Sternsinger, der Klimawandel und eine globale Herausforderung (DKA Linz)
Liebe Pfarrgemeinde!
Die Sterndeuter haben sich auf einen langen und beschwerlichen Weg gemacht, um einen neugeborenen König zu suchen. Es war eine Reise ins Ungewisse. Sie wussten nicht genau, wo sie ihn finden würden und suchten daher, kaum verwunderlich, zuerst im prächtigen Palast des Königs. Doch das Heil der Welt, den neugeborenen König der Juden, sollten sie erst in einem kleinen Stall finden. So wie damals beginnt auch heute das Gute oft in kleinen, manchmal unscheinbaren Dingen.
Seit vielen Jahren machen sich die Sternsinger/innen in Erinnerung an die Heiligen Drei Könige auf, um den weihnachtlichen Segen in die Häuser zu bringen und Spenden zu sammeln.
Heuer war es in unserer Pfarre anders.
Durch das strenge Hygienekonzept war die Durchführung nicht möglich.
Sie können aber trotzdem, oder gerade deswegen die heurige Aktion unterstützen. In viele Häuser wurden die Spendenunterlagen gebracht und auch in der Kirche kann man den Infofolder, den Erlagschein und den Türaufkleber abholen.
Mit den gesammelten Spenden wird in rund 500 Projekten in Afrika, Asien und Lateinamerika viel Gutes getan.
Die heurigen Beispielprojekte unterstützen Menschen in Süd-Indien. Der Klimawandel wird dort zur Klimakatastrophe, weil sich die ohnehin schlechte Versorgung mit Nahrung weiter dramatisch verschlechtert. Extreme Dürrephasen führen zu Missernten und Hunger. Stürme und Starkregen bringen Zerstörung.
Besonders Kinder und schwangere Frauen leiden unter Mangelernährung. Die Corona-Krise hat das Überleben noch schwieriger gemacht.
Die Partnerorganisationen der Dreikönigsaktion unterstützen die Bauernfamilien beim Überleben auf ihrem Land. In erster Linie geht es darum, die Nahrung zu sichern. Neue Methoden des Biolandbaus haben drei Vorteile. Erstens entstehen den Bauernfamilien weniger Kosten, weil sie Chemie-Dünger und Pestizide nicht mehr teuer kaufen, sondern biologisch selbst herstellen.
Außerdem bekommen sie am Markt einen besseren Preis für Bioprodukte und die eigene Ernährung ist auch besser. Auch mit dem Anlegen von Gemüsegärten hat sich die Gesundheit der Familien stark verbessert. Und das hat wieder die positive Auswirkung, dass die Kinder gesünder sind, sie gut lernen können und mit dem Schulabschluss eine bessere Zukunft haben.
Ein Tipp: Infos zu den engagierten Sternsingerprojekten kann man auf www.sternsingen.at nachlesen und -schauen.
Der Klimawandel ist eine globale Herausforderung, dessen negative Auswirkungen oft jene Menschen am meisten treffen, die am verletzlichsten sind und sich nicht wehren können. Um diese Menschen zu unterstützen, ist unser solidarisches Handeln notwendig. Aber wir müssen nicht nur unsere Geldbörsen öffnen und spenden, sondern auch unser eigenes klimaschädliches Verhalten überdenken und ändern. Nur durch das ZUSAMMENHALTEN
können wir die Welt FAIR-WANDELN.
Quelle: Kath. Jungschar, DKA