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Der heilige Florian

Ein Unbekannter?

Bekannt ist sein Todesdatum, der 4. Mai 304 und warum er zu Tode gekommen ist: er blieb seinem christlichen Glauben treu. Bekannt ist einiges über seinen Beruf, er war Chef der Verwaltung in der römischen Provinz Ufer Noricum.

Aus frühen Aufzeichnungen kennen wir auch den Ort seines gewaltsamen Todes: Lauriacum, das ist Lorch bei der heutigen Stadt Enns. Man hat ihn mit einem Stein im Ennsfluss ertränkt. Es ist also nicht viel, was wir von ihm wissen.

 

Wenn ich vor etwa vierzig Jahren während des Studiums in meine Heimatpfarre Enns gekommen bin, so Wilhelm Neuwirth, dann war der Besuch bei Pfarrer Dr. Eberhard Marckhgott immer ein besonderes Erlebnis. Es gab stets neue Erkenntnisse bei den Ausgrabungen in Lorch, denn er war intensiv bestrebt, die Zeit des frühen Christentums in Lauriacum, also die Zeit da Florian lebte, zu erforschen. Die Lorcher Basilika ist heute steinernes Zeugnis für das christliche Continuum in unserem Lande. Ich versuchte es einmal so auszudrücken: Der Seelsorger Marckhgott ließ zwischen den Steinen der Archäologie die Quelle der Verkündigung hervorbrechen.

 

Steine. © hotblack/morguefile.com 

 

Mutiger Märtyrer

Was vor 1700 Jahren in Lauriacum geschehen ist, gestaltet sich heute letztlich doch sehr anschaulich vor unserem geistigen Auge. Manche nennen es ein „Phänomen”, dass sich das Gedächtnis und die Verehrung Florians über so viele Jahrhunderte lebendig erhalten hat. Der anscheinend Unbekannte ist uns ein sehr vertrauter Bekannter. Er ließ seine Glaubensgefährten nicht im Stich. Sie waren in Bedrängnis gekommen, da die römische Staatsgewalt die Christen aufspüren ließ und sie verfolgte. Die Not der Mitchristen machte Florian zu seiner Not, diese Solidarität war für ihn die Nagelprobe seines Glaubens. Er weigerte sich zusammen mit seinen Gefährten, den Göttern des Staates zu opfern und dadurch dem Glauben an Jesus Christus abzuschwören. Zivilcourage und Solidarität sind moderne Begriffe für solch mutige Haltung. Es war aber noch mehr: Er bezeugte seinen Glauben bis in den Tod, er war Märtyrer. Dieser Unbekannte ist der bekannteste und bestbezeugte Glaubenszeuge der frühchristlichen Zeit in den Ländern der Ostalpen. Das Wenige also, das wir über Florian wissen, ist letztlich doch sehr viel!

 

Die wenigen Fakten aus dem Leben bzw. über den Tod des Märtyrers ließen die Meinung aufkommen, dieser Florian sei keine historische Gestalt. Inzwischen ist bei einem wissenschaftlichen Symposion erneut sehr klar ausgewiesen worden, dass die wenigen Quellen hinführen zu einer Gestalt, die gelebt hat und nicht einer Phantasie entsprungen sein kann. Diese Feststellung ist umso gewichtiger, da die historische Forschung gründlicher und kritischer geworden ist.

 

Mehr als nur Legende? 

Die Ereignisse nach seinem Tod, die Auffindung seines Leichnams und über den Ort seines Begräbnisses schildert uns die Legende. Es heißt, er sei an der Stelle begraben worden, wo heute unweit von Enns-Lorch das Stift St. Florian steht. Dort blieb in besonderer Weise seine Verehrung lebendig, die seit dem elften Jahrhundert auch in der Liturgie der Augustiner Chorherren unter anderem gepflegt worden ist. Die Wallfahrten hatten nie etwas Spektakuläres, aber durch all die Jahrhunderte pilgerten christliche Wallfahrer zu Florian, dem Helfer in Nöten des Glaubens und des Lebens. Er wurde und wird angerufen als Begleiter im Leben und im Sterben und als Fürsprecher in Gefahren, insbesondere bei Bedrohung durch Feuer oder Wasser. So wurde er auch zum Patron aller Helfer wie Feuerwehr und anderer Notdienste.

 

Statue des Hl. Florian in St. Florian 

 

Quellenangabe (Origiginalbeitrag):

Neuwirth, Wilhelm: Ich bin ein Christ. In: Stift St. Florian. URL: https://www.stift-st-florian.at/user/documents/StiftStFlorian_Ich_bin_ein_Christ.pdf [Stand: 05/2026] 

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