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So. 20.03.22

Glaubenszweifel

Ansprache von Margot Brucker zum Firmlingsvorstellgottesdienst am 24.4.2022
Margot Brucker

Joh 20, 19-31

Liebe Freunde im Glauben, liebe Kinder und Jugendliche, liebe Firmlinge, liebe Eltern!

 

Ein Evangelium, das so Vieles zu sagen hat. Drei Punkte erscheinen mir als besonders bedeutend:

 

Erstens: Jesus ist auferstanden. Ja, wirklich - nicht nur als blasse, unkörperliche Ahnung, sondern körperlich. Er zeigt seine verwundeten Hände und seine verletzte Körperseite. Er macht sich sichtbar und berührbar. Und er macht sich hörbar – zweimal sogar spricht er in diesem Zusammensein seinen altbekannten Gruß, seinen sehnlichsten Wunsch an uns aus: „Friede sei mit euch“.

 

Zweitens: Jesus sendet. Auf diese Sendung möchte ich nun genauer eingehen.
Jesus sagt: „Wie mich der Vater gesandt hat, so sende ich euch“. Jesus schaltet sich also zwischen Gott und uns. Er ist fähig, Gott immer und überall wahrzunehmen, Gottes Nähe zu spüren – etwas, was wir oft nicht können. Also sendet Gott seinen Sohn Jesus Christus, einen, der wie wir Menschen ist und trotzdem mit seiner Art Mensch zu sein über das Menschliche hinausweist, und der das Göttliche auf der Erde erfahrbar macht. Er macht es erfahrbar mit dem Wahrmachen seiner Begrüßung, seinem „Friede sei mit euch“. Er stiftet Frieden, indem er Menschen ansieht, sich für sie interessiert ehrlich, aufrichtig, und dabei ihr Leiden und ihren inneren Unfrieden erkennt – und allein schon durch dieses Ansehen die Basis für Heilung legt. Er holt diese Menschen, die so oft am Rand der Gesellschaft stehen, in die Mitte, spricht sie an und berührt sie. Heilung geschieht, innerer Frieden kehrt ein. Jesus sagt auch, dass wir an unseren Mitmenschen so handeln sollen wie er an uns.
Zu seinen Aposteln sagt er dezidiert: Ich sende euch, das zu tun, was ich getan habe: allen Menschen den Weg zum inneren Frieden zu ebnen und somit auch äußeren Frieden, im Miteinander möglich zu machen.
Die Lehre der katholischen Kirche sagt: Die Kirche ist apostolisch. Das heißt: Sie steht in engster Verbindung mit dem Wirken der Apostel Jesu und setzt deren Wirken fort. Und die Kirche, das ist nicht nur der Vatikan, das sind wir alle, die von Jesus in der Bibel lesen und uns diesem Glaubenshintergrund zugehörig fühlen. Also: Gott sendet Jesus, und über Jesus sendet Gott auch uns. Unsere Sendung lautet: Wir Menschen sind berufen, Gottes Kinder zu sein und das Gute auf Erden auszusäen, zu pflegen, zu hüten. Damit gilt Jesus quasi als unser Prototyp. Und als der Wegbereiter unserer eigenen Sendung. Im heutigen Evangelium setzt Jesus seine Sendung der Jünger fort, indem er sie anhaucht und sagt: „Empfangt den Heiligen Geist“.

 

