Ostern - Das Ende der Dunkelheit
Jaqueline Wintersberger
Corona hat wohl unser aller Leben verändert. Von Homeoffice, Homeschooling bis hin zu begrenzter Anzahl der Kontaktpersonen und vereinsamten älteren Menschen. Jedoch sind diese Veränderungen nicht immer nur negativ. Mir wurde in dieser Zeit eine der wohl schönsten Veränderungen zuteil, die Schwangerschaft mit unserem Wunschkind. Ich kann keine Vergleiche mit einer Schwangerschaft in „normaler“ Zeit anstellen, jedoch hatten wir durch die Lockdowns viel mehr Zeit zu zweit als Paar und haben diese auch genossen, was sich im März schlagartig ändern wird. Auch das Mitfiebern von Familie und Freunden während der Schwangerschaft wurde meist anders erlebt, aber nicht weniger intensiv. Die Freude wurde einfach auf anderen Wegen geteilt und schöne Momente zusammen erlebt. Die Chance auf eine normale Fasten- und Osterzeit bleibt uns höchstwahrscheinlich verwehrt, jedoch gibt uns das neue Leben mit unserem Kind die größte und schönste Hoffnung, die es geben kann.
David Steinmaurer
David ist eines von 17 Kindern, die voriges Jahr mit der Erstkommunionsvorbereitung begonnen haben. Die wurde allerdings schon nach dem ersten Treffen unterbrochen und die Feier schließlich abgesagt. Natürlich war David anfangs enttäuscht, da er sich schon auf die Feier gefreut hatte. Aber wie auch die anderen Kinder seiner Klasse akzeptierte er, dass viele Dinge wegen der Pandemie ganz anders waren als gewohnt.
Jetzt freut sich David darauf, dass die Vorbereitung wieder gestartet wird. Statt bei Tischmüttern und -vätern wird sie heuer direkt nach den Sonntagsgottesdiensten in der Pfarre stattfinden. Und für Mai ist dann endlich der große Tag geplant, an dem er das erste Mal zur Kommunion gehen darf.
Verena und Daniel Engleder
Aufgrund der unsicheren Corona-Situation im Jahr 2020 haben wir uns entschlossen, unsere kirchliche Trauung auf das heurige Jahr zu verschieben. Wir konnten dadurch unsere standesamtliche Trauung in Daniels Heimat im Mühlviertel dafür in vollen Zügen genießen und im kleinen Kreise mit der Familie einen schönen Tag verbringen.
Nach einem Jahr „Ehe auf Probe“ freuen wir uns umso mehr, im heurigen Jahr nochmals JA zueinander zu sagen – JA zu sagen für immer. Wir sind zuversichtlich und voller Vorfreude, unsere kirchliche Hochzeit im Sommer mit gutem Gewissen mit unserer Familie und all unseren Freunden gemeinsam feiern zu können.
Clara Spiesberger
Am 06. Juni 2020 sollte ich gefirmt werden. Doch dann erhielt ich folgende Nachricht: „Die Firmung 2020 muss leider abgesagt werden aufgrund der derzeitigen Lage.“ Ich war ziemlich traurig darüber, weil ich mich schon auf die Workshops gefreut habe, um Zeit mit den anderen Firmlingen zu verbringen. Da wir schon zwei Treffen gehabt hatten, wusste ich, dass alle sehr nett waren und wir zu einer tollen Gemeinschaft zusammenwachsen würden. Doch der große Tag der Firmung rückte weit in die Ferne und so auch die Glaubenserlebnistage, die das Kernstück der Firmvorbereitung sind.
Auch im Jahr 2021 können diese leider nicht wie gewohnt stattfinden. Als Ersatz ist eine spirituelle Wanderung geplant, die bestimmt sehr entspannend wird.
Dass die Firmung letztes Jahr abgesagt wurde, hat aber auch einen Vorteil: Es gibt mehr Firmlinge, die man kennenlernen kann und so auch mehr Freunde, mit denen man gefirmt wird. Ich freue mich schon darauf.
Thema im Pfarrblatt Fastenzeit/Ostern 2021 (PDF, 702,11 KB)