Also ehrlich, ohne unsere Klimabündnisgruppe und ohne diesen Blog hätte ich meine guten Vorsätze für die Fastenzeit vermutlich bereits vorgestern über Bord geworfen. Wir waren müde nach Sophias Geburtstagsparty samt aufregender Schatzsuche im Wald. Da gab es aber einen interessanten Film im Spielraum Gaspoltshofen anlässlich des Weltfrauentags. Überwindung hat es schon gekostet, in der Dunkelheit mit dem Rad loszufahren. Aber ich hab´s nicht bereut. Total erfrischt durch die Bewegung und die kühle Luft war es ein inspirierender Abend. Samt spontaner Mitternachtsjause bei Freunden. Eine Bestärkung, weiterzumachen beim Auto-Fasten.
Offenhausen-Gaspoltshofen 16,8 km hin und retour, 3,11 kg Co₂
Das letzte Blaukraut aus dem Garten unserer Schwiegertochter. Damit lässt sich ein herzhafter Blaukrautstrudel kochen. Echt saisonal und mit kleinem, ökologischem Fußabdruck. Ideal für die Fastenzeit.
Wir sind mittwochs und freitags immer dran, um die Enkelkinder (6 und 2 Jahre alt) vom Kindergarten in Pennewang abzuholen. Das geht nur mit dem Auto. Das ist DER Wehrmutstropfen bei meinem Experiment, 6 Wochen lang aufs Auto zu verzichten. Aber ehrlich: Wer möchte auf solch schöne Nachmittage mit den Kindern im Garten verzichten? Und auf die Delikatessen aus Sophias Hexenküche?
Radfahren steht bei unseren gemeinsamen Tätigkeiten ganz weit oben, sowohl in der Freizeit als auch bei sogenannten „Dienstfahrten“. Gestern gab es eine Aktion auf alle Bio-Lebensmittel, da rückten wir zu zweit mit 4 Packtaschen zu einem Großeinkauf aus. Man glaubt es gar nicht, was alles auf ein Fahrrad passt: Kiloweise Mehl und Gemüse, auch schwere Gläser mit Oliven, Schwammerln und Gurkerln … Und obendrauf das leichte Knödelbrot und die Maiswafferl für die glutenfreien Besucher.
Bei Sonnenschein ist so eine kleine Radtour auch immer ein wenig wie Urlaub. Bewegung in frischer Luft, das bewusste Wahrnehmen der Umgebung und der ersten Frühlingsboten, Vogelgesang im Ohr…
Zusätzliche Vorteile: Leichtes Training für Johanns lädiertes Knie, keine Treibstoffkosten, CO²-Einsparung. Also für uns geht´s nicht besser!
Tag 1 beim Versuch, das Auto möglichst oft in der Garage stehen zu lassen. Ich trete bergauf ins Fahrrad, um Milch vom Bauern zu holen. Unsere Enkelin liebt Buchteln mit Vanillesoße. Strahlender Sonnenschein und milde Temperaturen. Ein Buchfink schmettert sein Lied aus dem Gebüsch. Ein Specht klopft am morschen Stamm. Ich atme tief durch und freue mich, dass es Frühling wird. Dankbar wird mir bewusst: Dass ich mich in der frischen Luft bewegen darf und kann, ist auch nicht selbstverständlich!
Offenhausen – Niederbuch hin und retour 5,3 km. Meine CO₂-Ersparnis: 0,97 kg