Gedankenimpuls zu Weihnachten
Wie können wir Frieden stiften?
Wenn wir eine gute Gemeinschaft wollen, müssen wir über die Unterschiede hinwegsehen und uns auf das konzentrieren, was uns verbindet. Wenn sich jeder darauf besinnt, dass er im Inneren heil und ganz ist (was er ist), kann er auch die anderen in ihrer Eigenheit annehmen. Auch sie sind heil und ganz, nur in einer anderen Form. Diese äußere Form ist aber nur nebensächlich, denn im Grunde sind wir alle gleich. Die meisten Konflikte sind daher nur Seifenopern, selbstgemachte Dramen und sinnlose Streitereien.
Viele von uns sind Meister im Verdrehen der Wahrheit und geben einem Sachverhalt die Bedeutung, die sie sehen wollen. Viele machen aus einem „Ja“ ein „Nein“ und aus „falsch“ „richtig“, so groß ist ihre Angst, so stark sind ihre falschen Glaubenssätze. Aber die Wahrheit hört nicht auf wahr zu sein, nur weil sie jemand verdreht, und es wird etwas auch nicht wahrer nur weil es jemand laut hinausschreit.
Siehst du dich als Opfer der Ereignisse oder kannst du sie nutzen, um daraus zu lernen? Jede Erfahrung ist eine Gelegenheit, die Wahrheit anzunehmen und die Illusion, in der wir großteils leben (ich bin allein, ich bin nicht liebenswert, ich bin unvollkommen, ich bin schuldig, ich bin Opfer, alle anderen haben es besser,…) fallenzulassen.
Nur wenn wir das schaffen, können wir Frieden stiften. Für uns selbst und unser eigenes Glück im Inneren, und für die Welt und eine gute Gemeinschaft im Äußeren.
© Pfarrgemeinde Frankenburg
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