Di. 06.12.22
Adventkonzert am 4. Dezember 2022
"Die Sehnsucht nach Frieden heute, aber auch in früheren Zeiten, kommt musikalisch in allen Stücken zum Ausdruck. Advent – auf deutsch „Ankunft“ - ist mit der Hoffnung verbunden, dass immer wieder etwas Neues aufbrechen kann. Das spiegelt sich in allen Musikstücken wider, instrumental oder vokal, in der großen Bandbreite der alpenländischen Musik, der Klassik, Romantik und Moderne, ausgedrückt in den vier Sprachen der Chorwerke Latein, Deutsch, Englisch und Österreichisch.
Veni, Emanuell – komm du Retter mit deiner Freude begannen die Tenöre und Bässe. Im Advent der Christenheit öffnen sich Herzen, die Welt segnet ein warmer Schein und komm schau das Wunder an, das Wort ist Fleisch geworden. Denk auch an die andern Leut, weil es Zeit ist; die englischen Spirtuals denken an die versklavten Menschen und ihre Sehnsucht nach Frieden und Freiheit. Der Höhepunkt ist der vierstimmige Chorsatz „Verleih uns Frieden gnädiglich“ von Mendelsohn Bartholdy, ein begnadeter deutscher Komponist, der nur 38 Jahre alt wurde.
Die Wexlsaitigen mit Zither, Harfe, Gitarre und Hackbrett lassen 180 Seiten erklingen, die Klarinetten mit ihren 22 Löchern und Klappen verzaubern sehnsuchtsvoll und die Orgel mit ihren 21 Registern ist die Königin unter den Instrumenten. Am Schluss singen wir aber alle gemeinsam „Es wird scho glei dumpa“.
Und so erfüllt uns die Hoffnung: mit jeder Kerze, mit jedem Lied wird es heller in diesen dunklen Tagen und überstrahlt die Trübsal, Stress, Krise und Not."
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