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So. 09.01.22

Schwestern und Brüder im Glauben seit unserer Taufe

Predigt von Andreas Hasibeder 09.01.2022
Andreas Hasibeder

Lk 3,15-16.21-22

Liebe Schwestern und Brüder im Herrn!

Diese Anrede ist zugegebenermaßen ungewöhnlich und klingt sehr traditionell, trifft aber genau das, was wir sind und wozu wir uns versammelt haben.
Schwestern und Brüder im Glauben sind wir seit unserer Taufe.
Ich selber bin noch im Krankenhaus getauft worden, fast unmittelbar nach der Geburt. Den Namen haben die Eltern festgelegt, meistens die Mutter, als zweiten Namen habe ich den meines Taufpaten bekommen, einem großen Bauern in der Nähe, das war so üblich. Damit ja nichts passiert, war die pastorale Absicht der frühen Taufe zu der Zeit.
Ich erinnere mich auch sehr gern an die Taufe meiner Kinder und Enkelkinder im Kreis der ganzen Familie, es waren sehr schöne Feiern.

Sehr berührende Augenblicke gab es da. In verdichteter Form wird dem kleinen Kind alles Gute zugesagt, das wir ihm für sein Leben wünschen, genau wissend, dass das Leben nicht nur Gutes bereithält. Dass es Trauer, Angst und Verzweiflung geben wird. Aber auch, dass diese Trauer, Angst und Verzweiflung nicht das letzte Wort haben müssen.

Bei unserer Taufe haben unsere Eltern für uns eine Entscheidung getroffen. Diese Entscheidung wurde bei unserer Firmung durch die ausdrückliche Zusage des Heiligen Geistes erneuert und gestärkt.
Diese Tatsache ist uns einmal mehr und einmal weniger bewusst. Immer wieder bewusst kann sie uns werden, wenn wir uns mit dem Weihwasser bekreuzigen. Wir haben das pandemiebedingt schon länger nicht mehr getan, ich merke aber, dass es fehlt. Dieses kleine sinnenfällige Zeichen hat eine große Wirkung, weil es mich im Grunde genommen an eine Neugeburt erinnert. Eine Neugeburt im Wasser und im Heiligen Geist, also in der lebensspendenden Kraft Gottes, die mir damit ein Leben lang verlässlich zugesagt ist.

Diese Neugeburt wurde in früheren Jahrhunderten noch intensiver ausgedrückt, indem man das Kind oder den Erwachsenen bei der Taufzeremonie in einem großen Taufbecken oder Taufbrunnen ganz untergetaucht hat. Johannes hat das im Jordan auch so gemacht.
Bei einer Wanderung auf der Insel Kreta standen meine Frau und ich plötzlich vor so einem Taufbecken in einer verlassenen Klosteranlage. Es war in Kreuzesform in den Boden eingelassen. In manchen Gegenden Italiens und vor allem in der Orthodoxen Kirche wird das bis heute praktiziert. Alle Klöster auf dem Berg Athos haben ein solches Taufbecken.
Neugeburten sind wir also, aus dem Wasser, auch Symbol für das Urchaos und die gefährlichen Tiefen, die uns Angst machen, und dem Urelement des Lebens aus dem wir gereinigt und befreit auftauchen.

Und Gesalbte sind wir, die zu Christus, dem Gesalbten gehören.
In unserem Taufritual heißt es:
…., ich salbe dich mit geweihtem Salböl zum Zeichen dafür, dass Gott dich in seinen Dienst nimmt. Der Heilige Geist mache dich fähig zur Liebe, damit du lebst, wie Gott es will.
Gott will uns in seinen Dienst nehmen und fähig zur Liebe sollen wir werden.
In erster Linie ist es die Aufgabe der Eltern und Großeltern, Liebe zu vermitteln und weiterzugeben. Dem Kind das Gefühl zu vermitteln, dass es gewollt und angenommen ist. Aber wir wissen auch, dass trotz unseres Bemühens, diese Aufgabe bei uns an Grenzen stößt und wir nicht all das vermitteln können, was wir vermitteln wollen. Manchmal sind wir auch ungerecht und verletzend. Darum die Bitte: …der Heilige Geist mache dich fähig zur Liebe, damit du ein gelungenes Leben hast.

Und schließlich wird die Taufkerze an der Osterkerze entzündet.
Christus ist das Licht der Welt, wird dazu erklärt. Dieses Kind ist dazu bestimmt, das helle Licht, das wärmende Feuer der Liebe Gottes in die Welt zu tragen und selber Licht zu sein, das die Dunkelheit erleuchtet.
Eine große Sache wird da dem Täufling zugemutet. Das helle Licht und das wärmende Feuer der Liebe Gottes in die Welt zu bringen und selber Licht zu sein. Gelingen kann das nur, wenn es sich angenommen und geliebt fühlt, von den Eltern, aber auch von unserem väterlichen und mütterlichen Gott.

Genau dieses Angenommensein und sich geliebt wissen dürfte Jesus bei seiner Taufe am Jordan erlebt haben, als sich während er betete der Himmel aufgetan hat, er vom Geist Gotts angerührt wurde und die Gewissheit hatte: ich bin ein von Gott Geliebter.
Dass ihn seine Eltern liebten, war klar und wichtig. Aber dieses Erlebnis am Jordan gab ihm die Kraft, seinen Weg zu gehen, zu dem seine Eltern sicher nicht geraten haben und mit dem sie sicher nicht glücklich waren.
In der Taufe also liegt die Kraft, mit großem Gottvertrauen den eigenen Weg zu gehen, können wir daraus ableiten.

Zum Schluss ein Gebet, das wir bei der Taufe für das Kind beten. Heute wollen wir es für uns selber beten:
Guter Gott wir bitten dich für uns alle,
öffne uns die Augen, damit wir die Schönheit der Schöpfung sehen können.
Öffne uns die Ohren, damit wir deine Worte hören können.
Öffne uns den Mund, damit wir dein Lob verkünden können.
Öffne unser Herz für die Bedürfnisse unserer Mitmenschen.
Hilf uns, ganz Mensch zu sein,
zu weinen und zu lachen, zu geben und zu nehmen, und schenke uns das Leben in Fülle, das du uns zugesagt hast.
Amen.

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