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So. 26.09.21

Früchte christlichen Lebens

Wir dürfen dankbar sein für die Früchte der Erde und der menschlichen Arbeit, dafür sind wir hier.

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Perikopen: Jak 5,1-6                  Mk 9,38-43.45.47-48

 

 

Liebe Brüder und Schwestern im gemeinsamen Glauben!

Wir feiern das Fest des Dankes für all das, was der Herr und geschenkt hat und zuwachsen ließ. Letztlich verdanken wir alles der Güte Gottes. Es tut uns gut, dass wir uns das immer wieder in Erinnerung rufen. Wie oft meinen wir, dass alles von uns abhängt. Dankbarkeit verbessert das Leben, gibt ihm eine andere Qualität. Wir dürfen dankbar sein für die Früchte der Erde und der menschlichen Arbeit, dafür sind wir hier. Es darf aber umgekehrt zum Erntedankfest auch einmal die Frage in den Raum gestellt werden, was sind die Früchte einer christlichen Gemeinde? Welche Früchte erwarte der Herr von uns, für die er dankbar ist?

 

Erste Frucht: Den Glauben, das Evangelium immer wieder vorschlagen. Das ist vermutlich unsere wichtigste Aufgabe als Christen, dass wir versuchen, aus dieser Freundschaft mit Christus zu leben. Wir sind das Evangelium, das die Menschen heute leben. Glaube ist nicht etwas, das jemandem eingeredet werden kann, sondern Glaube hat immer mit Beziehung zu tun. Darum hat Glaube auch sehr viel mit Freiheit zu tun. Das ist die Frage an uns: Ist unsere Pfarre ein Ort, wo dieser Glaube, diese Freundschaft mit Christus gelebt wird, wo das Vertrauen gelebt wird, dass Gott jeden Augenblick mit uns unterwegs ist, persönlich, auf den Wegen unseres Lebens, aber auch mit uns als Gemeinde, als Gemeinschaft?

 

Zweite Frucht: Mit dem Herzen sehen. Eine christliche Gemeinde ist ein Ort, wo der andere Mensch mit dem Herzen gesehen wird. Meist werden wir nach Äußerlichkeiten beurteilt, nach Jugendlichkeit, Schönheit, Stellung, Macht, Einfluss, Einkommen. Dem hält Papst Franziskus in seinem Schreiben „Evangeli gaudium“ entgegen, dass es wichtig ist, dass wir vor heiligen Boden des anderen die Schuhe ausziehen, dass wir den anderen Menschen mit großem Respekt, mit den Augen des Herzens sehen. Bei der Familiensynode 2015 erzählte ein mexikanischer Bischof eine brührende Geschichte. Ein Kind kam zur Erstkommunion, dessen Eltern geschieden und wieder verheiratet waren. Und als er dem Kind die Hl. Kommunion in die Hand gelegt hatte, hat es die Hostie geteilt, ist damit zurück zu seinen Eltern gegangen und hat sie mit ihnen geteilt. Das Kind hat die Lebenssituation der Eltern mit anderen Augen gesehen, nämlich mit den Augen des Herzens. Ohne jetzt beurteilen zu wollen, ob das nun inhaltlich richtig oder falsch war, es geht letztendlich darum, dass wir als christliche Gemeinde den anderen Menschen mit dem Herzen sehen. So hat es auch Kardinal Franz König beim Abschluss des Zweiten Vatikanischen Konzils, also vor über fünfzig Jahren, formuliert: Die Kirche Christi sei: Eine einladende Kirche. Eine Kirche der offenen Türen. Eine wärmende, mütterliche Kirche. Eine Kirche des Verstehens und Mitfühlens, des Mitfreuens und Mitleidens. Eine Kirche, die mit den Menschen lacht und mit den Menschen weint. Eine Kirche, der nichts fremd ist und die nicht fremd tut. Eine menschliche Kirche, eine Kirche für uns, eine Kirche, die sich auch immer wieder gegen die Gier der Welt stellt, von der der Jakobusbrief heute gesprochen hat.

 

Dritte Frucht: Bereitschaft zum Dienen. Eine christliche Gemeinde im Sinne Jesu, ist eine dienende Gemeinde. „Der Größte von euch soll euer Diener sein“, sagt der Herr einmal. Wir sollen nicht auf unserem Weg mit Jesus dauernd sprechen, wer von uns der Größte ist, wie es die Jünger damals getan haben. Wir dürfen persönlich nicht zu exklusiv werden. Das legt uns Jesus heute in diesem harten Evangelium sehr ans Herz. „Wer nicht gegen uns ist, ist für uns,“ hat Jesus heute gesagt. Viele Menschen machen heute die Erfahrung, dass die Welt kälter geworden ist. Auch junge Menschen drücken das immer wieder aus. Corona hat das Seine beigetragen. Es gibt im Leben junger Menschen eine große Sehnsucht, einen großen Wunsch, der auch in einer Umfrage deutlich zum Ausdruck gekommen ist. Die größte Angst von jungen Menschen ist es, ihre Familie zu verlieren, die Freunde zu verlieren. Ich glaube, ein großer Dienst einer christlichen Gemeinde heute besteht darin, ein Beziehungsdienst, ein Netzwerk des Vertrauens zwischen den Menschen aufzubauen und so eine dienende Gemeinde zu sein, für diejenigen, die einsam sind, die Angst haben, die am Rande der Gesellschaft stehen, die Sorge um ihre Gesundheit haben, deren Beziehungen zerbrechen. Was sind Knotenpunkte eines solchen Netzes, das Menschen heute trägt, das den Menschen dient? Einige wenige seien noch genannt:  (1) Jemandem zu sagen: Du gehörst dazu. – Dieses Recht und dieser Wunsch nach Zugehörigkeit. (2) Jemandem zu sagen: Ich höre dir zu. – Der Wunsch, gehört zu werden, dass jemand meine Probleme, meine Sorgen versteht. (3) Jemandem zu sagen: Ich rede gut über dich. – Eine Erfahrung, nach der sich viele sehnen. Wir erleben das Gegenteil auch im der Politik und im Wahlkampf, dieses Schlechtmachen des Anderen, das Vernichtes des guten Rufes. (4) Ich teile mit dir. – Diese Aufmerksamkeit für Menschen, die zu kämpfen haben um das Notwendigste im Leben. (5) Ich besuche dich. (6) Ich bete für dich. Gebet trägt und trägt andere mit.

Liebe Brüder und Schwestern!

Wir danken Gott am heutigen Tag, dass wir alles haben, was wir zum Leben brauchen. Wir dürfen uns jedoch auch darum bemühen jene Früchte zu bringen, die der Herr von uns erwartet. Den Glauben vorschlagen, das Sehen mit dem Herzen, und die Bereitschaft zum Dienen, sind ganz besonders edle Früchte. Sie stecken in uns, wichtig ist, dass wir sie hervorbringen. Amen.

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