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Inhalt:
So. 08.11.20

Aufmerksamkeit auf die Wachsamkeit

Predigt vom 08.11.2020 von Andreas Hasibeder
Andreas Hasibeder

Mt 25,1-13

Liebe Pfarrgemeinde!

Die letzten Evangelien des Kirchenjahres lenken unsere Aufmerksamkeit auf die Wachsamkeit, auch im Blick auf unser ganz konkretes Lebensende, aber nicht nur.
Was dabei auffällig ist, dass es dabei nicht um Schnelligkeit und Hektik geht, möglichst viele Gutpunkte im Leben anzusammeln, sondern es geht vielmehr um Klugheit, Ausdauer und Geduld.
Es geht darum, die Lampen, um im Bild der zehn Jungfrauen zu bleiben, gut mit Öl zu versorgen, also vorauszudenken und in Geduld und Bedacht das meine zu tun, denn Christus kommt mir von sich aus entgegen, ohne meine Anstrengung und Leistung.
So verstandenes christliches Leben ist damit kein hektisches Streben nach immer mehr und schon gar kein Marathongebet, im Sinne von, wenn ich mich nur genug anstrenge, werde ich glücklich, zufrieden und in den Himmel kommen.
Diese Haltung bewirkt oft genau das Gegenteil von Zufriedenheit, denn sie befeuert die innere Unruhe und die krankmachende Hektik.

Es geht um die Haltung der Wachsamkeit, um Aufmerksamkeit, könnte man auch sagen.
Was bedeutet das?
In diesem Zusammenhang kann uns vielleicht eine chassidische Geschichte weiterhelfen:
Ein junger Mann kommt zu einem Rabbi mit der Frage: "Was kann ich tun, um die Welt zu retten?" Der weise alte Mann antwortet ihm: "So viel du dazu beitragen kannst, dass morgens die Sonne aufgeht." "Aber", so der junge Mann, "was nützen denn all meine Gebete und guten Taten, mein ganzes Engagement?" Darauf der Rabbi: "Das alles hilft dir, wach zu sein, wenn die Sonne aufgeht."
"Was muss ich tun, um die Welt zu retten", möchte ich übersetzen mit, ohne mich geht alles den Bach hinunter, ich bin für alles verantwortlich. Aber, so lehrt uns diese Geschichte, es sind nicht wir, die die Sonne aufgehen lassen, aber wir sind dafür verantwortlich, dass wir uns ihrem Licht mit wachem Herzen öffnen und sich ihrer erfreuen. Das macht einen großen Unterschied und macht gelassener.
Auf die gebotene Wachsamkeit übertragen kann das heißen, dass wir wach, aufmerksam und bereit sein sollen, wenn es darum geht, das Richtige zu tun und zu sagen und dabei nicht müde werden, an das Gute im Menschen und in der Welt zu glauben und die Hoffnung nicht zu verlieren.

Gerade jetzt, in dieser unruhigen Zeit nach dem Attentat in Wien, inmitten des Lockdown, im Wirrwarr um die Präsidentenwahl in den USA und der ständig steigenden Covid 19 Infektionen in Österreich und ganz Europa sind wir gefährdet, die Hoffnung in ein gutes und gelungenes Leben zu verlieren.
Da kann es auch helfen, sich nicht jeden Tag die Schreckensmeldungen anzusehen oder anzuhören und sich auf das zu konzentrieren, was ich ganz konkret für mich und in meiner kleinen Umgebung tun kann.

Was bedeutet diese wache Bereitschaft im Evangelium ganz konkret:
Es heißt schon jetzt bewusst und achtsam zu leben und zwar in mehrerer Hinsicht.
Einmal, die Augen des Herzens offen zu halten für die Menschen, denen ich heute begegne. Den Blick von mir weg auf andere zu richten und mich bewusst für sie zu interessieren. Indem ich nachfrage und ihnen mit großer Aufmerksamkeit und großem Respekt gegenübertrete.
Das heißt auch, mich zu bemühen, die Sichtweise des/der anderen zu verstehen, des Nachbarn, des Kollegen, des Politikers.
Deshalb muss ich diese nicht gutheißen.
Wachsam zu leben heißt auch, offen zu bleiben für neue Erfahrungen und meine Standpunkte immer wieder kritisch zu hinterfragen, denn niemand besitzt die ganze Wahrheit und wir können alle voneinander lernen.
Wachsam zu leben bedeutet auch wahrzunehmen, welche Talente und Fähigkeiten Gott in mich hineingelegt hat, diese zu nutzen und auch auszubauen. Immer mit der gebotenen Geduld und Ausdauer.
Schließlich heißt ein wachsames Leben zu führen, auf das Gebet nicht zu vergessen. In Kontakt zu bleiben mit der göttlichen Mitte in mir und unserem göttlichen Vater, unserer göttlichen Mutter im Himmel. Auch das erfordert immer wieder Ausdauer und Geduld und ist in unserer multimedialen Welt notwendiger denn je. Weil es der Entschleunigung dient, weil es mir zur inneren Ruhe verhilft und mir bewusst macht, dass nicht ich es bin, der die Sonne aufgehen lässt. Das Gebet hilft mir, die Wichtigkeiten zu ordnen.

Liebe Mitchristen,
ich wünsche ihnen die notwendige Geduld, Ausdauer und Klugheit, ein wachsames und aufmerksames Leben zu gestalten. Nicht nur im Hinblick auf das Ende, sondern vor allem im Hinblick auf das Hier und Heute. Und ich wünsche ihnen genügend Zeiten für das Gebet, um ihre Wichtigkeiten zu ordnen.
Amen.

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