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So. 25.10.20

Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit ganzem Herzen

Ansprache vom 25.10.2020 von Helga Wieser
Helga Wieser

Den letzten Film und der einzige, den ich heuer ich im Kino gesehen habe war im Februar der Film vom österreichischen Filmemacher Erwin Wagenhofer "BUT BEAUTIFUL".

In diesem Film werden Menschen vorgestellt und ihrem Alltag begleitet, die besondere Wege gehen zum Schutz der Umwelt oder aus Liebe zu den Menschen. Da wird berichtet von einem Ehepaar das auf La Palma ein Ödland mit enormen Aufwand in fruchtbares Land verwandelt, von einem Mann der in Indien ein Bildungs-programm für Frauen ins Leben gerufen hat. Dazwischen gibt es Musik und Interviews mit Künstlern, die sich Gedanken über ein bessere Welt machen. Zusammengefasst: Der Film berichtet über das Schöne und Gute auf der Welt.

Einer der Personen im Film ist der Dalai Lama, das Oberhaupt des tibetischen Buddhismus.
In einem Interview im Film sagt er sinngemäß, dass die Lösung für viele Probleme der Welt "die Liebe" ist.

Im Anschluss diskutierten wir über den Film und ein Freund von mir meinte: Mein Gott, wie naiv der Dalai Lama mit seiner Aussage über Liebe war - richtig peinlich!

Ich habe mir dann gedacht: Nein - nicht naiv. Liebe ist nicht naiv und schon gar nicht peinlich!
Vielleicht haben wir die Liebe oder besser gesagt das Wesen der Liebe zu sehr aus unserem öffentlichen Leben ausgesperrt. Die Werte der Liebe, gegenseitige Achtung und Rücksichtnahme sind doch allgemein gültige Werte. Egal ob im zwischenmenschlichen Bereich oder im öffentlichen Leben von Politik und Wirtschaft.

Mit komplizierten Lösungen versuchen wir seit Jahrhunderten unser öffentliches Zusammenleben im Land, zwischen den Völkern und Kontinenten zu regulieren. Da gibt es Abkommen, die gebrochen werden, Verträge, die umgestoßen werden, Konferenzen, wo man sich um Formulierungen streitet. Ich will nicht sagen, dass das sinnlos ist - Reden ist immer besser als nicht zu Kommunizieren.
Aber manchmal vermisse ich schon richtige Aktionen, so dass auch was Weitergeht.
Vielleich brauchen wir jetzt einmal einfachere Antworten für die vielen Probleme rund um unseren Erdball.
Und bei näherer Betrachtung ist diese naive Antwort "die Liebe" alles andere als einfach.

Liebe geht doch sooft schief, wird falsch verstanden und gerade aus "Liebe" passieren so viele Unglücke und Verbrechen.
Da gibt es Männer und Frauen, die mit Ihrer Liebe eifersüchtig den Partner kontrollieren und überwachen.
Da gibt es Eltern, die Ihre Kinder mit Ihrer übervorsorglichen Liebe zu wenig Platz zum Entfalten geben.
Da gibt es die falsche Liebe, die nur darauf abzielt den anderen auszunutzen und einen Vorteil zu haben.
Da gibt es die unerwiderte Liebe, die sich ins Gegenteil verkehrt.
Also alles andere als einfach zur Problemlösung.

Im 1. Brief des Apostel Paulus an die Korinther beschreibt der Apostel einen UBERRAGENDEN Weg, einen Weg der alles übersteigt: Da ist die Rede von der Liebe, die langmütig ist, und gütig. Die sich nicht aufbläht und nicht nachtragend ist. Da ist die Rede von Liebe, die alles erträgt und allem Stand hält.

Das Idealbild der Liebe.
Dieses Idealbild hält im Alltag von uns Menschen nicht lange stand. Dazu sind wir Menschen zu schwach, zu unsicher, zu wenig konsequent und unsere eigenen Wünsche und Vorstellungen drängen sich immer wieder in den Vordergrund und dazwischen.

