Emmausgang Alkoven und Schönering

Seit mittlerweile acht Jahren treffen sich Menschen aus den Pfarrgemeinden Alkoven und Schönering jedes Jahr am Ostermontag bei der Kapelle in Straßham und machen sich gemeinsam auf den Weg zur Filialkirche St. Anna.
Unterschiedliche Seelsorger waren da schon mit auf dem Weg.
Unterschiedliche Wege wurden beschritten - mit Kindern, mit Familien, mit der Jungschar und den Minis, mit Jung und Alt, mit Menschen aus Alkoven, aus Schönering, aus Eferding, aus Linz, von überall her.

Innehalten am Weg, Impulsen zuhören, dem Evangelium nachspüren.
Wie war das wohl damals, als sich die Jünger auf den Weg machten, voll Verzweiflung im Herzen, weil Jesus ihr Freund, ihr Lehrer, ihr Prophet getötet wurde?
Erfahren, dass Gehen wandeln kann, dass im Gehen Wandlung erfahren werden kann.
In den vergangenen Jahren machten wir am Weg unterschiedliche Begegnungen. Wir trafen "Jünger" oder nützten den Weg, um Sorgen abzuladen, sie zu wandeln und mit neuer Hoffnung zurück in den Alltag zu kehren.
Dieses Jahr probierten wir aus, was es bedeutet, wenn uns / wenn mir jemand - gerne auch ein Fremder - bewusst zuhört. Wir spürten, wie heilsam oder wohltuend das sein kann, wie möglicherweise ein neues Erkennen möglich ist oder ein neuer Blickwinkel gesehen wird.

Eine liebgewonnene Tradition beim Emmausgang ist auch das gemeinsame Musizieren von verschiedenen FaGoDi-Mitgliedern, Musiker*innen und Freund*innen. Bereits am Weg wird gesungen, Gitarre gespielt und getrommelt. Auch beim Gottesdienst in der Annaberg-Kirche wird musiziert und gesungen.
Die Musik umrahmt im Anschluss die liebevoll vorbereitete Agape vor der Kirche, wo wir die Feier jedes Jahr gemütlich ausklingen lassen.
“Eure Freude, euer Miteinander, diese Lebendigkeit, das ist so schön; das ist gelebter Glaube!” Diese Rückmeldung bekamen wir heuer bei der gemeinsamen Agape. Herzlichen Dank dafür!!

Abschließen möchte ich mit einem Zitat aus dem Gottesdienst von Meister Eckhart:
“Die wichtigste Stunde ist immer die Gegenwart,
der bedeutendste Mensch ist der, der dir gerade gegenüber sitzt,
das notwendigste Werk ist stets die Liebe.”
Julia