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So. 13.02.22

Der Rucksack für die Partnerschaft

Ansprache zur Paarsegnung am 13.02.2022 von Margot Brucker
Margot Brucker

Joh 15, 9-12

Liebe Schwestern und Brüder im Glauben! Liebe Paare und liebende Menschen!

 

Es gibt Hoch-Zeiten im Leben.

Vielleicht kennen auch Sie alle diese Berührtheit, wenn man bei guter Sicht und trockenem Wetter in den Bergen unterwegs ist und als Krönung auf einem Gipfel steht. Dort oben wird die eigene Kleinheit spürbar, zugleich fühlt man sich der Größe des Himmels ein Stück näher.
Ist nicht in solchen Bergmomenten Gottes Liebe in Ansätzen erahnbar? In der Anstrengung des Aufstiegs nehmen wir die Kraft unseres Herzschlags und unserer Atmung wahr, spüren also unsere wichtigsten Lebensvollzüge. Unsere Sinne sind durch die Eindrücke am Berg ganz wach. Zugleich sind wir weit weg von dem, was den Alltag vielleicht düster macht. Und dann stehen wir da oben und empfinden so etwas wie Glück.

Diese berührenden und erhebenden Momente, aber auch die Strapazen, die für die Bewältigung von Wander- oder Pilgerwegen oder für die Besteigung von Gipfeln oft notwendig sind, mit einem geliebten Menschen teilen zu können, ist verbindend und wunderschön. So wie Gottes Größe und Liebe dort oben erahnbar ist, so ist in unserem Miteinander Gottes Liebe spürbar.

 

In den Hoch-Zeiten einer Partnerschaft, auch da ist Gottes Nähe spürbar. Das Leben ist farbig, es fühlt sich leicht an, dankbar zu sein.

Wenn wir den Rucksack packen fürs Pilgern, Wandern oder Bergsteigen, denken wir an dieses Hochgefühl des Oben-Seins, diese Befriedigung, etwas bewältigt zu haben. Wir denken wahrscheinlich auch an die Wegpassagen, die landschaftlich ansprechend und gut bewältigbar sind. Sie motivieren uns, aufzubrechen. 
Trotzdem packen wir Regenschutz ein. Wir packen auch Verbandsachen für den Fall einer Verletzung ein. Wir werden unser Handy mitnehmen, um für den Fall des Falles einen Notruf absenden zu können. Bei Bergtouren werden wir Sicherungsgeräte, bei Schitouren sogar eine Lawinenausrüstung dabei haben. Der Rucksack ist also neben Jause, Getränk und Wechselkleidung mit Dingen gefüllt, die wir brauchen, wenn es unbequem oder sogar gefährlich wird. 

 

Wenn wir in eine Partnerschaft hineingehen, denken wir wohl auch mehr an die schönen Zeiten. Doch gibt es neben den Hoch-Zeiten auch Flach- oder gar Tiefzeiten.

 
Die Geschichten vom Pilgern, Wandern, Bergsteigen beinhalten das Auf und Ab, die Mühen und Belohnungen, die schwierigen und einfachen Wegpassagen des Lebens in geraffter Form. Diese Geschichten sind in Bezug auf das gesamte Leben gesehen ganz kurz, doch symbolisieren sie Vieles von dem, was auch das Leben ausmacht.


So wie Gottes Beisein in diesen Geschichten spürbar wird, ist in unserem gemeinsamen Weg durch das Leben die Liebe Gottes unsere ständige Begleiterin.

 

Doch trotz dieser göttlichen Begleitung braucht es unser Zutun, um für die schwierigeren Wegpassagen gerüstet zu sein.

Ich habe hier einen Rucksack. Heute wird er nicht mit auf den Berg genommen, sondern symbolisiert das Behältnis für das, was wir als Paare auf dem gemeinsamen Weg durch unser Leben brauchen, um das liebende Miteinander, den gemeinsamen Weg gut bewältigen zu können. Einige Dinge davon möchte ich hier vorstellen. So zum Beispiel: 

 

1. Schuhe als Symbol für die Kleidung und für das Gehen an sich. Wir können uns schon bevor wir eine Partnerschaft eingehen, bewusst werden, dass der Weg, den wir gehen werden, nicht immer glatt, eben und trocken ist. Es wird immer Passagen geben, die uneben, steinig, spitz, nass, kalt sind. Sind wir uns dessen bewusst und darauf vorbereitet, können wir auch diese Passagen gut meistern.

