8./9. Februar 2019: Sketchup
Ein vom Pfarrer dargestellter Überraschungsgast aus Bella Italia eröffnete den heurigen Pfarrfasching „Sketch-Up“ mit Schnulzen, die kaum jünger waren als manche Besucher und Besucherinnen. Deshalb konnte das Publikum den ins Deutsche umgeschriebenen Refrain von „Marina, Marina, Marina“ aus tiefstem Herzen und aus vollem Halse mitsingen. So versetzte es sich gleich zu Beginn in eine südländisch-ausgelassene Stimmung.
Von einer „Leich“, bei der tatsächlich der Pfarrer einmal spontan als Mesner einspringen musste, und von einer guten Ehe erzählten zwei lustig gereimte Gedichte von Erwin Hölzl.
Im musikalischen Quartett „BIG SIAß“ besangen vier angeblich häufig Schokolade und anderes Süßzeug verzehrende Damen (Gerlinde Plank, Petra Bergsmann, Kathrin Dullinger und Renate Sumps) das in jeder Frau - "in manchen Männern aber auch!" - aufgehende Stück Hefe.
Zu welchen Gedanken sich das Publikum vom Turteln eines gealterten und von Frühlingsgefühlen überwältigten Liebespaares (gespielt von Michaela und Gundula Haslinger) verleiten ließ, war am durch die Pointe ausgelösten Gelächter erkennbar.
Endlich können auch die Luftenberger, die schon um ihre Apotheke fürchten mussten, erleichtert aufatmen. Denn Hannes Gammer und PGR-Obmann Hubert Röbl-Seidl hatten Nachrichten und Neuigkeiten aus dem Pfarrgebiet recherchiert und präsentierten nun diese Fakten in lokalen Weltnachrichten. Oder waren das alles doch nur „Fake-News“?
Anschauliche Szenarien zur großen Zukunft St. Georgens, das mit ein wenig Phantasie bald zur florierenden Großstadt ausgebaut werden könnte, entwarf Bau(un)rat Paul Haunschmied. Niemand hätte bisher gedacht, welch gewaltiges Potential in unserem beschaulichen Ort steckt. Wenn nur die Aufstockung der Kirche, die viele neue Wohnungen schaffen wird, nicht zu einem veritablen Konflikt zwischen Don Francesco und Erichone führt!
Eine dynamische und flotte Ballett-Choreographie zum Radetzkymarsch (einstudiert von Monika Hanl-Andorfer) verwandelte unser Pfarrheim in den goldenen Pfarrvereinssaal und entließ das begeistert mitklatschende Publikum in die Pause.
Das Video dazu kann hier heruntergeladen werden.
Beim „Waagnis Marktmusik“ konnten repräsentative Marktmusiker die ohnehin schon wa(a)ghalsig optimistischen Gewichts-Schätzungen des Publikums deutlich übertreffen. Das liegt möglicherweise daran, dass nicht nur die Waage sondern auch die Musiker geeicht waren. Die mitgewogenen Instrumente sind ja schließlich aus Blech und nicht aus Blei.
Einen Besuch aus dem erzfürstbischöflichen Salzburg stattete uns Mozart (Andreas Haider) ab. Er blieb aber nicht in der Vergangenheit hängen, sondern präsentierte den erst zu bauenden Priesterroboter, der die anstehenden Kirchenreformen umsetzen wird.
„De drei Dorfpledern“ (Margarete Haider, Gusti Hauser, Maria Schöfl) tratschten, klagten und sangen, begleitet von Gitarristin Karin Haider, über ihre „Monna“ (Männer). Sie kamen zuletzt aber doch zur Einsicht, dass nichts besseres nachkommen würde. Denn so schlecht haben sie es bei genauerer Betrachtung ja auch wieder nicht erwischt. Als Trost gab es Manner - auch für die Männer.
Pädagogische Ideale und Besserwissereien zerbarsten im selbstironischen Sketch „Kinder und andere Katastrophen“ von Andrea Dorn an der ernüchternden Realität im eigenen Hause.
Eine Gruppe der SingAG unter der Leitung von Lukas Haselgrübler machte mit zwei Liedern das Publikum „happy“ und schenkte dem reichhaltigen Programm einen stil- und schwungvollen Abschluss. Bei der zweiten Vorstellung am Samstag war tatsächlich das musikalisch beglückwünschte Geburtstagskind anwesend.
Die lässig-launige Moderation von Willi Wolkerstorfer und die fetzigen Klänge der Marktmusik hatten für Heiterkeit und Kurzweil gesorgt.
Ein großes Danke dem Fachausschuss „Feste feiern“ (Brigitte Böhm, Monika Böhm, Andreas Haslinger, Paul Haunschmied, Hilde Pechhacker, Bernhard Prammer, Leo Rammer, Franz Stumptner, Brigitte Wolkerstorfer) und den vielen fleißigen Helfer*innen!
Franz Wöckinger
Pfarrer