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Pfarrgemeinde Rechberg
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Namenstage:
  • Hl. (Genoveva) Geneviève
  • Hl. Gordius
Sa. 03.01.26
Namenstage
Hl. (Genoveva) Geneviève
* 422, Nanterre, Frankreich
† 502, Frankreich
Patronin von Paris
Geneviève war das Kind armer Bauern, ihr Vater hatte den römischen Namen  Severus, ihre Mutter den griechischen Gerontia. Die Legende läßt Engel  über der Wiege des neugeborenen Kindes singen. Im Alter von sieben  Jahren erlebte Geneviève in der heimatlichen Kirche in Nanterre zwei  Wanderbischöfe, die - unterwegs nach England - Zwischenstation machten  und predigten. Einer der beiden war Germanus von Auxerre; er erkannte in  der Siebenjährigen die Heilige, gab ihr - mit dem Hinweis, es statt  Gold und Perlen zu tragen - ein kupfernes Medaillon mit dem Kreuzzeichen  und weihte sie für ein heilig zu führendes Leben.
Ihre durch ungerechte Vorwürfe erblindete Mutter heilte Geneviève mit  Wasser, später wirkte sie Wunder gegen viele Arten von Erkrankungen,  offensichtlich besonders wirksam auch gegen Formen der Besessenheit;  Bischof Germanus musste deshalb die gegen sie erhobenen Verleumdungen,  sie sei Zauberin, zurückweisen. Mit fünfzehn Jahren legte sie das  Gelübde der Jungfräulichkeit ab. 16-jährig ging sie nach dem frühen Tod  ihrer Eltern zu einer Tante nach Paris und lebte im Dienst an Armen und  Kranken. Als sie vor Erschöpfung zu sterben drohte, berichtete sie nach  ihrer Genesung, Engel hätten sie bis vor Gottes Angesicht getragen.
Genevièves Gebet soll die Stadt Paris vor den Hunnen gerettet haben: Als  Attila 451 auf Paris marschierte, sammelte sie der Legende nach Frauen  zum Gebet und feuerte in einer leidenschaftlichen Predigt die Männer an,  Maßnahmen zur Verteidigung zu ergreifen. Doch die Geängstigten, vor  allem die Männer, wollten Geneviève steinigen, ja sogar in den Fluss  werfen. Die Frauen jedoch ließen sich von der Jungfrau umstimmen und  knieten nieder, um mit ihr zu beten. Das Wunder geschah: die Hunnen  wichen zurück und umgingen die Stadt, um sich nach Orléans zu wenden -  gerade dorthin, wohin die Bevölkerung hatte fliehen wollen. In der  Schlacht bei den Katalaunischen Feldern wurden dann die Asiaten besiegt.  
Bei einer späteren Belagerung der Stadt durch die letzten römischen  Truppen rettete Geneviève die Bevölkerung vor dem Hungertod: es gelang  ihr, mit Schiffen aus der Stadt zu entkommen. Zwei Drachen, die an einer  Seine-Biegung den Schiffen den Untergang androhten, wurden durch ihr  Gebet für immer vertrieben; mit reich beladenen Schiffen kehrte  Geneviève zurück und konnte allen das Notwendige austeilen. Zur  Verbreitung des Christentums soll sie beigetragen haben, indem sie  Chlodwig I., den Herrscher der Franken, und mit ihm das gesamte Volk,  bekehrte.
Ihre große Nächstenliebe wirkte nach den Legenden viele Heilungen und  hilfreiche Taten: Geneviève rettete einen vierjährigen Knaben aus einem  Brunnen; mit ihrem Pallium, das sie über ihn warf, erwachte er zum  Leben. Beim Bau der Kirche von St-Denis ging den Bauleuten das Getränk  aus, sie ließ den Kelch holen, der sich auf ihr Gebet hin füllte und  gefüllt blieb, bis der Bau vollendet war. Eine Kerze hatte ihr ein  Teufel ausgeblasen, ein Engel aber wieder angezündet; auch wenn Kerzen  beim Kirchgang oder in ihrer Kammer erloschen, entzündeten sie sich  wieder, wenn Geneviève sie in die Hand nahm. Partikel ihrer Kerzen  bewirkten Heilungen. Als der Merowinger Childerich die Stadttore  schließen ließ, damit Geneviève die Gefangenen nicht befreie, eilte sie  herbei, die Tore öffneten sich von selbst, und die Schlüssel blieben in  ihrer Hand.
Geneviève wurde in der späteren Abteikirche Église de Sainte-Geneviève  begraben. Auch nach ihrem Tode ereigneten sich noch zahlreiche Wunder an  ihrer Grabstätte. Als im Jahre 1129 in Frankreich eine bisher  unbekannte Fieberkrankheit auftrat, bei welcher menschliche Heilkunst  versagte, wandte man sich an die Schutzheilige um Fürsprache - angeblich  wurden alle, die gläubig ihre Reliquien berührten, geheilt. Ludwig XV.  ließ ihr zu Ehren 1764 eine neue Kirche errichten, die 1791 von der  Konstituierenden Versammlung benutzt und im Zuge der Französischen  Revolution zum Panthéon umgebaut wurde, der Totengedenkstätte für  hochrangige französische Persönlichkeiten.

Hl. Gordius
* Cäsarea, Israel
† 4. Jahrhundert
Märtyrer
Gordius war der Überlieferung nach römischer Offizier zur Zeit von Kaiser Licinus, der nach dem Erlebnis von Hinrichtungen seinen Dienst quittierte und am Berg Sinai als Einsiedler lebte. In die Stadt Cäsarea zurückgekehrt, kritisierte er den heidnischen Kult, bekannte sich als Christ, wurde bedroht und, als er standfest blieb, enthauptet.




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