Jesus Christus, der Mensch gewordene Gottessohn hat uns vorgelebt, wie Liebe gelebt werden kann. Jesus ist bei all seinen Begegnungen liebevoll mit seinem Gegenüber umgegangen, ohne Ausnahme, egal wer sein Gegenüber war. Er ist auf die Menschen zugegangen und hat Alle, jede Frau und jeden Mann angenommen.
Wir Menschen schaffen das nicht, wir sind zu sehr getrieben von Bedürfnissen nach Anerkennung, Macht, Besitz und Ehrgeiz.

Wie können wir das Gebot, das wir im heutigen Evangelium gehört haben besser umsetzen?
Wie können wir lernen "Gott zu lieben mit ganzem Herzen, mit ganzer Seele und mit all unseren Gedanken" und "den Nächsten lieben wie uns selbst"?

Jesus hat in seiner Rede die Wichtigkeit dieses Gebotes noch unterstrichen: An diesen beiden Geboten hängt das ganze Gesetz samt den Propheten.

Das ist es doch wert, dass wir uns besonders darum bemühen.

Liebe ist für viele Menschen eine "Himmelsmacht", die uns trifft wie aus heiterem Himmel.
Das mag stimmen für die erste Verliebtheit und die Anfänge einer Liebesbeziehung. Aber das hat keinen Bestand - wenn wir unsere gegenseitige Liebe nicht pflegen und hegen.
Ebenso dürfen wir unsere Gottesbeziehung nicht vernachlässigen.

Fehlt es uns in unseren Beziehungen und im Umgang mit einander an Achtsamkeit?
Im Duden ist als Definition für Achtsamkeit zu lesen:
"die innere Einstellung und Bereitschaft, das wahrzunehmen, was einem begegnet"

Können wir dem für unsere Begegnungen mit Menschen, für unser tägliches Miteinander zustimmen?
Nehmen wir unser Gegenüber wirklich immer bewusst wahr?
Sind wir bereit, das was unser Gegenüber sagt und tut, auch wirklich wahrzunehmen und anzunehmen?
Oder sind wir nicht recht oft abgelenkt und hören wir gar nicht richtig zu, hören wir nicht richtig hin?

Wenn wir achtsam miteinander umgehen, dann merken wir, was der andere braucht; wie es dem anderen wirklich geht.
Wenn wir Acht geben auf den Anderen, auf seine Wünsche und seine Bedürfnisse, dann bleiben wir in Verbindung, dann verlieren wir uns nicht aus den Augen.
Wenn wir unserem Mitmenschen Beachtung schenken, dann entdecken wir vielleicht neue Seiten an ihm, dann lernen wir voneinander.
Wenn wir mit Wertschätzung unserem Gegenüber begegnen, dann erleben wir echte Beziehung, von der beide Seiten profitieren.

Das gleiche gilt für unsere Gottesbeziehung:
Wenn ich beim Gottesdienst, beim Lesen der Bibel oder bei einem Besuch in der Kirche während des Tages die innere Einstellung mitbringe "Gott, ich bin jetzt da, ich höre Deine Worte, ich bin offen für Dein Wirken" dann werde ich mit Gott in Verbindung treten.

Wenn ich seinen Worten Beachtung schenke, dann wird sich in mir etwas verwandeln. Dann kann ich nicht gleichgültig bleiben und unbeteiligt, wenn Unrecht geschieht und Missstände auftauchen.

Wenn ich den Wert seiner Botschaft schätze, dann werde ich mehr und mehr danach streben, dass seine Botschaft von der Liebe nicht ungehört und unerwidert bleibt.

Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit ganzem Herzen, mit ganzer Seele und mit all deinen Gedanken. Das ist das wichtigste und erste Gebot.
Ebenso wichtig ist das zweite: Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst.

Nehmen wir diese Botschaft ernst.
Und freuen wir uns, dass Gott uns liebt und uns seinem Sohn gleichgestellt hat. Dass er uns befähigt hat, es ihm gleich zu tun.
Üben wir uns im guten und liebevollen Umgang miteinander.
Nehmen wir das Geschenk der Liebe von Gott an und geben wir es weiter an unsere Nächsten.

Amen.

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