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So. 31.10.21

Wieder befinden wir uns in einer schwierigen Situation

Predigt von Andreas Hasibeder 31.10.2021
Andreas Hasibeder

Mk 12,28b-34

Liebe Pfarrgemeinde!
Wieder befinden wir uns in der schwierigen Situation steigender Coronazahlen, wieder müssen wir damit rechnen, dass es zu mehr Einschränkungen in unserem Land kommt, wieder besteht die Gefahr, dass Intensivstationen in unseren Krankenhäusern an die Grenzen kommen, wieder die Angst vor Ansteckung und vor Isolation trotz der möglichen kostenlosen Impfung für alle.
Auf der anderen Seite der Einzug einer neuen Partei in den Landtag, die sich massiv wehrt, Menschen zur Impfung zu motivieren und alle Maßnahmen in diese Richtung als gesetzes- und wissenschaftswidrig, manipulativ und freiheitseinschränkend bewertet und die Maskenpflicht abschaffen will.
Vielleicht haben sie die Reportage in der vergangenen Woche gesehen, in der es genau um diese Diskrepanz gegangen ist. Die einen, die am Ende ihrer Kräfte sind, weil sie seit eineinhalb Jahren unter schwierigsten Bedingungen Coronapatienten auf den Intensivstationen retten wollen, natürlich auch ungeimpfte, und die anderen, von denen manche meinen, die Impfung sei nicht notwendig, denn ich habe ein gutes Immunsystem und außerdem bin ich immer gesund, ich kann mich nicht anstecken.
Und ich höre immer wieder, wie schwierig es in manchen Familien geworden ist, sich über dieses Thema zu unterhalten. Manche reden am besten überhaupt nicht mehr davon, damit der Familienfrieden halbwegs gewahrt bleibt. Die Argumente des anderen sind ohnehin nicht zu entkräften, denn jeder versteift sich auf seinen Standpunkt und ist nicht bereit, nur einen Millimeter davon abzuweichen. Eine vernünftige Diskussion, mit Argumenten und Gegenargumenten, die auch vom anderen gehört und überlegt werden, findet meist nicht mehr statt. Obwohl es doch meiner Ansicht nach so ist, dass die wenigsten von sich behaupten können, Experten auf diesem Gebiet zu sein. Jeder und jede kennt doch immer nur einen Teil der Fakten, die er irgendwo gehört oder gelesen hat, ohne oft die Zuverlässigkeit der Quelle zu hinterfragen.
In diese Situation hinein hören wir das heutige Evangelium:
Darum sollst du den Herrn, deinen Gott, lieben
mit ganzem Herzen und ganzer Seele,
mit deinem ganzen Denken
und mit deiner ganzen Kraft.
Als zweites kommt hinzu:
Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst.
Kein anderes Gebot ist größer als diese beiden.
Gottes und Nächstenliebe werden in diesem Doppelgebot, das uns heute so sehr ans Herz gelegt wird, miteinander aufs Engste verbunden. Die beiden Gebote gehören zusammen und sind nicht voneinander zu trennen.
Kann uns diese Stelle heute in der aktuellen Situation eine Hilfe sein?
Ich denke schon. Und zwar insofern, als die Nächstenliebe zur Voraussetzung für die Gottesliebe gemacht wird und umgekehrt.
Das heiß, ich muss auch mit meiner ganzen Seele, meinem ganzen Denken und meiner ganzen Kraft versuchen meinen Nächsten zu lieben, d.h. ihn respektieren und ernst nehmen.
In unserer Situation kann das eine große Herausforderung bedeuten, die uns aufs Äußerste beansprucht und uns alles abverlangt, ohne die selbstgefällige Rolle des bedingungslos Liebenden einzunehmen und sich so erst recht wieder als lieblos zu erweisen.
Ich meine in diesem Diskurs um Corona und die Impfung ist es wichtig, einander wirklich ernst zu nehmen, aber auch auf mögliche Denkfehler und Egoismen aufmerksam zu machen und vor allem ohne den Anspruch auf die ganze Wahrheit zu erheben. Aber ich denke mir, das Leiden einzelner Berufsgruppen in Spitälern oder in der Pflege darf genauso wenig vom Tisch gewischt werden, wie die Angst mancher Menschen vor der Impfung und deren möglichen Folgen, oder das Gefühl meiner Freiheit beraubt zu werden.
Es geht um einen respektvollen Dialog von beiden Seiten und nicht um die Abwertung der oder des anderen, weil er oder sie nicht meiner Meinung ist und ist diese Meinung für mich auch noch so unverständlich. Festgefahrene Meinungen können nur mit Respekt und der Anerkennung verändert werden.
Ich meine, hier muss sich die Nächstenliebe bewähren, wenn ein Thema so unterschiedlich und emotional diskutiert wird.
Das halte ich nicht nur für jede Familie für wichtig, sondern auch für unsere gesamte Gesellschaft. Amen.

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