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Pfarrgemeinde Wels-St. Josef
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So. 26.12.21

Sich immer wieder auf den Weg zu machen ist unser Schicksal

Predigt von Andreas Hasibeder 26.12.2021
Andreas Hasibeder

Lk 2,41-52

Liebe Pfarrgemeinde!

Sich immer wieder auf den Weg zu machen ist unser Schicksal. Nicht nur was die täglichen Erledigungen betrifft, sondern auch im Bezug auf unsere Einstellungen, Hoffnungen und Ängste.
Unser Leben kann man auch als einen Weg beschreiben, der einmal ruhiger und einmal stürmischer verläuft, wir alle kennen das. Immer aber bleibt die Frage nach der Orientierung auf diesem Weg, die uns Vertrauen und Hoffnung gibt.

Nicht anders ergeht es Maria und Josef zu ihrer Zeit. Nach etlichen Strapazen sind beide in Bethlehem angekommen. Es bleibt ihnen aber keine Zeit, um all das Erlebte zu verdauen. Kaum ist die Geburt gut überstanden und die Sterndeuter auf dem Heimweg, steht beiden ein neuer Aufbruch bevor. Der Engel des Herrn erscheint und schickt sie nach Ägypten.
Wieder lassen beide alles hinter sich und machen sich auf den Weg. Doch damit nicht genug. Nach einigen Jahren in Ägypten erscheint der Engel des Herrn erneut und schickt sie in das Land Israel. Wieder heißt es Abschied nehmen. Sie machen sich in Nazareth heimisch.

Im heutigen Evangelium sind sie auf dem Weg nach Jerusalem zum jährlichen Paschafest, Jesus ist zwölf Jahre alt geworden, zur damaligen Zeit ein jugendlicher Mann und kein Kind mehr.
Jesus bleibt unerlaubter Weise in Jerusalem zurück und sucht das Gespräch mit den Schriftgelehrten.
Maria und Josef bemerken das erst später und kehren sofort voll Sorge um, um ihn zu suchen. Sie finden ihn im Tempel, angedeutet wird hier sein frühes Interesse an den heiligen Schriften und seine besondere Gottverbundenheit.
Alles recht und gut, werden sich seine Eltern gedacht haben, aber einfach nicht mit nach Hause zu kommen, das geht nicht.

Ein ständiges "Sich auf den Weg machen" zeichnet den Lebensweg von Maria und Josef aus.
Immer wieder müssen sie zuerst Vertrautes hinter sich lassen und neu aufbrechen, immer wieder sich neu auf diesen Jesus einstellen. Wir kennen das auch in unserer Lebenswelt. Ständig kommt Neues auf uns zu und wir müssen damit fertig werden. Wenn Kinder pubertieren, ist es ganz schlimm.

Heute feiern wir Josef, Maria und Jesus als Heilige Familie, von der wir etwas lernen können.
Was macht dieses heilig aus?
Für mich sind es zwei Dinge, in denen Maria und Josef uns Vorbild sein können.

Zum einen das starke Vertrauen ineinander. Das Gefühl, sich auf den anderen verlassen zu können, macht Maria und Josef sicher und mobilisiert in ihnen ungeahnte Kräfte. Jeder von ihnen gibt durch die Bestätigung des anderen sein Bestes und traut sich selber dadurch einiges zu. So schaffen sie gemeinsam diese harte Zeit.
Wie schaut es da in unseren Familien aus? Wie viel Vertrauen haben wir zueinander? Traue ich als Elternteil meinen Kindern zu, daß sie ihren eigenen Weg gehen und finden? Oder traue ich als Kind meinen Eltern zu, dass sie mich zu verstehen versuchen?
Das Vertrauen ineinander fehlt uns immer wieder. Mißtrauen macht sich breit, und wie oft leidet darunter die Beziehung und der Zusammenhalt. Andererseits aber kann man die schlimmsten Situationen meistern, wenn alle in der Familie zusammenhalten.
Das Vertrauen ineinander ist für uns ungeheuer wichtig, damit wir es immer wieder schaffen, "uns erneut auf den Weg zu machen", innerlich und äußerlich.

Das zweite, was wir von der Hl. Familie lernen können, ist ein tiefes Gottvertrauen. Die Bibel betont immer wieder: über dem Geschick Jesu steht Gottes Plan und Gottes Geist ruht auf ihm. Seine Führung allein rettet Jesus. Maria und Josef machen durch ihr Verhalten Gott Platz.

Sie öffnen ihre Ohren und ihre Herzen, um ihn zu hören und auf seine Weisungen durch seine Boten zu vertrauen. Vieles auf ihrem harten Weg war für die beiden bestimmt unverständlich, aber sie haben daran geglaubt, dass Gott alles zum Guten führt. Dieses Vertrauen in Gott zu lernen ist für mich eins der schwierigsten Dinge in unserem Leben.

Durch Schicksalsschläge enttäuscht oder durch den Eindruck, daß unsere Gebete nicht erhört werden, fehlt uns manchmal das Vertrauen. Schauen wir aber auf Maria und Josef, dann heißt auf Gott vertrauen, daß er unseren Lebensweg zum Guten führt, was Gott auch immer für unser Gutes halten mag. Und nicht, wie wir manchmal meinen, daß Gott so handeln muß, wie wir es uns vorgestellt haben. Maria und Josef haben ihr möglichstes getan und gleichzeitig darauf vertraut, dass Gott weiß, was er tut und sie begleitet.

Können wir ein solches Vertrauen in Gott lernen?
Ich vertraue einem Menschen, wenn ich ihn kenne, wenn ich mich mit ihm verstehe und wenn wir vieles miteinander erlebt haben, was uns verbindet. Ähnlich ist es für mich mit dem Vertrauen in Gott. Ich kann Gott nur dann vertrauen, wenn ich die Beziehung zu ihm pflege, wenn ich das Gefühl habe, mit ihm vertraut zu sein, und mit ihm in vielen Gesprächen gerungen habe.
Nur so kann ich das Vertrauen zu Gott gewinnen, denn sein Handeln ist mir manchmal so fern und unverständlich. Maria und Josef haben auf ihrem langen Weg sicher nicht jede Vorsehung Gottes verstanden, aber sie haben ihm vertraut, ihm vertrauen gelernt.

Hl. Familie heißt also nicht, dass alles glatt laufen muß, wie wir am Lebensweg von Maria und Josef erkennen.
Hl. Familie heißt für mich, einander und Gott zu vertrauen.
Daß uns dies auch in unseren eigenen Familien gelingt, wie immer sie zusammengesetzt sind, wünsche ich heute allen, denn so können auch wir in diesem Sinn zu einer hl. Familien werden.
Amen.

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