"Es wird alles gut" - Patrozinium Hl. Stephanus
Wer sagt den Kindern, es wird wieder gut? Was hält uns, was trägt uns im Leben? Mit diesen Fragen stimmte uns Pfarrer Klaus Dopler thematisch in die Eucharistiefeier ein.

"Heuer ist es 1.700 Jahre her, dass sich 300 Bischöfe zum ersten christlichen Konzil in Nizäa versammelt haben. Damals - also im Jahr 325 n. Chr. - ging es zentral um die Frage: Wer ist dieser Jesus?". Eine Auseinandersetzung, die sich laut Pfarrer Klaus Dopler offensichtlich schon länger hinzog, denn auch bei Stephanus hören wir, dass es Zähneknirschen und Empörung gibt, wenn er den Himmel offen und Jesus zur Rechten neben Gott Vater sitzen sieht.
Glaubensformulierungen gab es schon immer, aber das Konzil hatte das Ziel, ein Glaubensbekenntnis zu formulieren, sodass wir Christinnen und Christen wissen, wofür wir stehen und was unser Glaube ist. Das große Glaubensbekenntnis, das 55 Jahre später auf dem Konzil von Konstantinopel ergänzt wurde und uns vertraut ist, betont die Einheit Gottes in Vater, Sohn und Heiligem Geist. Es mündet in einen zentralen Satz „Für uns Menschen und zu unserem Heil ist er vom Himmel gekommen“. Und dieses Heil ist ausnahmslos allen verheißen. Gott will uns Menschen heilen, stärken und befreien.
Heil – ein nicht mehr unbedingt zeitgemäßes Wort – können wir laut Klaus auch verbinden mit dem englischen Wort „whole“ (ganz). Es geht um das Ganzsein, um Gesundheit und Rettung. Wir beten ja in älteren Übersetzungen statt Retter bei Jesus die Bezeichnung „der Heiland, der Heilbringer“. Ein schönes Wort – es wird etwas heil, es wird etwas ganz gut.
Diese hoffnungsvolle weihnachtliche Botschaft ist in das große Glaubensgedächtnis der Kirche eingegangen und begleitet uns bis heute.
Ein herzliches Dankeschön sprach Pfarrer Klaus Dopler abschließend dem Chor und den Musikanten für die wunderschöne musikalische Gestaltung dieses Patroziniums aus. Er gratulierte auch Hans Hagn zum 20-jährigen Jubiläum als Diakon, dankte ihm für seine Dienste in Schönering und wünschte ihm weiterhin viel Freude bei seinem Dienst als emeritierter Diakon.
Edeltraud Schubhart
Fachteam Öffentlichkeitsarbeit