Heuer feierten wir die Fronleichnamsprozession wieder am Sonntag nach dem eigentlichen Fronleichnams-Donnerstag. Im Gegensatz zum Vorjahr war diesmal die Wetterprognose eindeutig und so stand der Durchführung der Prozession nichts im Wege. In den Tagen davor waren fleißige Hände wieder aktiv tätig und besorgten Birken und Blumen, banden Kranzerl und den Türbogen, schmückten die vier Altäre, um für das Fest alles vorzubereiten.
Der Himmel hatte heuer einen doppelten Einsatz, schon bei der Fronleichnamsprozession in Scharnstein war er im Einsatz und leitstete bei einem schweren Wolkenbruch wertvolle Hilfe.
Nach der vom Kirchenchor wieder mit gewohnter Kunstfertigkeit gestalteten Messe setze sich die Prozession unter den Klängen der Musikkapelle und in Anwesenheit der Feuerwehr, der Goldhauben- und Kopftuchgruppe und der Erstkommunionkinder die Prozession in Bewegung. Der Weg führte zum Wirt z´Edt über die Bundesstraße zur Wastl-Kapelle und dann weiter in die Osteinfahrt zum Weign. Bei der vierten Station am Kriegerdenkmal klang das Fest mit dem „Großer Gott“ aus. Bei prächtigem Sonnenschein, aber einem angenehmen Lüfterl, wehten die Fahnen und glitzerten mit den Goldhauben um die Wette.
In den vier Stationen bitten wir um den Segen Gottes für alle unsere Alltagswege und für unser Tun. Vor allem bringen wir unser Vertrauen zum Ausdruck, dass unser Gott nicht ferne in der Kälte des Weltalls thront, sondern der „Gott mit uns“ ist, der uns im Brot des Lebens unser Lebensmittel, unsere Stärke ist.
Vergelt´s Gott allen, die vorbereitet, mitgebetet und mitgefeiert haben.
Nach zweijähriger Pause konnte heuer wieder eine Frühjahrswallfahrt der KFB stattfinden. Am 28. Mai 2022 fuhren wir mit Frauen aus dem Inneren Almtal unter der Leitung der KFB-Obfrau Elisabeth Hummer über die A1 nach Salzburg und Lamprechtshausen zur Wallfahrtskirche Maria im Mösl in Arnsdorf. Dort feierten wir in der neurenovierten Wallfahrtskirche die hl. Messe mit P.Leopold. Der gastfreundliche Mesner empfing uns mit der Pilgerfahne und erzählte begeistert über die kürzlich abgeschlossenen Renovierungsarbeiten. Die Wallfahrtskirche hätte 2020 ihr 500 Jahr Jubiläum gefeiert. Nach alter Tradition pilgern die neugewählten Salzburger Erzbischöfe nach der Wahl zu diesem Gnadenort der Gottesmutter.
Mit der Kirche verbunden ist auch die Entstehungsgeschichte von „Stille Nacht“. Der Lehrer, Organist und Komponist Franz Xaver Gruber (1787 bis 1863) wohnte und lebte ca drei Jahrzehnte in der unmittelbar neben der Kirche gelegenen Schule. Nach der hl. Messe hörten wir vom Glockenturm die „Stille Nacht Melodie“, im beginnenden Sommer ein besonderes Klangerlebnis. Anschließend besichtigten wir unter fachkundiger Führung die alte Schule, in der heute noch im Erdgeschoß die Volksschulkinder unterrichtet werden. Der Führer zeigte uns die Wohnräumlichkeiten Franz Grubers und führte uns in seine teilweise auch tragische Biographie ein (Tod mehrerer Kinder). Er widerlegte die weit verbreitete Ansicht, dass „Stille Nacht“ komponiert worden sei, weil die Orgel im benachbarten Oberndorf am Heiligen Abend des Jahres 1816 ausgefallen sei. Vielmehr bat der Kaplan von Oberndorf, der Priester Joseph Mohr, seinen Freund Gruber um die Vertonung seines Textes für die Krippenandacht am Heiligen Abend.
Ausgestattet mit diesen neuen Aspekten fuhren wir zum Mittagessen, um anschließend durchs Ibmer Moor zu spazieren. Der gut mit einem Steg gesicherte Weg bot Einblick in ein interessantes und ökologisch wertvolles Biotop mit vielen Sumpfblumen. Den Abschluss der Wallfahrt bildete die Maiandacht in Lochen und das Abendessen im danebenliegenden Bräugasthof.
Wieder einmal zeigte sich, dass in geringer Entfernung auch sehr schöne Orte, die nicht so bekannt sind, entdeckt werden können.
17 Schülerinnen und Schüler der zweiten Klasse Volksschule, feierten im Rahmen des Sonntagsgottesdienstes die Heilige Erstkommunion. Aufgeregt, aber voll Freude, zogen die 10 Mädchen und 7 Buben von der Volksschule unter dem festlichen Spiel der Musikkapelle St. Konrad in die blumengeschmückte Kirche ein, begleitet von der Klassenlehrerin Frau Sandra Oberleitner BEd und den Patinnen und Paten.
Die von der Religionslehrerin Bettina Lehner BEd vorbereitete Messe stand unter dem Motto „Du bist ein Ton in Gottes Melodie“, in dem darauf eingegangen wurde, dass jeder einzelne Ton, im weiteren Sinne jeder Mensch, in dieser Melodie einzigartig, wertvoll und richtig ist. Wir singen diese Melodie in der Gemeinschaft aller Menschen, die sich um Jesus Christus versammeln und in ihm hat diese Gemeinschaft einen Dirigenten. Mit dem Blick auf Jesus gerichtet, gelingt ein gutes Zusammenspiel und jeder kann sich mit seinen Tönen, Talenten und Fähigkeiten einbringen.
Musikalisch wurde der Gottesdienst dankenswerter Weise von Reinhard Lehner (Gitarre), Johanna De Hoop (Geige) und Evelyne Fischer (Querflöte) umrahmt. Wolfgang Herndl entlockte der Kirchenorgel wunderschöne Melodien.
Rund um den Altar saßen die siebzehn Kinder und beeindruckten durch ihr kräftiges und begeistertes Singen, wobei sie manche Lieder mit Gesten untermalten.
Pater Leopold segnete zum Abschluss der Messe die Glaskreuze, die die Kinder in der Glasmalerei im Stift Schlierbach gestaltet haben. Auch die, in den Tischmutter Stunden gestalteten Pölster, wurden von den Kindern voll Freude nach dem Fest mit nach Hause genommen.
Im Anschluss bereiteten fleißige Hände der katholischen Frauenbewegung den Erstkommunionkindern ein Frühstück und den Familien eine Agape im Pfarrheim vor.
Das Zusammensein wurde von volksmusikalischen Klängen durch Vroni Kofer (Gitarre) und Christoph Standler (Steirische) umrahmt.
Von der KFB erhielten die Kinder einen Gebetswürfel als Erinnerungsgeschenk an ihre erste Heilige Kommunion. Nach dem Zusammensein im Pfarrheim und den Familienfotos wurde das Fest in den Familien weitergefeiert.
Wir wünschen allen Kindern, dass sie sich gerne an das Fest der Erstkommunion erinnern und die Bedeutung und Größe des Altarssakrament im Leben erfahrbar wird.