Jugend-Wanderung auf die Bräumauer und das Meisenkögerl
Die Gespräche im Zug waren schon angeregt und die hohe Motivation unserer Gruppe spürbar. Dass die Sonne bereits die Berge beleuchtete, machte so manches Augenfunkeln erkennbar. In Scharnstein angekommen marschierten wir Richtung Tießenbachtal los. Das Meisenkögerl ist ein kleiner, aber lohnender Berg in Scharnstein, der zahlreiche Aufstiegsmöglichkeiten aufweist. Unsere Pfarrjugend ist recht bergaffin und zeigte sich motiviert, einen der schwierigeren Wege zu wählen. Also wanderten wir am Grat der Bräumauer entlang – die Bräumauer ist von Scharnstein aus beim Blick Richtung Osten eine gut sichtbare Wand links vom Tießenbachtal – schrieben uns bei kurzer Pause am Bräumauer-Gipfel ins Gipfelbüchlein ein und stiegen weiter Richtung Meisenkögerl-Gipfel. Beim Gipfelanstieg gibt es auch mehrere Möglichkeiten, manche wählten die schwierigere, andere die einfachere Kletterpassage – geklettert wurde aber immer. Unser Begleithund Panda musste über eine größere Stufe getragen werden.
„So ein Gipfel ist schon etwas sehr Spirituelles...“, murmelte ich nach der Gipfeljause so vor mich hin. Resonierendes Nicken in der Runde. „Botschaft der Berge“, so lautet der Titel eines Buches vom ehemaligen Innsbrucker Bischof Reinhold Stecher. Dass auch so junge Menschen wie unsere Pfarrjugendlichen diese Botschaft, das Besondere und Berührende eines gemeinsamen Berganstiegs wahrnehmen, freut und bewegt mich.
Der Abstieg ging schnell, sodass ein Besuch eines Scharnsteiner Cafés und eine Kneipp-Kur in der Alm unseren wunderschönen gemeinsamen Ausflug abrundeten. Im Zug zurück nach Wels waren wir alles etwas wortkarger – vielleicht waren wir doch etwas müde?
Margot Brucker