Und so sitzen wir abends vor unseren Bohnen der rechten Tasche. Jede Bohne steht für einen Moment am Tag, der heilsam war.  

Und wir werden spüren: Der Glaube hat uns gerettet.  

Ich wünsche uns von ganzem Herzen, dass das, was in uns nach Heilung verlangt, diese erfährt, 
sei es durch ein aufrichtiges “Wie geht’s dir?”, das Abheilen einer lästigen Entzündung oder eine Tasse Kaffee in der Herbstsonne.  
Möge es uns leicht fallen, für die kleinen schönen Dinge dankbar zu sein.  
Und mögen wir mit unserem so genährten inneren Reichtum anderen Menschen Gutes tun. Unsere Welt hat dies nötig! 

 

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