Zustimmung erforderlich!Bitte akzeptieren Sie Cookies von "piwikpro" und laden Sie die Seite neu, um diesen Inhalt sehen zu können.
Seitenbereiche:
  • zum Inhalt [Alt+0]
  • zum Hauptmenü [Alt+1]

Hauptmenü schließen
  • Pfarrgemeinde
    • Personen
    • Gebäude
    • Chronik
  • Kalender
    • Gottesdienste
    • Termine
    • Verlautbarungen
  • Predigten
  • Pfarrblätter
  • PGR/Fachteams/Gruppen
    • Pfarrgemeinderat
    • Fachteams
    • Gruppen
  • Pfarre Raum Wels
Hauptmenü ein-/ausblenden Startseite Suche ein-/ausblenden Barrierefreiheit-Einstellungen ein-/ausblenden
Pfarrgemeinde Wels-St. Josef
Pfarrgemeinde Wels-St. Josef
Barrierefreiheit Einstellungen
Schriftgröße
  • A: Schriftgröße: normal
  • A: Schriftgröße: groß
  • A: Schriftgröße: sehr groß
Kontrasteinstellungen
  • A: Standardfarben
  • A: Gelb auf Schwarz
  • A: Schwarz auf Gelb
  • A: Weiss auf Blau
  • A: Blau auf Weiss
Inhalt:
So. 28.08.22

Die besten Plätze

28.08.2022, Predigt von Helga Wieser
Helga Wieser

Lk 14,1. 7-14

 

Liebe Mitchristen!

 

Bei uns ist es bei Hochzeiten zum Glück üblich, dass es keine freie Platzwahl gibt, sondern dass Tischkärtchen uns zeigen, wo wir Platz nehmen dürfen. Und wenn wir nicht zu den engsten Verwandten des Hochzeitspaares gehören, dann wissen wir von selbst, dass wir auf den Ehrenplätzen nichts zu suchen haben.

Jeden von uns hat seinen Platz. Sogar hier in der Kirche sitzen wir meistens annähernd in derselben Bank, auf jeden Fall aber immer auf der gleichen Seite. Und die Plätze ganz vorne sind eher keine Ehrenplätze, denn es kommt öfters vor, dass die ersten Bänke frei bleiben.

Im Leben haben wir auch unseren Platz gefunden. Im Beruf, in der Familie, im Freundeskreis.

Vieles davon, wie wir zu unserem Platz gekommen sind, ist uns zugefallen: in welche Familie wir hineingeboren wurden, den Partner, den wir gefunden haben, die Begabungen und Talente die wir mitgekommen haben.

Einiges haben wir uns erarbeitet durch Fleiß, Beharrlichkeit und mühsames Lernen.

Fühlen Sie sich wohl auf ihrem Platz? Würden sie gerne tauschen?

Jesus sagt im Evangelium: „Geh hin und nimm den untersten Platz ein, damit dein Gastgeber zu dir kommt und sagt: Mein Freund, rück weiter hinauf!“

In meinen Ohren klingt das ganz schön berechnend. Die Absicht, die da angedeutet wird irritiert mich und ich weiß nicht wie Jesus das gemeint haben könnte.

Vielleicht will er uns damit nur sagen: Macht es euch nicht zu bequem auf euren sicheren und recht gut gepolsterten Plätzen. Wer zu bequem lebt vergisst, dass wir keine Sicherheiten im Leben haben. Zumindest nicht bei den die Dinge, die wirklich wichtig sind.

Wer zu bequem lebt, der vergisst auf seine Nächsten und verschließt sich seinen Mitmenschen und deren Nöten gegenüber.

Vielleicht will Jesus uns auch sagen:

Betrachtet das Leben mal von den Plätzen weiter unten.

Wie schaut die Welt aus von den „billigen“ Plätzen:

- Von der Parkbank aus, die dem Sandler auch als Nachtquartier dient – zumindest im Sommer: Menschen strömen vorbei, vielleicht ein schiefer Blick, keiner von weiter oben setzt sich dazu.

- Von einem gestampften Boden vor einer einfachen Hütte in Afrika aus. Eine Frau die Essen zubereitet - Kein Strom, kein sauberes Wasser, nur das Notwendigste zu Leben.

- Von einem billigen Küchensessel aus, wo eine allein-erziehende Mutter hin und her rechnet wie es sich mit dem Geld ausgehen soll.

-Von einem Klappstuhl vor einem der zahllosen Plastik-Gewächshäuser aus, wo ein schlecht bezahlter Erntehelfer nach 12 Stunden Arbeit einen Hungerlohn bekommt.

Wir können es uns gar nicht wirklich vorstellen, wie auch.

Das funktioniert nicht.

