Liebstattsonntag in Schönering - ein Fest der Herzen

Ein herzerwärmender Anblick bot sich den Mitfeiernden beim Aufgang zur Pfarrkirche am 15. März 2026: Der Osterstrauch war behängt mit liebevoll verzierten Lebkuchenherzen und auch die Tische vor den Kircheneingängen waren reich belegt mit den süßen Köstlichkeiten. Nur zu verständlich, dass bereits vor dem Gottesdienst viele Herzen als Zeichen der Zuneigung und Liebe erworben wurden.
Nach einem flotten Musikstück der JOSCHIS, dem Jugendorchester des Musikvereins Schönering unter der Leitung von Franz Azesberger, begrüßte Pastoralvorstand Wolfgang Froschauer die Gottesdienstgemeinschaft am Sonntag "Laetare", der als „kleines Osterfest“ mitten in der Bußzeit die Vorfreude auf Ostern betont.
Eva Riepl, Leiterin der Goldhaubengruppe Schönering, wies in ihren einleitenden Worten auf die historischen Wurzeln des Liebstattsonntags hin, die bis in das Jahr 1641 zurückreichen und eng verbunden sind mit der Gegenreformation und der "Corpus Christi Bruderschaft".
Beachtliche 320 Herzen wurden in den letzten beiden Wochen mit viel Liebe und Freude von der Goldhaubengruppe Schönering gebacken, kunstvoll verziert und verpackt.

Der Kirchenraum war gefüllt mit Kindern und jungen Leuten, sodass Wolfgang Froschauer spontan seine vorbereiteten Predigtgedanken zur Seite legte: "Ich spare mir die Predigt für ein anderes Mal und mache mit euch ein Predigt-Quiz". Begeistert beantworteten die Kids die Fragen von Wolfgang und lösten gemeinsam die Rätsel.
Gesungenes "Vater Unser" mit den Erstkommunionkindern, musikalisch begleitet von Lea auf der Gitarre und Thomas auf der Cajon.
Nach den Meditationsgedanken von Pater Anselm Grün folgten Dankesworte von Eva an die vielen fleißigen Helferinnen und Helfern, vor allem an die Erstkommunionkinder, den JOSCHIS sowie den Geschwistern Lea und Thomas für die schöne musikalische Gestaltung.
Wolfgang segnete die Liebstattherzen und schloss sich den Worten von Eva an. Er betonte, dass ihm bei den Dankesworten so richtig bewusst geworden ist, wie viele Menschen sich beteiligen und es auch braucht, damit wir Jahr für Jahr hier in Schönering den beliebten Brauch des Liebstattsonntags feiern dürfen.

Unser größter Dank gilt aber den Schöneringer Goldhaubenfrauen, die mit enormem zeitlichen Aufwand mittlerweile schon seit 22 Jahren diese schöne Tradition zur Freude von so vielen Menschen aufrecht erhalten - denn, wie heißt es so schön: "GEGEN JEDE ART VON SCHMERZ HILFT EIN ECHTES LIEBSTATTHERZ".