15. November 2020: Wir sind Klimabündnis-Pfarre
Das Klimabündnis ist eine globale Partnerschaft zum Schutz des Klimas.
Angeregt wurde dieser Schritt schon vor längerer Zeit vom Pfarrgemeinderats-Fachausschuss für Schöpfungsverantwortung unter der Leitung von Herta Hauser. Rückenwind für dieses Anliegen spürten wir im Pfarrgemeinderat auch durch das immer aktueller werdende Rundschreiben „Laudato si´“ von Papst Franziskus aus dem Jahr 2015. Der verantwortungsvolle Umgang mit unserer Umwelt ist in seinen Augen schon allein deshalb ein zutiefst christliches Anliegen, weil unter den Folgen der Umweltzerstörung zuallererst und am allermeisten die Ärmsten auf der Welt leiden.
Leistungen, die in unserer Pfarre schon bisher für den Klimaschutz erbracht werden, wurden in den pfarrlichen Gruppen gesammelt und vom Pfarrgemeinderat zusammengetragen. Und zukünftige Maßnahmen wurden in den Blick genommen. An ihnen wollen wir uns verstärkt orientieren. Georg Spiekermann, der im Verein „Klimabündnis“ den Kontakt zu den Pfarren pflegt, hat unsere Gebäude mit besonderem Augenmerk auf Umweltverträglichkeit begutachtet und technische Empfehlungen zusammengeschrieben.
Die Feier dieses Beitritts wurde wegen des ersten Covid-19-bedingten „Lockdowns“ im Frühling vom 15. März auf den 15. November verschoben. Wir haben das jetzt nicht ein zweites Mal verschoben, obwohl die Regierung am Tag zuvor den zweiten umfassenden „Lockdown“ angeordnet hat, der nun seit 17. November zu halten ist. Die Gottesdienste an diesem Sonntag waren von den Mitarbeitenden im Fachausschuss Schöpfungsverantwortung stimmig vorbereitet worden, um 9.30 spielte außerdem eine kleine Instrumentalisten-Gruppe mit Geige, Gitarre und Klarinette. Georg Spiekermann knüpfte in seiner Predigt an die Begegnung Jesu mit der Frau am Jakobsbrunnen an (Johannesevangelium 4. Kapitel, es war ja schon alles für den 3. Fastensonntag vorbereitet) und motivierte zum Denken und zum Handeln, indem er Geschmack auf „Orte, wo das Leben blüht“ machte.
Die Predigt kann hier nachgelesen werden.
Unsere „Klimabündnis-Philosophie“ hat der Pfarrgemeinderate letztlich so formuliert:
Wir wollen uns am Leben freuen,
wir wollen über das Leben staunen
und wir wollen dankbar die guten Gaben Gottes genießen.
Wir wollen in Demut die Einstellung pflegen,
dass wir nicht selbst Schöpfer dieser Erde sind, sondern dass wir zusammen mit der Erde Geschöpfe sind.
Im Sinne der christlichen Spiritualität wollen wir uns anregen lassen zur „Fähigkeit, mit dem Wenigen froh zu sein.“
Wir streben nach der „Einfachheit, die uns erlaubt innezuhalten, um das Kleine zu würdigen,
dankbar zu sein für die Möglichkeiten, die das Leben bietet,
ohne an dem zu hängen, was wir haben, noch uns über das grämen, was wir nicht haben.“ (Laudato si´ Nr. 222)
Was wir da gefeiert haben, ist damit nicht abgehakt und erledigt, sondern es bleibt Auftrag und Ermutigung zu rücksichtsvollen Umgang mit dem Geschenk Schöpfung.