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Inhalt:

Tag des Lebens

Ostersonntag

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Der Ostertag ist der Tag Gottes, der Tag des Lebens, der Tag tiefer, christlicher Freude.

Schriftstellen:

Lesung aus dem Brief an die Kolosser 3,1-4.

Aus dem Heiligen Evangelium nach Johannes 20,1-8.

 

 

Liebe Brüder und Schwestern im gemeinsamen Glauben!

„Das ist der Tag, den der Herr gemacht, an ihm lasst uns frohlocken und fröhlich sein.“ Dieses Wort aus den Psalmen steht von alters her, gleichsam als Überschrift über dem Fest der Auferstehung. Der Ostertag ist der Tag Gottes, der Tag des Lebens, der Tag tiefer, christlicher Freude. Christus selber, der siegreich vom Tod erstanden ist, ist dieser Tag. So lädt uns Ostern ein diesen Tag genau anzuschauen und zu beschreiben. Die vier Evangelisten haben, wohl aufgrund ihrer Erfahrungen, Unterschiedliches zum Ostertag festgehalten. Dennoch gibt es Verbindendes, das diesen Tag, das Ostern, ausmacht. Dem wollen wir nachspüren, damit es immer mehr Inhalt unserer Lebenstage werden kann, und wir etwas österlicher werden.

 

Erstens: Am Morgen des Tages kommen Menschen zum Grab. Und es sind die Frauen, die zu Grab kommen, allen voran Maria von Magdala. Über den Tod hinaus trauen sie sich dem Herrn die Treue zu halten. Sie haben den Mut einer echten Liebe, da sie dem toten, gescheiterten Jesus einen letzten Dienst erweisen wollen. Sie wollen den Leichnam mit Öl salben. Diese Salbung zielte auf Bewahrung vor Tod und Verwesung. Es ist letztlich der verzweifelte Versuch einen Toten am Leben zu erhalten. Sie wollen ganz menschlich ihre Liebe für Jesus zeigen, wollen ihn einfach nicht hergeben. Doch als sie ankommen, sehen sie, dass ihnen eine andere Liebe zuvorgekommen ist. Er, der vom Anfang an von der Liebe Gottes gesalbt war, konnte nicht im Tod bleiben. Wie ist es den Frauen damals wohl gegangen? War es für sie eine “halbe“ Sache. Halb erschrocken, halb verwundert, halb beglückt. Die erste Erfahrung des Ostermorgens ist, dass Gott keine halben Sachen macht. Er ist ganz da. „Ich bin auferstanden und nun für immer bei dir.“ Das ist die Botschaft von Ostern, die der Herr jedem Einzelnen sagt. Es gibt keinen Platz, keinen Flecken, wo der Herr, der selbst in das Reich des Todes hinabgestiegen ist, nicht wäre. Gott macht keine halben Sachen. Die Liebe Gottes, die den Tod besiegt, ist nichts Halbes, oder bloß Anteilsmäßiges. Die Frauen am Grab, die ja prinzipiell eine ganz große Liebe hatten, haben jetzt diese große Ganzheit der Liebe Gottes erfahren. Das macht Ostern aus. Es liegt dann aber auch an uns, dass wir keine halben Sachen machen. Wir müssen immer wieder neu lernen, wie ganzes Menschsein und Christsein geht. Es muss der ganze Mensch dabei sein. Vom heiligen Papst Johannes XXIII. stammt das Wort: „Was du tust, das tue ganz.“ Ostern bringt uns die Erfahrung der ganzen Macht, der ganzen Liebe, der ganzen Barmherzigkeit Gottes. Probieren wir es dementsprechend als ganze Menschen und Christen zu leben.

