PFARRE NEU: Die neue Pfarre nimmt Formen an
Für viele von uns spielt sich Kirche vor allem in der Pfarre ab. Im Prozess
der Umstellung auf das künftige Pfarr- und Seelsorgesystem wurden nach Ostern einige wichtige Entscheidungen getroffen: Die in der Seelsorge unseres Dekanates hauptamtlich Tätigen klärten in zweitägiger Klausur, wer im kommenden Pfarrjahr wo und in welcher Rolle tätig sein würde. Insbesondere ging es um die konkrete Begleitung der Seelsorgeteams sowie um die Frage der priesterlichen Dienste in den einzelnen Pfarrgemeinden. Aber auch die
Grundfunktionen Liturgie, Caritas, Verkündigung und Gemeinschaft wurden in den Blick genommen. Darüber hinaus ging es auch um Fragen der Zusammenarbeit und des Teambuildings, weil künftig jede/r ja über die eigene Pfarrgemeinde hinausdenken und immer auch das Ganze der großen Pfarre im Blick haben soll.
Die Festlegung der künftigen Zuständigkeiten stand unter dem Aspekt der
Kontinuität: Es gibt gegenüber der gegenwärtigen Situation keine großen Rochaden, jeder einzelnen Pfarrgemeinde sind ihre begleitenden Personen bereits gut bekannt. Das bedeutet, dass man im neuen System nicht bei Null beginnen muss, sondern sich in bereits bewährter Konstellation in das neue Seelsorgemodell einarbeiten kann.
Neu an diesem Modell sind freilich die Seelsorgeteams, die nicht nur die gegenwärtigen Pfarrgemeinderatsleitungen ablösen, sondern tatsächlich die Leitung ihrer Pfarrgemeinde verantworten werden. Im Seelsorgeteam arbeitet auch die hauptamtliche Begleitung mit. In einigen unserer Pfarrgemeinden beginnen sich die Seelsorgeteams bereits abzuzeichnen; wo man noch nicht so weit ist, ist noch bis Schulschluss dafür Zeit.
Fortschritte gibt es auch im Hinblick auf das gemeinsame „Dach“ unserer
zehn Pfarrgemeinden. Der Pfarrvorstand – bestehend aus Pfarrer Werner Grad, Pastoralvorstand Harald Prinz und Verwaltungsvorstand Andreas Haslinger – wird das Pfarrbüro ja in St. Laurenz beziehen; dieses wird im Sommer nun geringfügig umgebaut, um zusätzlich zu den Bedürfnissen der Pfarrgemeinde St.Laurenz nun auch die Bedürfnisse der gemeinsamen großen Pfarre gut
erfüllen zu können.
Wie diese unsere Pfarre heißen soll,wird bei Erscheinen dieses „Ennser
Turms“ bereits geklärt sein; die Entscheidung des Dekanatsrates, in dem jede Pfarrgemeinde mit ihren Hauptamtlichen und zwei Ehrenamtlichen vertreten ist, fällt am 22. April in Kronstorf; dort wird auch festgelegt werden, welche unserer Kirchen künftig als gemeinsame Pfarrkirche fungiert. Diese Entscheidung ist vielleicht gar nicht so wichtig, denn die Kirche am jeweiligen Ort bleibt ja erhalten und wird auch weiterhin das Zentrum des Lebens der jeweiligen Pfarrgemeinde sein. Aber hin und wieder wird es in der gemeinsamen Pfarrkirche doch auch einen Gottesdienst für alle geben. Der erste davon findet am Samstag, 16. Jänner um 17 Uhr statt: Generalvikar Severin Lederhilger wird die Beauftragungsfeier für den neuen Pfarrvorstand leiten und damit in einer gewissen Weise den Startschuss für die neue Pfarre geben. Schon jetzt laden wir dazu herzlich ein!
Harald Prinz
(Ennser Turm Mai 2026)