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So. 06.12.20

"Eine Stimme ruft in der Wüste!"

Predigt vom 06.12.2020 von Johann Bräuer
Johann Bräuer

Mk 1,1-8

Liebe Schwestern und Brüder, liebe Mitfeiernde zu Hause!
"Es kommt mir vor, wie wenn wir alle in die Wüste geschickt wurden." - hat mir jemand gesagt.
Und ich kann dieses Gefühl verstehen, ich kenne es auch: ohne soziale Kontakte, zurückgezogen, viele allein, in den zu eng werdenden 4 Wänden.
Und wenn man einmal draußen ist, dann Vorsicht, Abstand halten, Maske tragen! - Das drückt auf die Seele und macht einsam - "wie in der Wüste."

In unserer Bibel spielt die Wüste eine ganz wichtige Rolle. Wesentliche Ereignisse spielen sich "in der Wüste". Ab. Von der "Wüste" ist auch heute in der Lesung und im Evangelium die Rede.
Die "Wüste" ist ein besonderer Ort.
Unheimlich kann er sein, dieser Ort, voller Gefahren.
Ein Ort der Prüfung und der Versuchung. Auch ein Ort der Umkehr, der Reinigung und des Neubeginns.
Die Wüste kann auch ein "heiliger Ort" sein, ein Ort tiefer Selbsterfahrung, ein Ort innigster "Gotteserfahrung".

"Eine Stimme ruft in der Wüste": -
Wir wissen: Johannes der Täufer ist gemeint.
Eine wichtige Gestalt im Advent - und überhaupt:
"Kehrt um!" "Ändert euch!"- redet er den Menschen ins Gewissen. "Bereitet dem Herrn den Weg!"

Und diese Stimme wird gehört:
"Sie machen sich auf", sie gehen hinaus - in die Wüste".
"Ganz Judäa und alle Einwohner Jerusalems" wird gesagt. Das sind auffallend viele!
Ich frage mich: Was hat die Menschen bewogen, hinauszugehen, in die Wüste? Nur Neugier, oder Sensationslust?
Es muss wohl mehr gewesen sein. Eine Ahnung, eine Sehnsucht wahrscheinlich, nach Veränderung, nach einem Aufbruch in eine neue Zeit, von der die Propheten immer gesprochen haben. "Macht euch bereit!" - "Bereitet den Weg!" -
"Ist es jetzt soweit?" - Sie "brechen auf" aus den engen Grenzen, aus festgefahrenen Denkweisen, aus liebgewordenen Traditionen.
Es kommt etwas in Bewegung.
Sie verlassen die "Komfortzone". "Sie gehen hinaus", weg von dem Bisherigen, sie wagen sich in eine ungewohnte "Weite"; getrieben von der Erwartung.
"Ich taufe euch nur mit Wasser", aber nach mir kommt einer, er wird euch mit dem Heiligen Geist taufen." sagt Johannes
Und er ist schon mittendrin in dieser Menge, der eine. Es ist Jesus. Er reiht sich ein in diese "Aufbruchsbewegung".
Wie viele andere lässt er sich taufen von Johannes.
Und wir wissen, was diese Taufe in Jesus bewirkt hat.
Es treibt ihn in die Wüste. 40 Tage lang bleibt er in der Wüste, um sich klar zu werden über seine Berufung und seinen Weg, den er dann geht. Auf dem er uns mitnehmen möchte: "Kommt folgt mir nach!"

Ein arabisches Sprichwort sagt:
"Wer in die Wüste geht, kommt als anderer zurück." -
"Wie in der Wüste..."- ist es nicht eine passende Beschreibung für das Gefühl, das viele Menschen in dieser Krise bedrückt?
Meine Frage ist: Was macht diese "Wüstenzeit" mit uns: Verändert sie uns? Werden wir als "andere" zurückkommen, aus dieser Wüste? -

Ich wünsche allen, die jetzt krank sind, dass sie durchhalten, dass sie gute Betreuung finden und bald wieder gesund werden.
Ich hoffe, dass wir die Kraft und die Ausdauer haben, weiterhin "aufeinander zu schauen". Dass wir unsere Verantwortung füreinander ernst nehmen. Dass wir einander schützen. Ich hoffe sehr, dass wir diese Krise bald in den Griff bekommen.
Das ist wohl zunächst das Wichtigste.

Ich wünsche mir aber auch, dass wir lernen aus dieser Krise, dass sie uns verändert.
Ich habe das Gefühl, dass nicht wenige Menschen wollen, dass sich etwas verändert:
in unserer Lebenseinstellung, in unserem Verhalten, in unserem Wirtschaften, in unserem Umgang miteinander und unserem Lebensraum Erde.
Ich wünsche mir, dass wir "aufbrechen" und "ausbrechen" aus unserer Sattheit und Gleichgültigkeit, dass wir Irrwege als solche erkennen und "umkehren", dass wir notwendige Veränderungen nicht nur zulassen, sondern aktiv gestalten.
Ich habe den Eindruck, viele Menschen sind nachdenklich geworden und fragen sich: wollen wir wirklich nichts anderes, als möglichst schnell zurückzukehren in die "alte Normalität"?
Oder wollen wir, dass sich etwas ändert? Durch uns und in uns. Ich glaube viele haben Sehnsucht danach, viele wären bereit dazu. Das spürt man auch.

Wir sind mitten im "Advent".
Vielleicht ist es gerade der heurige Advent, der uns offener macht und empfänglichr für das Wunder der Heiligen Nacht?
Vielleicht ist es gerade dieser Advent, der uns ermöglicht, dem näher zu kommen, was sich eigentlich in Bethlehem ereignet hat, das zumindest zu erahnen, was da "zur Welt gekommen ist" - mitten in der Nacht, draußen in einem Stall.
"Gott ist mit uns. Er ist Mensch geworden. Er lebt unser Leben. - Das ist doch Grund genug, dass wir sagen können: "Lasst uns dem Leben trauen, weil wir es nicht allein zu leben haben, weil Gott es mit uns lebt."
(Alfred Delp 1945 - erhängt im KZ)

"Wer in die Wüste geht, kommt als anderer zurück."
Vielleicht werden wir einmal zurückblicken auf diesen heurigen "Advent" und werden sagen:
Ja, wir waren in die Wüste geraten" - und sind -Gott sei Dank - "als andere zurückgekommen."
Amen.

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