 

Zweitens: Der Stein, der das Grab verschlossen hielt, ist weggewälzt. Die Frauen haben sich gefragt, wer ihnen den Stein wegwälzen wird, damit sie die Totensalbung vollziehen können. Er war weggewälzt. Sie brauchten niemand. Der Stein war weggewälzt. Aber was bedeutete der Stein vor dem Grab. Er war der Versuch, dass es mit diesem Jesus endgültig vorbei sei, dass dieser Jesus für immer weg und verabschiedet sei. Die Jude und Heiden haben gesorgt, dass der Stein vor dem Grab fest war, unbeweglich und versiegelt. Der Evangelist Matthäus fügt sogar noch hinzu, dass man Wachen vor das Grab stellte. Christus sollte für immer in die Vergangenheit verbannt sein, durch einen schweren Stein, damit er nicht wiederkehren könne. Ist das nicht oft in der menschlichen Geschichte geschehen. Dieses Zurückschieben des Steines, damit der Herr möglichst dort bleibt, wo er ist? Dass er uns lieber nicht zu nahe kommt, uns lieber nicht berührt und tangiert. Haben wir nicht auch mitunter diesen Grabstein vor unser Herz geschoben? Der vorgeschoben Stein hindert uns Gott, der Neuheit Gottes zu begegnen, die unser Herz immer jung sein lässt. Welche Steine wälzen wir oft vor unser Leben? Oft ist da der Stein des Misstrauens. Wenn man das Denken zulässt, dass alles schiefgeht und das Schlechte nie aufhört, dann glauben wir schließlich, dass der Tod stärker ist als das Leben, dann befällt krankhafte Entmutigung. Stein für Stein errichten wir in uns eine Gedenkstätte der Unzufriedenheit, ein Grab der Hoffnung. Und gibt noch einen Stein, der oft das Herz verschließt, den Stein der Sünde. Die Sünde verführt, verspricht einfache und fertige Dinge, Wohlbefinden und Erfolg, hinterlässt aber im Inneren nur Einsamkeit und Tod. Die Sünde besteht darin, das Leben bei den Toten zu suchen, den Sinn des Lebens in den Dingen, die vergehen. „Warum sucht ihr den Lebenden bei den Toten?.“ heißt es im Evangelium. Warum entschließt du dich nicht, von jener Sünde abzulassen, die wie ein Stein vor dem Herzen das Eindringen Gottes verhindert? Warum ziehst du Jesus, das wahre Licht, nicht dem grellen Schein von Geld, Karriere, Stolz und Vergnügung vor? Warum sagst du der Vergänglichkeit nicht, dass du nicht für sie lebst, sondern für den Herrn des Lebens? Papst Franziskus hat einmal Ostern als Fest des „ausgemerzten Steines“ beschrieben. Das ist es, „der Stein ist weg, das Grab ist leer,“ singen wir in unseren Osterlieder. Schauen wir, dass der Stein weg bleibt vom Grab und ein lebendiger, auferstandener Jesus Christus heraus kann. Die Begegnung mit ihm macht das Leben reich.

 

Drittens: Mit Ostern beginnt Verkündigung und Nachfolge. „Geht, und sagt weiter, dass er lebt.“ Gehen und weitersagen sind die entscheidenden österlichen Vokabeln. Wir müssen hineingehen in unsere Welt, in unseren Alltag und von Jesus erzählen. „Kommt sagt es allen weiter,“ heißt es in einem geistlichen Lied. Der Glaube ist zum Weitergeben da. Nur, wenn wir ihn weitergeben, empfangen wir ihn auch zurück. Und dann wird es ein lebendiger Glaube. So müssen wir mit dem Auferstanden mitgehen, ihm nachfolgen ihm auf die Spur kommen, und mit ihm zum Vater aufsteigen. Wir haben es in der Lesung gehört: „Sucht, was droben ist, wo Christus zur Rechten Gottes sitzt.“ Dieses Aufsteigen meint, dass wir mit beiden Beinen in der Welt stehen, aber gleichzeitig immer nach oben schauen, weil Christsein nichts anderes ist als „suchen, was droben ist.“ Ich danke alle, die sich bemühen diesen Glauben weiterzugeben, durch ihre persönliche Nachfolge. Der Herr braucht keine Bewunderer, sondern Nachfolger/Innen.

 

Liebe Brüder und Schwestern!

Das war eine kurze Beschreibung des Ostertages. Jesus lebt ganz, nicht halb, und so sollen wir ganze Menschen und ganze Christen sein. Der Stein ist weggewälzt vom Grab, und das soll er bleiben. Es beginnt Verkündigung und Nachfolge, die heute durch uns weitergehen soll. „Das ist der Tag, den der Herr gemacht, an ihm lasst uns frohlocken und fröhlich sein.“ Halleluja, Amen!

 

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