Darum ist es so wichtig, dass wir offen und aufgeschlossen bleiben für andere Menschen. Und dass wir nicht urteilen und bewerten was wir im Grunde nicht wissen und nicht nachfühlen können. Seien wir vorsichtig und achtsam, wenn wir andere bewerten und beurteilen.

Wahrscheinlich sollen wir den Perspektivenwechsel viel öfter mal einnehmen, damit wir nicht überheblich werden und damit wir dankbar bleiben für das viele, das uns geschenkt wurde.

Wenn Jesus den Rat gibt, weiter unten Platz zu nehmen um dann vom Gastgeber  „upgegradet“ zu werden, dann könnte es auch sein, dass er Humor bewiesen hat und sich ein wenig lustig macht über seine Menschenkinder.

Denn das mit den Ehrenplätzen, das mit den besseren Plätzen das gilt doch nur unter uns Menschen.

Vor Gott bin ich nicht besser, weil ich vielleicht ein wenig gebildeter bin als die Frau im Bus neben mir. Oder weil ich einen kleinen Besitz habe, oder weil ich beruflich ein gewisses Ansehen habe.

Wir sind das, was wir vor Gott sind, nicht mehr und auch nicht weniger.

Bei Gott ist kein Mensch weniger wert, weil er in einer einfachen Hütte lebt oder weil er keine großartigen Leistungen im Beruf erreicht hat.

Gott hat jedem von uns – egal wo er hineingeboren wurde – Begabungen und Talente mitgegeben, und er hat jedem von uns einen Platz im Leben auserkoren. Für Gott zählt nur, ob wir den Platz den er für uns vorgesehen hat auch ausfüllen. Ob wir unsere Aufgaben, die er für uns bereit hält annehmen und so gut es geht erfüllen.

Erweisen wir uns dabei würdig in Gottes Augen?

Aber Gott achtet nicht nur in dieser Welt auf uns. Sondern durch die Taufe ist er einen Bund mit uns eingegangen. Durch diesen Bund hat uns Gott auch einen Platz im Himmel zugesagt.

Gott hält uns einen Platz im Himmel frei. Und Gott möchte, dass wir diesen Platz dereinst auch einnehmen.

Was müssen wir tun?

Das wissen wir durch das Leben Jesu, durch seine Taten, durch seine Reden und Gleichnisse, die immer von Liebe und Barmherzigkeit handeln:

Selig die Barmherzigen, denn sie werden Erbarmen finden,

selig, die rein sind im Herzen, denn sie werden Gott schauen.

Gesellschaftliches Ansehen und Wohlstand ist kein Maßstab, den Gott anwendet.

Herzensgüte, Großzügigkeit, Barmherzigkeit und Nächstenliebe – das ist das was in den Augen Gottes zählt.

Da haben alle – egal ob reich oder arm - die gleichen Chancen und Voraussetzungen – egal wo und egal wer. Vor Gott zählt nur die Liebe.

Und noch auf was sollen wir aufpassen:

Dass wir in Verbindung bleiben mit Gott.

Dass wir den Draht nicht abreißen lassen – und da sind wir durch unseren Wohlstand gefährdet. Uns geht es so gut, da schleicht sich schnell der Gedanke ein: Wir brauchen Gott nicht. Wir leben auch so recht gut.

Die Gefahr, dass wir das Ziel – nämlich Gottes Herrlichkeit am Ende unserer Tag - aus den Augen verlieren und in die falsche Richtung gehen ist groß. Wir leben ein so schnelles und überreiches Leben, dass wir Gefahr laufen, vor lauter Wichtigkeiten das Wesentliche aus den Augen zu verlieren.

Durch diese scheinbaren Wichtigkeiten erhöhen wir uns selbst.

Wie geht Gott damit um: Wird er uns spätestens am Ende unserer Tage erniedrigt?

zurück

nach oben springen
  • Kontakt
    • Impressum
    • Datenschutz
Pfarrgemeinde Wels-St. Josef


Haidlweg 58
4600 Wels
Telefon: 07242/43306-0
Telefax: 07242/43306-80
pfarre.stjosef.wels@dioezese-linz.at
https://www.wels-stjosef.at

Gottesdienstzeiten

So
09:00 Gottesdienst
in der Kirche
Do 19:00 Gottesdienst
in der Kapelle, entfällt an schulfreien Tagen!


Öffnungszeiten der Kirche

Mo-So
09:00 bis 18:00
Wir laden herzlich ein, in unserer Kirche zu verweilen, zu beten und mitzufeiern!

Katholische Kirche in Oberösterreich
Diözese Linz

Herrenstraße 19
4020 Linz
Ihr Kontakt zur
Diözese Linz
anmelden
nach oben springen