2. Die Karte als Symbol für die gemeinsame Wegsuche. Was ist unser langfristiges Ziel? Gibt es Etappenziele und wenn ja, welche? Gibt es Ruheplätze? Gibt es Gefahrenorte? Gibt es auf der Karte weiße, bisher unerforschte Flecken? Meiden wir diese oder gehen wir mitten durch sie hindurch?
Und immer muss man sich bei der Wegplanung bewusst sein: Die Karte bildet alles nur 2-dimensional ab. Ein Plan kann noch so gut sein, wie sich der Weg dann aber im realen Leben anfühlt, wie steil es wirklich bergauf oder bergab geht, kann im Vorhinein nur theoretisch erfasst werden. Wie es sich aber anfühlt, das erfährt man erst im Leben selbst. Da kann es dann passieren, dass man spontan umplanen muss.

3. Eine Wasserflasche: Um leben zu können, brauchen wir Wasser. Haben wir zu wenig Wasser, wird unser Blut dick, unser Herz muss mehr arbeiten, unsere Muskeln bekommen durch die verringerte Herzleistung weniger Sauerstoff. Unser System gerät ins Stocken.
Auch der Durst nach Liebe sollte immer gestillt werden, um nicht ins Stocken zu kommen. Warum trinken wir nicht öfter gemeinsam ein Glas Wasser, während wir uns in die Augen sehen? Wir könnten das Geschenk des Wassers voller Genuss gemeinsam auskosten.

4. Das Brot als Zeichen für unsere leibliche Nahrung. Aber auch als Symbol für das gemeinsame Mahlhalten und das gemeinsame Feiern, für das, was uns nährt und uns Kraft zum Weitergehen gibt. Für das, was wir teilen müssen, damit nicht einer hungern muss. Und schließlich auch als Symbol für das Brot des Lebens, durch das wir Gott in unsere Mitte holen und Gottes Liebe in Form von unserer Liebe weitergeben.

5. Ein Erste-Hilfe-Packerl als Symbol für die Wunden, die jeder von uns hat und die unserer Aufmerksamkeit bedürfen, damit sie heilen können. Wir können uns gegenseitig von unseren Wunden erzählen, von denen, die uns das Leben oder auch wir uns gegenseitig zugefügt haben. Und wir können sorgsam mit den Wunden des Anderen umgehen und sie zu versorgen versuchen mit unserer Liebe.

6. 2 Rosen als Symbol für die wunderschöne Natur um uns herum und unsere Dankbarkeit für sie. Es sind zwei Rosen, da wir zwei Menschen sind, die sich gegenseitig die Treue versprochen haben und die die Liebe und die Dankbarkeit füreinander hochhalten und pflegen.

7. Eine Kerze. Besonders in Zeiten der Zweifel, der Trauer, der Enttäuschung, ist es gut, ein Licht anzuzünden als Symbol für die Hoffnung, die nicht vergeht. Denn Gott ist da. Und er wartet darauf, dass wir ihn ansprechen. Und sei es nur mit unserem gemeinsamen Blick in das Licht dieser Kerze. Denn dann blicken wir beide in die gleiche Richtung, Richtung Liebe.

Denn wie sagt Jesus im heute gelesenen Evangelium?

„Wie mich der Vater geliebt hat, so habe ich euch geliebt.“ „Das ist mein Gebot: Liebt einander, wie ich euch geliebt habe“ (Joh 15, 9+12)

Wie aber liebt Gott durch seinen menschgewordenen Sohn?

 

Jesus macht sich auf den Weg, zu den anderen hin oder gemeinsam mit ihnen (siehe Schuhe).
Sein Wegweiser ist Gott (siehe Karte)
Jesus lässt sich taufen und tauft. Er hat eine enge Verbindung zum Wasser, wie man in vielen Geschichten über ihn hört (siehe Wasser).
Christus liebt, indem er teilt. Er teilt seine Zeit, er teilt, was er hat, und er teilt sich mit mit denen, die bei ihm sind (siehe Brot)

Jesus liebt durch Zu-Wendung (siehe Rose). Er sieht sich die Wunden der Menschen an und heilt sie (siehe Erste-Hilfe-Packerl).

Dort, wo Licht benötigt wird, zündet er ein Licht an, indem er neue Perspektiven eröffnet und immer wieder auf Gottes-Beisein und Gottes Liebe hinweist (siehe Kerze).

Darum sagt er: Liebt einander, wie ich euch liebe.

 

Also packen wir unseren Rucksack mit dem Dank für den schon gemeinsam beschrittenen Weg,
und mit dem, was wir für unseren weiteren Weg brauchen. 

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