3. Oktober 2018: "Machet euch die Erde untertan"
Rund 50 Interessierte begrüßte die Vorsitzende Herta Hauser.
Dem vortragenden Solarpionier gelang es, das für das Überleben der Menschheit wichtige Thema einer naturverträglichen Lebensweise und Wirtschaft umfassend und spannend darzulegen. Mutter Erde versorgt uns Milliarden Menschen ausreichend. Jedoch das kurzsichtige, rationell betonte Verhalten der Wirtschaft und das gefühlsorientierte Handeln der Menschen als Konsumenten, führen zur ruinösen Ausbeutung der Erde und zur Vernichtung der Lebensgrundlagen. Noch haben wir die Chance, unser Verhalten so zu ändern, dass wir unseren Nachkommen eine lebenswerte Welt hinterlassen. Wir müssen möglichst rasch den Verbrauch von fossiler und atomarer Energie beenden. Fred Ebener zeigte auf, dass jede und jeder von uns die Möglichkeit und Verantwortung haben, seinen/ihren Beitrag zur Lösung der Problematik zu leisten.
Beispiele sind:
- zum Wärmen und Heizen, Energie von der Urquelle Sonne und nachwachsenden Rohstoffen wie Holz zur Energiegewinnung, Wasserkraft- und Windanlagen,
- zur Nutzwasserversorgung Regenwassersammelanlagen,
- zur gesunden Ernährung eigene Kultur und regionalen Einkauf,
- zur Mobilität Nutzung des öffentlichen Verkehrs, des Fahrrads und ergänzend ökologisch angetriebener Autos,
- zum sparsamen Umgang mit Rohstoffen Müllvermeidung,
- nachhaltige Nutzung durch Reparatur einzusetzen.
Wer einzelne Maßnahmen selbst nicht umsetzen kann, kann sich an nachhaltigen Investitionen beteiligen.
Das mit Liebe und Herz ausgeführte schöpfungsverantwortliche Handeln ist auf Sicht gesehen rationell, spendet ein reiches Gefühl an Freude und ist Teil „der neuen, universellen Solidarität“ (Papst Franziskus).
Damit können das Weltklima, die Weltmeere und Wälder wieder gesunden und für Pflanzen, Tiere und Menschen die Lebensgrundlagen gesichert werden.
Die Veranstaltung wurde durch Gottlieb Soriat mit der Ausstellung „Gemeinsam für Wasserhaushalt und Klima“, durch Michaela Bittner mit abfallfreier Haushaltsführung und Körperpflege und durch Bio-Landwirt Erwin Appenzeller mit Literatur zur regionalen und gesunden Ernährung bereichert.
Franz Kogler