Anbetungstag am 25. Jänner 2022
Woher kommt der "Anbetungstag"?
Im Mittelalter entwickelte sich eine stark ausgeprägte Verehrung der Eucharistie. Der Leib Christi sollte öfters "mit den Augen" betrachtet bzw. angebetet und nicht nur beim Gottesdienst empfangen werden. In der "Monstranz" dürfen wir Jesus begegnen in der Gestalt des Brotes.
In der Pfarrgemeinde Schönering wird dieser alte Brauch nun wiederbelebt.
Natürlich kann man auch ohne Aussetzung des Leibes Christi beten - Gott hört immer zu. Trotzdem ist der Anbetungstag eine regelmäßige Erinnerung daran, dass Jesus uns ein unendlich großes Geschenk gemacht hat und weiterhin macht:
Er hat sich selbst geschenkt.
Vom Heiligen Pfarrer von Ars heißt es, dass er einmal in eine Kirche gekommen ist und dort einen Mann knien gesehen hat. Als er nach einigen Stunden nochmals in die Kirche gekommen ist und der Mann immer noch dort war, hat er ihn gefragt, was er gerade tut. Dieser Mann hat ihm geantwortet: "Eigentlich nichts Besonderes: Ich schaue ihn an. Und er schaut mich an."
Anbetung ist also nichts Kompliziertes. Lassen wir uns darauf ein und nehmen wir uns am Vormittag des 25. Jänners ein wenig Zeit in unserer Pfarrkirche Schönering, um Jesus anzusehen. Und um ihm die Gelegenheit zu geben, uns anzusehen.
PAss Mag.a theol. Angela Seifert