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Inhalt:

Leid

29.01.2021

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Er führt uns nicht am Schweren vorbei, wohl aber nimmt er uns an der Hand und führt uns hindurch.

Schriftstellen:

Lesung aus dem Brief des Paulus an die Hebräer 10,32-39.

Aus dem Heiligen Evangelium nach Markus - Mk 4,26-34.

 

Liebe Brüder und Schwestern im gemeinsamen Glauben!

 

 

„Erinnert euch an die früheren Tage, als ihr nach eurer Erleuchtung manchen harten Leidenskampf bestanden habt,“ sagt uns heute der Hebräerbrief. Vielleicht sollen wir einmal einen Rückblick in dieser Form auf unser Leben machen. Wo gab es leidvolle Erfahrungen in meinem Leben? Wo gab es Schmerz? Wo musste ich etwas aushalten? Was haben diese Erfahrungen aus mir gemacht? Haben sie mich härter gemacht oder empfindsamer? Haben sich mich geläutert oder eher gleichgültig gemacht? Habe ich Geduld und Ausdauer gelernt? Und vor allem war Gott da, wo er scheinbar nicht da war? Gott verschont uns nicht vor Schmerz und Leid. Er führt uns nicht am Schweren vorbei, wohl aber nimmt er uns am der Hand und führt uns hindurch. Wichtig ist, dass wir in Beziehung zum Schweren und Schmerzvollen treten und einen Zugang vom Glauben her finden. Ein kleiner Zugang kann schon genügen. Dieser kann größer werden und dann kann manches in einem anderen Licht erscheinen.

Das ist die Botschaft des heutigen Evangeliums, aus dem kleinen Senfkorn kann etwas großes Wachsen. Ich feiere heute, am Freitag, die Votivmesse vom Kostbaren Blut unseres Herrn Jesus Christus. Blut bringt Nährstoffe und Sauerstoff zu den Zellen und führt Stoffwechselprodukte von den Zellen weg. Wenn wir das Blut Christ verehren, das im Neuen Testament auch hymnisch besungen wird, dann bitten wir den Herrn, dass er uns all das gibt, was uns hinführt zu ihm, und, dass er alles wegnimmt, was uns trennt von ihm.

Pfarrer Mag. Maximilian Pühringer, O.Praem.

 

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