Aus dem heiligen Evangelium nach Matthäus.
14b In jener Zeit trat ein Mensch auf Jesus zu, fiel vor ihm auf die Knie
15 und sagte: Herr, hab Erbarmen mit meinem Sohn! Er ist mondsüchtig und hat schwer zu leiden. Oft fällt er ins Feuer und oft ins Wasser.
16 Ich habe ihn schon zu deinen Jüngern gebracht, aber sie konnten ihn nicht heilen.
17 Da sagte Jesus: O du ungläubige und verkehrte Generation! Wie lange muss ich noch bei euch sein? Wie lange muss ich euch noch ertragen? Bringt ihn her zu mir!
18 Und Jesus drohte ihm und der Dämon fuhr von ihm aus. Und der Knabe war von jener Stunde an geheilt.
19 Als die Jünger mit Jesus allein waren, wandten sie sich an ihn und fragten: Warum konnten denn wir den Dämon nicht austreiben?
20 Er antwortete: Wegen eures Kleinglaubens. Denn, amen, ich sage euch: Wenn ihr Glauben habt wie ein Senfkorn, dann werdet ihr zu diesem Berg sagen: Rück von hier nach dort! Und er wird wegrücken. Nichts wird euch unmöglich sein.
Lesung aus dem Buch Hábakuk.
1, 12 Herr, bist du nicht seit Urzeiten, mein heiliger Gott? Gewiss werden wir nicht sterben! Herr, du hast sie dazu gerufen, an uns das Gericht zu vollziehen: Du, unser Fels, du hast sie dazu bestimmt, uns zu bestrafen.
13 Deine Augen sind zu rein, um Böses mit anzusehen, du kannst der Unterdrückung nicht zusehen. Warum siehst du also den Treulosen zu und schweigst, wenn der Ruchlose den Gerechten verschlingt?
14 Warum behandelst du die Menschen wie die Fische im Meer, wie das Gewürm, das keinen Herrn hat?
15 Mit der Angel holt er sie alle herauf, er schleppt sie weg in seinem Netz und rafft sie fort in seinem Fischgarn; er freut sich darüber und jubelt.
16 Deshalb opfert er seinem Netz und bringt seinem Fischgarn Rauchopfer dar; denn durch sie hat er reichen Gewinn und ein üppiges Mahl.
17 Darum zückt er unablässig sein Schwert, um ohne Erbarmen die Völker zu morden.
2, 1 Ich will auf meinem Wachtturm stehen, ich stelle mich auf den Wall und spähe aus, um zu sehen, was er mir sagt und was ich auf den Vorwurf gegen mich antworten soll.
2 Der Herr gab mir Antwort und sagte: Schreib nieder, was du siehst, schreib es deutlich auf die Tafeln, damit man es mühelos lesen kann!
3 Denn erst zu der bestimmten Zeit trifft ein, was du siehst; aber es drängt zum Ende und ist keine Täuschung; wenn es sich verzögert, so warte darauf; denn es kommt, es kommt und bleibt nicht aus.
4 Sieh her: Wer nicht rechtschaffen ist, schwindet dahin, der Gerechte aber bleibt wegen seiner Treue am Leben.
Der Alte Dom ist eine Kirche von großer Tradition und Geschichte. Er wurde Ende des 17. Jahrhunderts vom Jesuitenorden erbaut und dem heiligen Ignatius von Loyola geweiht. Bis zur Auflösung des Jesuitenordens im Jahr 1773 wirkten die Jesuiten hier.
Nach einer Übergangszeit wurde der Alte Dom 1785 zur Kathedrale der neu gegründeten Diözese Linz. Über 124 Jahre hinweg war er Bischofssitz; sieben Linzer Bischöfe prägten in dieser Zeit das kirchliche Leben an diesem Ort.
Mit der Übergabe der Kathedralfunktion an den neu errichteten Mariendom zogen die Jesuiten am 1. Mai 1909 wieder in ihre prächtige Ordenskirche ein und wirkten hier bis 2023.
Seit dem 1. September 2023 steht der Alte Dom wieder direkt unter der Verantwortung der Diözese. Als Rektoratskirche unter neuer Leitung ist er heute zudem geistliche Heimat der ukrainisch griechisch-katholischen Kirche in Oberösterreich.
Die hier tätigen Priester und ehrenamtlich Engagierten gestalten gemeinsam eine lebendige Liturgie und fördern eine offene Gemeinschaft des Glaubens.

Sie erreichen uns telefonisch unter 0676 877 65 209 oder per Email ignatiuskirche@dioezese-linz.at