Gastfreundschaft
Schriftstellen:
Lesung aus dem Brief des Paulus an die Hebräer 13,1-8.
Aus dem Heiligen Evangelium nach Markus - Mk 6,14-25.
Von der Gastfreundschaft ist heute im Hebräerbrief. Sicherlich kann man sich die Frage stellen, ob man gerne Gäste hat, oder froh ist wenn niemand kommt. Ein gewisses Maß an Gastfreundschaft sollte uns Christen zu Eigen sein. Aber dann wird der Gedanke fortgeführt. „Durch die Gastfreundschaft haben einige, ohne es zu ahnen, Engel beherbergt.“ Ich möchte den Satz so verstehen. Biblisch sind Engel Boten Gottes. Nehmen wir unsere Mitmenschen so an und so auf, dass sie Boten Gottes in der Welt von heute werden können? Der Text eines geistlichen Schriftstellers sagt mir viel, wie wir einander zu Boten Gottes machen können. Er lautet:
„Es müssen nicht Männer mit Flügeln sein, die Engel. Sie gehen leise, sie müssen nicht schrein, oft sind sie alt und hässlich und klein, die Engel. Sie haben kein Schwert, kein weißes Gewand, die Engel. Vielleicht ist einer, der gibt dir die Hand, oder er wohnt neben dir, Wand an Wand, der Engel. Dem Hungernden hat er das Brot gebracht, der Engel. Dem Kranken hat er das Bett gemacht, er hört, wenn du ihn rufts, in der Nacht, der Engel. Er steht im Weg und er sagt: Nein, der Engel, groß wie ein Pfahl und hart wie Stein - es müssen nicht Männer mit Flügeln sein, die Engel.“
So soll unsere Gastfreundschaft konzipiert sein, dass wir Boten Gottes füreinander werden können, und wir nicht bestrebt sind, dass Köpfe rollen, wie es uns im Evangelium von der Enthauptung Johannes des Täufers, gezeigt wird. Heute ist wieder Herz Jesu Freitag. Wir dürfen Gast sein im offenen, heiligsten Herzens Jesu unseres Erlösers, um seine Boten in der Welt von heute zu sein.
Pfarrer Mag. Maximilian Pühringer, O.Praem.