Gott ist Mensch geworden
Christmette
Stimmungsvoll begrüßten Bläser des Musikvereins Schönering vor dem Kirchenportal die Kirchenbesucher und -besucherinnen.
In der Kirche lud Diakon Wolfgang Froschauer zur Feier des Geheimnisses dieser Nacht. Organist Martin Weiß umrahmte den Gottesdienst wunderschön musikalisch.
„Weck die Träume in dir, gib die Hoffnung nicht auf, Weihnachten bedeutet soviel“, zitiert Wolfgang Froschauer ein Kinderlied. Er erinnert daran, dass das Weihnachtsfest Licht und Schatten birgt. Es ist ein Familienfest und ein Fest der Freude, da sind auch Einsamkeit, Scheitern und Zweifel intensiver spürbar. Die Kraft dieses Festes aber liegt in der Menschwerdung Gottes – der sich dadurch auf Augenhöhe mit uns begibt und uns Frieden verheißt für alle Menschen guten Willens. Diese weihnachtliche Hoffnung soll nach dem Fest nicht wieder völlig verschwunden sein – es möge „kein Ende in Sicht sein“. Wolfgang zitiert aus dem Lied „Tage wie dieser“ von der Band Toten Hosen: In dieser Nacht der Nächte, die uns so viel verspricht, erwarten wir das Beste und kein Ende in Sicht.
Das Lied der Lieder, Stille Nacht, im abgedunkelten Kirchenraum bei Kerzenschein gesungen, ließ uns voll Hoffnung nach Hause gehen.
Christtag
Am Christtag, den 25.Dezember, feierte Diakon Johann Hagn mit der Pfarrgemeinde die Geburt Christi. Sehr feierlich musikalisch begleitet wurde er von einem Klarinettensextett des Musikvereins Schönering.
Nach der Geburtsgeschichte des Evangelisten Lukas am Heiligen Abend erzählt uns der Evangelist Johannes dasselbe unfassbare Ereignis mit ganz anderen Worten.
Das Evangelium vom Christtag spricht vom Wort, das Fleisch geworden ist – es geht um das entscheidende Wort Gottes, das Mensch geworden ist, so erläuterte Johann Hagn die Bibelworte vom Beginn des Johannesevangeliums. Es steht gegenüber den vielen Worten, die täglich auf uns einstürmen – gute oder hässliche, nichtssagende oder erlösende.
Durch das menschgewordene Wort sagt uns Gott, dass er uns liebt, dass unser Leben nicht im Nichts endet, sondern im Licht Gottes.
Diakon Hagn lud ein, dieses Licht am Friedenslicht an der Kerze vor der Krippe zu entzünden. Begleitet von Saxophonklängen konnte jede und jeder den Kirchenraum (und die Welt) ein bisschen heller machen.