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So. 17.01.21

Mit aufmerksamen Blicken begegnen

Predigt vom 17.01.2021 von Andreas Hasibeder
Andreas Hasibeder

Joh 1,35-42

Liebe Pfarrgemeinde, liebe Mitchristen!

Manchmal fällt es uns schwer, jemanden im Gespräch anzuschauen, ihm oder ihr in die Augen zu blicken. Das kann unterschiedliche Ursachen haben. Weil ich unsicher bin, weil ich mich schäme, weil ich den Blick des anderen fürchte, weil ich unkonzentriert und abgelenkt bin oder weil mich mein Gegenüber einfach nicht interessiert, oder aber zu sehr interessiert, das soll es ja auch geben.

Der Blick oder eben Nichtblick sagt einiges über unsere Beziehung zum Gegenüber aus. Wie ich jemanden anschaue oder nicht anschaue, verrät viel über uns, über die innere Haltung und Befindlichkeit.
Zu Kindern muss man oft sehr klar und deutlich sagen, bevor man ihnen etwas Wichtiges mitteilen kann: schau mich an! Und erst wenn mich das Kind anschaut, ist es aufnahmebereit, dann hört es zu.
Es gibt funkelnde Augen, müde Augen, traurige Augen, hasserfüllte oder liebende Augen. Ein Blick kann scharf oder mild sein, gestochen oder sanft. Der Blick verrät uns, besser gesagt, am Blick kann man uns erkennen und können wir die anderen erkennen.
Der Blick weckt oder dämpft unsere Aufmerksamkeit.
In der Regel passiert dieses Sehen ganz unbewusst, es wird auch nicht darüber gesprochen, sondern wir reagieren darauf mit unserem Verhalten.

Um das Sehen und Anblicken geht es auch im heutigen Evangelium.
Nicht vordergründig, aber das, was da an Erkenntnissen passiert, hat wesentlich mit dem aufmerksamen Blick zu tun, ergänzt durch das aufmerksame Hören und das deutende Wort, wie es auch in der ersten Lesung, der Berufung den jungen Samuel, erzählt wird.
Johannes, der Evangelist, beschreibt das in sehr einfühlsamer Weise in diesem Text. Der Blick bereitet das Wort vor, der Blick lenkt unsere Aufmerksamkeit auf eine Person, die jetzt wichtig ist, die angesprochen werden soll, der etwas Wichtiges gesagt wird, bzw. über die etwas Wichtiges gesagt wird.

Wir haben es gehört:
In jener Zeit stand Johannes wieder am Jordan, wo er taufte,
und zwei seiner Jünger standen bei ihm.
Als Jesus vorüberging, richtete Johannes seinen Blick auf ihn
und sagte: Seht, das Lamm Gottes!
Die beiden Jünger hörten, was er sagte, und folgten Jesus.

Den Blick auf Jesus richten heißt in der biblischen Sprache, ihn aufmerksam wahrnehmen und erkennen. Ihn erkennen in seinem Wesen, seiner ganzen Person. Nicht nur ihn äußerlich sehen, sondern vor allem innerlich erkennen.
Johannes erkennt durch seinen aufmerksamen Blick Jesus als das Lamm Gottes, den Messias, weist auf ihn hin und kann die beiden Jünger damit überzeugen.
Jesus selber tut interessanterweise nichts, er geht nur vorüber!

Auch die beiden Jünger werden den Blick neugierig und aufmerksam auf Jesus gerichtet haben, stelle ich mir vor und auch sie erkennen ihn. Und das bewirkt, dass sie ihm neugierig folgen.

Jesus aber wandte sich um, und als er sah, dass sie ihm folgten, sagte er zu ihnen: Was sucht ihr?
Sie sagten zu ihm: Rabbi - das heißt übersetzt: Meister - , wo wohnst du?
Er sagte zu ihnen: Kommt und seht!
Sie gehen mit ihm und bleiben bei ihm.
Nächsten Tag treffen sie Simon, den Bruder des Andreas, er war einer der beiden, die dem Wort des Johannes gefolgt waren und bringen ihn zu Jesus.
Vermutlich waren sie von Jesus so angetan, dass sie ihn Simon unbedingt vorstellen wollten, sie waren überzeugt, den Messias, den Gesalbten, den Erlöser, gefunden zu haben.
Und wieder: Jesus blickte ihn an und sagte: Du bist Simon, der Sohn des Johannes, du sollst Kephas heißen, das bedeutet: Petrus, Fels.
In der Sprache des Evangelisten erkennt Jesus Simon durch seinen Blick und aus Simon wird Petrus und zeitlebens ein Streiter für das Evangelium.

Aufmerksame Blicke sind es, die in dieser Perikope eine wichtige Rolle spielen, begleitet von wichtigen deutenden Worten.
Zuerst werden auch wir durch den Blick des Johannes auf den Erlöser und Heiland hingewiesen: seht das Lamm Gottes, ist auch an uns gerichtet. Wie reagiere ich darauf? Werde ich neugierig, wo er wohnt, wie er lebt, was er tut, wer er ist, in seinem innersten Wesen? Oder schaue ich ihm nach, wie er weiterzieht und lasse mich nicht weiter stören?
Der zweite Blick verändert einen Menschen und gibt seinem Leben eine neue Richtung. Jesus blickt Simon an und aus Simon wird Petrus, der Felsen, der durch seine Standhaftigkeit, seinen Glauben, seine Hoffnung und sein Gottvertrauen die erste Christengemeinde wesentlich prägen sollte.
Nicht sofort geschieht diese Veränderung, aber im Laufe der Zeit, weil ihn dieser Blick im Innersten getroffen hat.

Ich kann mich fragen, was mit mir geschieht, wenn mich der Blick Jesu trifft. Der Blick, der mein Innerstes erkennt und vor dem ich mich nicht verstecken brauche.
Es ist der Blick der Hoffnung und des Friedens.
Es ist der Blick, der mir durch jeden armen und verzweifelten Menschen begegnet, der meine Hilfe braucht.
Werde ich diesen Blicken standhalten?

Liebe Mitchristen,
das heutige Evangelium will uns ermutigen, einerseits mich dem liebenden Blick Jesu auszusetzen, aber auch den Menschen mit aufmerksamen Blick zu begegnen.

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