Der heutige, von der Jugend und den Firmlingen gestaltete Gottesdienst, dient ja auch der Vorstellung der heurigen Firmlinge. In der Firmvorbereitung sprechen wir über das Erwachsenwerden, das im Alter der Firmung einen besonderen Stellenwert gewinnt. Die Jugendlichen befinden sich in der Zeit des Übergangs vom Kind zum Erwachsenen. Sie werden auch von öffentlicher Seite mit neuen Verantwortlichkeiten versehen (wie Strafmündigkeit, Berufsausübungsmöglichkeit, bald auch Wahlberechtigung, Änderungen im Gesetz zum Thema Sexualität etc.). Daraus ergeben sich neue Möglichkeiten.
Die Firmung holt diese neuen Möglichkeiten und diese neuen Verantwortungen in den Blick, mit besonderem Fokus auf dem Glaubensleben der jungen Menschen.
„Empfangt den Heiligen Geist“ – Firmung heißt, diese Kraft des Heiligen Geistes, der als Gottes Wirkkraft individuelle Begabungen, individuelle Aufgaben, individuelle Sichtweisen aufs Leben schenkt, wahrzunehmen und sich von ihr stärken zu lassen. Firmung ist die Sendung dieser jungen Menschen, die sagt: Liebe Jugendliche! Zeigt, was in euch steckt, erklärt, was euch beschäftigt, euch antreibt und euch begeistert. Setzt euch ein für das, was euer Gewissen als das Gute identifiziert. Traut euch selbst eure Entfaltung zu. Ihr seid Gottes Kinder, doch nicht mehr unmündige, sondern mündig werdende Kinder und so Angesprochene der Sendung Jesu.
In diesem heutigen Evangelium liegt der Kern der Firmung. Aber auch der Kern unser aller Sendung!

Und dieser Kern wird durch eine besondere Geschichte erweitert:

 

Denn der dritte wichtige Punkt des heutigen Evangeliums ist: Jesus geht auf Zweifel ein. Einer von den Jüngern war nicht dabei, als er den Anderen erschien: Thomas, der auf Grund dessen, dass er Jesu Auferstehung noch nicht leibhaftig erfahren konnte, nach Beweisen sucht.

Es gibt wohl in den meisten von uns diesen Thomas, der sich nicht zufrieden gibt mit der Erzählung über die Auferstehung. Thomas möchte selbst hautnah erfahren, was die anderen Jünger glauben gemacht hat. Ja – es wäre vielleicht einfacher, mit der Gruppe zu schwimmen und mit den anderen Aposteln in die Welt zu gehen und von Jesus zu erzählen. So einfach ist das Glauben aber nicht. Zu Beginn des Gottesdienstes haben wir schon von einigen Glaubenszweifeln gehört. Und obwohl Jesus seine Mitmenschen immer wieder auffordert zu glauben, lässt er Thomas nicht einfach unbeachtet zurück. Vielmehr geht er auf seine Zweifel ein. Wieder erscheint er in voller Körperlichkeit, sichtbar und hörbar – wieder mit seinem begrüßenden Wunsch „Friede sei mit dir“ - und begreifbar, unverkennbar. Jesus will also alle seine Jünger glauben machen – er möchte auch Thomas, den Zweifelnden, glauben machen.
Gott möchte auch die Zweifelnden unter und in uns glauben machen.
Mir geht diese Tatsache ganz nah. Auf einmal fühle ich mich in meinen Zweifeln wahr- und ernstgenommen. Und es gibt zahlreiche Glaubenszweifel in mir. In jedem meiner Gebete schwingt die Frage mit „Gibt es dich überhaupt, du, zu der oder dem ich bete? Was gibt mir Sicherheit, dass es dich gibt?“ – Vielleicht kommt dann ein Moment, der mir die Gewissheit über Gottes Existenz schenkt, ein Moment der Berührtheit – oder auch nicht. Aber ein solcher Moment der Glaubensbestätigung kommt irgendwann wieder – Gott sei Dank durfte ich das schon mehrfach erfahren.

 

Die Botschaft des heutigen Evangeliums lässt sich gut zusammenfassen:

 

1. Jesus zeigt, dass das Leben mehr ist als das, was mit dem Tod endet.

 

2. Wir alle sind Gesandte und sollen dem Guten in der Welt, dem aufrichtigen und liebenden Miteinander von uns Menschen untereinander und von uns Menschen im Zusammenleben mit der Natur, zum Durchbruch verhelfen.

 

3. Wir dürfen zweifeln an Gott.

Um die eigenen Zweifel und die Zweifel unserer Mitmenschen, seien es die der uns anvertrauten Jugendlichen oder andere Menschen in unserer Nähe, in Glauben, Hoffnung und Liebe münden zu lassen, braucht uns unser Mitwirken am Guten in der Welt, in dem Gott erfahrbar wird.

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09:00 Gottesdienst
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Do 19:00 Gottesdienst
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