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So. 22.11.20

Ich, ich selber werde meine Schafe weiden lassen

Ansprache vom 22.11.2020 von Margot Brucker
Margot Brucker

Ez 34,11-22, Mt 25,31-46

Liebe Menschen, die ihr, zwar in körperlicher Distanz, aber in psychischer Verbundenheit mit uns diesen Gottesdienst feiert. Liebe Jugendliche und Jungscharkinder, die ihr heute leider nicht wie geplant hier sein könnt.
Ich finde das Zusammenspiel von Lesung und Evangelium heute besonders interessant und spannend.
In der Lesung macht Gott uns eine wohltuende Zusage:
Ich, ich selber werde meine Schafe weiden lassen...
...
Die verloren gegangenen Tiere will ich suchen,
die vertriebenen zurückbringen,
die verletzten verbinden,
die schwachen kräftigen,
...
Ich will ihr Hirt sein
und für sie sorgen, wie es recht ist.
In diesen Zeiten der Pandemie fühlen sich wohl Viele als verloren Gegangene.
Die alleinstehenden Menschen, die, zurückgeworfen auf ihre eigenen vier Wände, wie wir alle physische Kontakte vermeiden sollen und so noch mehr mit dem Alleinsein konfrontiert sind.
Die Schwerkranken und Sterbenden, die ihre letzten Stunden fast in Isolation verbringen mussten und zum Teil wieder müssen.
Alte Menschen in Heimen, die kaum Besuch empfangen können. Wer sagt, dass ihre Angst vorm Sterben größer ist als die Angst vorm Alleinsein?
Die Menschen mit Depressionen oder auch Demenz, deren Erkrankungen von einer solchen Reizreduktion, wie sie die Folge eines Lockdowns ist, meist verstärkt werden.
Die Kinder, die den Wechsel von Präsenzunterricht und Homeschooling nicht gut verkraften. Es gibt viele verloren Gegangene in unserer heutigen Zeit.
Und es gibt Vertriebene - Menschen, die aus Armut und Krieg flüchten, zu uns oder in andere reiche Länder, in der Hoffnung auf ein besseres Leben. Und auch von hier teilweise wieder vertrieben werden.
Die Verletzten - Verletzungen kennen wir alle. Körperliche Verletzungen. Seelische Verletzungen, Enttäuschungen.
Die Schwachen - das Gefühl der Schwäche ist uns bekannt. Körperlich geschwächt durch eine Erkrankung. Psychisch geschwächt durch belastende Situationen. Sozial geschwächt durch das Gefühl, nicht mitsprechen und entscheiden zu können.
Wenn Gott sagt, Er, ja, ER wolle sorgen für diese Verloren Gegangenen, die Vertriebenen, die Verletzten, die Schwachen, spricht er uns alle an. Wie es heißt in dem bekannten Psalm 23 "Der Herr ist mein Hirte, nichts wird mir fehlen". Denken wir daran, in diesen Zeiten. Lassen wir uns behüten, lassen wir uns heilen, lassen wir uns stärken. Dazu möchte uns die Lesung aus dem Buch Ezechiel ermutigen.
Das Evangelium fordert dann plötzlich einen Perspektivenwechsel. Christus der König lobt die Gerechten:
"Denn ich war hungrig
und ihr habt mir zu essen gegeben;
...
ich war fremd
und ihr habt mich aufgenommen;"
...
Jesus fordert uns in radikaler Weise auf, für Andere da zu sein, indem er behauptet, selbst in diesen Anderen, diesen Bedürftigen, Hungrigen und Durstigen, Kranken und Fremden zu leben. Er, der Christkönig, sagt: ICH war durstig. ICH war krank. - und später bestätigt er: "Was ihr für einen meiner geringsten Brüder getan habt,
das habt ihr mir getan."
Dass diese beiden Bibelstellen, die Lesung, in der Gott unser Hirte ist, und das Evangelium, in dem wir aufgerufen werden, uns um unsere Mitmenschen zu kümmern, heute miteinander verbunden werden, sehe ich als Aufruf an uns, uns in Menschlichkeit zu üben.
Menschlich zu sein bedeutet, fähig zu sein, diesen Perspektivenwechsel immer wieder vollziehen zu können. Immer wieder uns einfühlen zu können in die Situation von Menschen, die auf der Strecke geblieben sind. Ja, vielleicht tun wir das ja auch immer wieder. Doch keimt in uns nicht manchmal in der Begegnung mit Notleidenden auch ein Urteil auf? Das Urteil, dass es einem selbst nicht passieren könne, in die Armut oder in die Depression zu schlittern?
Ja, ich kenne diese Gedanken. Und sie machen mir Angst. Durch sie merke ich, dass ich oft nicht mehr fähig bin, mich vorurteilsfrei in eine andere Person einzufühlen. Ich sage "nicht mehr", da ich glaube, dass ich es als Kind konnte.
Kinder können innerhalb weniger Sekunden wechseln zwischen Umsorgen und Umsorgt Werden. So sind sie erst Puppenmama /-papa, im nächsten Moment brauchen sie selbst die Elternliebe, wollen sich geborgen fühlen. Kinder wenden sich den Menschen zu, die Hilfe brauchen, die traurig oder krank sind. Wie berührt war ich in diesen Momenten, in denen ich vor einem unserer Kinder traurig war, und es mich sofort umarmte, obwohl es eine Minute zuvor selbst noch weinend in meinen Armen lag.
Kinder wechseln im Leben wie im Spiel ihre Rollen. Wir Erwachsene aber verharren oft in unseren Rollen der Starken und Beurteilenden. Und laufen Gefahr ein Stück der Fähigkeit zur wahren Anteilnahme zu verlieren.
Der Christkönigssonntag, den wir heute feiern, ist traditionsgemäß ein Sonntag, an dem Jugend- und Kindermessen stattfinden. So wäre es auch heute gewesen, wäre da nicht diese Pandemie, die uns zum Lockdown und zum Verschieben der Jungscharmesse gezwungen hat. Gerade deswegen möchten wir heute ganz besonders die jungen Menschen hereinholen in diesen Gottesdienst. Wir können die jungen Menschen als unsere Vorbilder sehen in der unvoreingenommenen Begegnung mit anderen Menschen. Und wir können uns vornehmen, uns von den Fragen unserer Kinder beeindrucken, bewegen zu lassen
"Mama, warum sitzt dieser Mann auf der Straße und bettelt um Geld?" "Papa, diese Menschen da sprechen eine andere Sprache und ziehen sich ganz anders an. Warum machen sie das?"
Vielleicht sind es genau diese Fragen, die dem leidenden Mitmenschen unsere Zuwendung zeigen.
Den Trauernden könnten wir fragen, was er am verlorenen Menschen vermisst, was er erzählen möchte. Wie viele Trauernde beklagen doch, so selten auf ihr Leid angesprochen zu werden. Die Kranke könnten wir fragen, was sie schmerzt und was ev. Linderung verschaffen kann. Den Hungrigen könnten wir fragen, auf was er Hunger hat. Die Fremde könnten wir fragen, warum sie sich hier fremd fühlt und wie sie sich Heimat vorstellt.
Ich glaube, wir sollten niemals aufhören, uns anderen Menschen zuzuwenden. So wie die Kinder, die am Leid nicht einfach vorbeigehen können.
Danke, an euch, liebe junge Menschen, dass ihr uns mit euren Fragen zum Nachdenken bringt und ihr uns mit euren Idealen und Träumen Hoffnung auf mehr Gerechtigkeit macht!
Jung und Alt, lasst uns hier und jetzt zusammen die Hoffnung feiern.
Amen.

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