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Pfarrgemeinde Tarsdorf
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So. 26.07.26

Im Interview - Kaplan Franziskus

Seit Ende August 2017 bereits bei uns in der Region tätig und seit September als Priester vorort: Unser Kaplan Franziskus darf vorerst weiterhin bei uns in Tarsdorf bleiben. Aus diesem Anlass haben wir ihn zum Interview gebeten. Die Fotos zeigen: Er ist nicht nur beliebter Seelsorger sondern auch begnadeter Musiker.

 

1. Fast 10 Jahre bist du nun schon hier in der Region. Wie hast du die Nachricht aufgenommen, dass du weiterhin bei uns bleiben kannst?

 

Tatsächlich bin ich schon seit Ende August 2017 hier in der Region, wohnhaft im Pfarrhof Ostermiething. Anfangs war ich als Praktikant tätig, seit November 2019 als Diakon und seit der Priesterweihe am 19. September 2020 als Kaplan. Zunächst habe ich Pfarrer Markus Menner regelmäßig bei Gottesdiensten, Sitzungen und verschiedenen seelsorglichen Diensten begleitet und nach und nach mehr Aufgaben übernommen. Seit September 2024 bin ich nun schwerpunktmäßig für Tarsdorf, St. Pantaleon und Riedersbach zuständig, mit zusätzlichen priesterlichen Diensten in St. Radegund und Haigermoos.

Es erfüllt mich mit Dankbarkeit und Freude, weiterhin hier seelsorglich wirken zu dürfen. Dankbar bin ich v.a. für das große Wohlwollen und Vertrauen im pfarrlichen, öffentlichen und privaten Bereich sowie von Seiten der Vereine. Danke für die Gastfreundschaft, die Hilfsbereitschaft, die engagierte Mitarbeit zum Wohl der Pfarrgemeinde und zur Lebendigerhaltung des christlichen Lebens, das Gebet und das Mitfeiern der Gottesdienste.

2. Viele Menschen hier haben dich ins Herz geschlossen. Was macht die Arbeit und das Leben in dieser Gemeinde für dich so besonders?

Auf viele schöne Erlebnisse und nette Begegnungen darf ich im Oberen Innviertel und insbesondere in Tarsdorf in den letzten Jahren zurückschauen. Ich fühle mich hier grundsätzlich sehr wohl. Danke für die freundliche Aufnahme!

Natürlich ist geographisch die Entfernung zu meiner Heimat relativ groß. Anfangs habe ich hier niemanden gekannt. Da hat mir die herzliche Annahme gutgetan. In den letzten Jahren durfte ich viele neue Kontakte knüpfen und schon ein wenig Wurzeln schlagen.

Das Besondere an Tarsdorf ist, meiner Meinung nach, dass es viele aktive Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verschiedener Altersgruppen vor Ort gibt. Es gibt grundsätzlich eine große Bereitschaft sich zum Wohl der Pfarrgemeinde und zur Ehre Gottes einzubringen, was hoffentlich so bleiben wird, z.B. musikalische Akzente, Unterstützung in der Liturgie, im karitativen Bereich, Gemeinschaft, Verkündigung, Finanzen, Gebäude- und Friedhofsverwaltung. Mir ist bewusst, dass ein Priester vor Ort wichtig ist, was ich nur zum Teil erfüllen kann, weil ja meine Aufmerksamkeit und Aufgaben auf mehrere Pfarrgemeinden aufgeteilt sind. Da bitte ich um Verständnis, und bin dankbar, wenn Anregungen, Verbesserungsvorschläge und kreative Elemente in den Pfarralltag eingebracht werden.

Zuversichtlich stimmt mich für die Zukunft die Gläubigkeit, die ich hier beobachte, wie auch die vergleichsweise große Zahl an Ministrantinnen und Ministranten in Tarsdorf. Viele Kinder und Jugendliche bringen sich immer wieder ins kirchliche Leben ein. Auch junge Familien in der Kirche geben mir Hoffnung, wobei alle Altersgruppen wichtig sind.

rsgruppen wichtig sind.

3. Wenn du an die vergangenen Jahre zurückdenkst: Gibt es einen Moment oder eine Begegnung, die dir besonders in Erinnerung geblieben ist?

Ein sehr berührender Moment war für mich die Primizmesse in Tarsdorf Anfang Oktober 2020, wo am Ende viele Mitfeiernde die Hände ausgestreckt, mich gesegnet und für mich gebetet haben. In nicht wenigen Häusern oder Autos sehe ich noch ein Primizbild oder einen verteilten Rosenkranz von damals.

Gerne erinnere ich mich auch an die Erstkommunionen, wo Kinder gestrahlt haben, voller Aufmerksamkeit und Vorfreude waren, dass Jesus zu ihnen kommt.

4. Jetzt, wo klar ist, dass du weiter hier wirken darfst: Worauf freust du dich in der kommenden Zeit am meisten? Gibt es etwas, das du verwirklichen möchtest?

Manchmal etwas Neues ausprobieren, so nach dem Motto: Bewährtes würdigen, Neues zulassen, z.B. neue liturgische Formen ausprobieren. Den Krankenbesuchsdienst wieder aktivieren, das fällt mir jetzt spontan ein.

Man könnte es mit einem Gesamtkunstwerk vergleichen, an dem wir alle in der Pfarrgemeinde mitgestalten. Wir sind gemeinsam unterwegs, wir haben verschiedene Aufgaben und Rollen, aber jeder und jede ist wertvoll und eingeladen sich mit seinen Gaben und Fähigkeiten im Leben der Pfarrgemeinde und im Dienst am Reich Gottes einzubringen und mitzuarbeiten. Wenn wir zusammenhelfen, miteinander in die gleiche Richtung schauen, auf Gott vertrauen, dann wird unter uns und in uns etwas Schönes, Erfüllendes, Segensreiches entstehen.

5. Kaplan zu sein ist nicht nur ein Beruf, sondern eine Berufung. Was gibt dir persönlich Kraft und Motivation, diesen Weg auch nach vielen Jahren mit Freude weiterzugehen?

Ich möchte für alle mir Anvertrauten da sein und mein Bestes geben, als Mensch und Priester Werkzeug in der Vermittlung der Gnade und des Segens Gottes sein. Immer wieder braucht es Tankstellen auf dem Weg, Gipfelerlebnisse. Höhepunkte sind für mich die Erfahrung der liebenden Gegenwart Gottes, auch in der menschlichen Begegnung. Dann lässt es sich immer wieder mutig und kraftvoll weitergehen, wenn es einmal schwerer ist.

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Möchtest du zu guter Letzt noch was ergänzen?

„Der Mensch denkt, und Gott lenkt.“ All unser Tun und Wirken soll im Geist Gottes geschehen und immer wieder genährt und inspiriert werden aus der Begegnung mit Gott. Diese hilft auch, dass ich mich selbst nicht so wichtig nehmen muss, sondern alles in die Hände Gottes legen darf. Er hat es gefügt, dass ich hier bin.


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Pfarrweg 5
5121 Ostermiething
Mobil: 0660/3524159
pfarre.tarsdorf@dioezese-linz.at
https://www.dioezese-linz.at/tarsdorf

Samstag vormittags nach Terminvereinbarung.

 

Kontakt Pfarrsekretariat:

Tel. 0660/3524159 (Eva Eder)

 

Messintentionen für Verstorbene können bei Mesnerin Loisi Weilbuchner persönlich in der Sakristei oder via Mobiltelefon aufgegeben werden (0664 3295252). Wir bitten um Bezahlung der Gebühr von € 13,- pro Intention in der Sakristei. Herzlichen Dank!

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