Fronleichnam ist ein besonderes Fest
Liebe Mitchristen,
Fronleichnam ist ein besonderes Fest. Warum?
Es drückt durch seine Choreographie sehr deutlich aus, worum es im Wesen des Sakramentes der Eucharistie geht. In seiner Gegenwart feiern und teilen wir das Leben.
Nach Ostern, Pfingsten und dem Dreifaltigkeitssonntag wird es Zeit hinauszugehen und sich zum Glauben zu bekennen. Vorerst nur symbolisch und rituell durch die Prozession durch die Straßen.
Es ist wie eine Demonstration, Demonstration (von lateinisch demonstrare, zeigen, hinweisen, nachweisen,)
Aber allein durch mein Mitgehen, zeige ich mich als Christ als Christin in der Öffentlichkeit und bekenne mich zu Jesus Christus.
Ich bekenne mich zu dem, der für uns gelebt hat und sein Leben bis zum Letzten für uns eingesetzt hat. Dessen Leben ganz davon bestimmt war, uns Wege zu einem guten Leben zu zeigen. Und das geteilte Brot wird in der Feier des Mahles zum Zeichen seiner Gegenwart und des geteilten Lebens.
Jesus wählt als Ausdruck seiner bleibenden Gegenwart das Brot. Es ist nichts Besonderes, nichts Kostbares, kein Gold oder Schmuck, kein Bild, sondern das geteilte Brot und ein Becher Wein. Lebensmittel.
Grundnahrungsmittel will er für uns sein, wie Brot, damit wir sein Leben nicht aus dem Blick verlieren.
Wenn Jesu Leben für uns gelebt wurde, und nicht nur für uns, sondern für alle, wir haben es letzten Sonntag gehört, „….Geht zu allen Völkern und verkündet ihnen die frohe Botschaft…“, dann liegt es im Wesen der Eucharistiefeier, mit dem oft schwierigen Alltag der Menschen in Verbindung und in Berührung zu sein. Dort, wo Menschen ihre Wohnung nicht bezahlen können, dort, wo Ehen und Partnerschaften scheitern, dort, wo die Sorge um die Kinder oder um den kranken Partner groß ist, oder die Pflege eines Angehörigen fast die Kräfte übersteigt.
Deshalb gehen wir heute ausdrücklich hinaus, mitten unter die Menschen in der Pernau, um sie zu segnen und mit ihnen unsere Hoffnung zu teilen.
Als Glaubensgemeinschaft zeigen wir ihnen das Brot des Lebens.
Nicht weil es uns satt machen würde im leiblichen Sinn, sondern weil es unserer Hoffnung und Sehnsucht nach einem tiefen Sinn des Lebens Nahrung gibt.
Wir gehen nicht hinaus, um arrogant die wunderschöne Monstranz zu präsentieren, sondern wir wollen mit unserem Lebenszeugnis, mit unserer Freude und Begeisterung Wegweiser und Einladende für Suchende sein, so hat es der PGR in den Visionen für unsere Pfarre formuliert.
Nur durch unseren Glauben und unser Leben mitten in der Welt können Brot und Wein der Eucharistie für alle zum „Lebensmittel“ werden.