Friday 12. August 2022

Plastic World

Erneut Negativ-Rekord bei Ressourcenverbrauch – Plattform Footprint, WWF Österreich und GLOBAL 2000 warnen vor weiterer Ausbeutung des Planeten und fordern einen Turbo beim Ausstieg aus fossiler Energie.

 Am 28. Juli, ist die Menge natürlicher Ressourcen verbraucht, die unser Planet im gesamten Jahr regenerieren kann. Der Welterschöpfungstag (Earth Overshoot Day) ist bedrohlich früh, auch durch den weiterhin zu hohen Einsatz fossiler Energien. „Wetterextreme, Preisdruck auf Energie sowie Ressourcen-Knappheiten haben eine Gemeinsamkeit: Wir leben auf zu großem Fuß. Für ein gutes Leben aller Menschen auf der Erde müssen wir schneller ins Handeln kommen“, warnt Michael Schwingshackl von der Plattform Footprint gemeinsam mit den Umweltschutzorganisationen WWF Österreich und GLOBAL 2000.

 

 „Wir schießen immer noch weit über das verträgliche Maß hinaus. Die Welt verbraucht im Jahr 2022 wieder die Ressourcen von 1,8 Erden. Nach österreichischer Lebensweise sind es sogar etwa 3,5. Wenn wir innerhalb des ökologischen Budgets bestehen wollen, sollte die Politik die Chance in Zeiten steigender Energiepreise ergreifen und den Turbo beim Ausstieg aus fossiler Energie zünden“, fordern die Umweltschutzorganisationen.

 

Der WWF Österreich fordert eine massive Energiespar-Offensive, um die sinnlose Verschwendung von Energie und Ressourcen zu stoppen: „Mit unserem derzeitigen Energieverbrauch können wir weder die Klimaziele erreichen, noch eine naturverträgliche Energiewende schaffen. Wir müssen unseren enormen Hunger nach Energie in den Griff bekommen – damit schützen wir nicht nur Menschen, Natur und Klima, sondern erhöhen auch die Versorgungssicherheit, weil Österreich damit unabhängiger von fossilen Importen wird“, sagt WWF-Klimasprecher Karl Schellmann. Laut einer aktuellen Analyse ist eine mittelfristige Energie-Einsparung von 45 Prozent in Österreich möglich. „Mit einem klugen Mix aus rasch wirksamen sowie langfristigen Maßnahmen können wir Energieverschwendung stoppen und eine naturverträgliche Energiewende schaffen“, sagt Schellmann.

 

„Im Sinne der Umweltgerechtigkeit muss die scheinbar grenzenlose Ausbeutung von Menschen und Natur zugunsten von unserem Überkonsum in Österreich und Europa ein Ende haben“, sagt Anna Leitner, Expertin für Ressourcen und Lieferketten bei GLOBAL 2000. „Wir sollten als Gesellschaft in unserem eigenen Interesse endlich die vorhandenen planetarischen Grenzen respektieren und unseren Ressourcenverbrauch drastisch reduzieren. Die Bundesregierung muss Reduktionsziele für den Ressourcenverbrauch genauso gesetzlich verankern wie Klimaziele. Neben der Energiewende sind für eine Verringerung unseres ökologischen Fußabdrucks Veränderungen in allen Sektoren notwendig – von der Mobilitätswende bis zur Ernährungswende. Außerdem braucht es ein starkes Lieferkettengesetz auf EU-Ebene und in Österreich, damit Unternehmen in ihren globalen Lieferketten verantwortungsvoll mit Rohstoffen umgehen und Menschen und Umwelt schützen.“

 

Die Chance zur Veränderung ist laut Umweltschutzorganisationen heuer besonders groß: „In der derzeitigen Lage sind viele Menschen motiviert, die längst bekannten Energiespartipps anzuwenden. Wenn möglichst Viele mithelfen, dient das auch dem Schutz von Menschen, Natur und Klima.“, sagt Michael Schwingshackl von der Plattform Footprint. Es gibt viele Möglichkeiten, den Earth Overshoot Day nach hinten zu verschieben (#MoveTheDate), und damit nicht nur um die Klima- und Biodiversitätskrise zu bekämpfen, sondern auch sicherzustellen, dass das eigene Land und die eigene Stadt funktionsfähig bleiben. Gemeinsam fordern WWF Österreich und GLOBAL 2000 mit dem Footprint Network daher die Bundesregierung auf, längst bekannte Methoden zur Schonung von Ressourcen umzusetzen. “ Jedes Hinauszögern des Ausstiegs aus fossiler Energie ist eine unnötige Abkehr von Umweltschutz, die uns allen rasch wieder auf den Kopf fallen wird.“

 

Weitere Informationenhttps://www.footprint.at


Zu internationalen Aktivitäten siehe:  http://www.overshootday.org

 

Quelle: https://www.wwf.at/vernunft-statt-verschwendung-welterschoepfungstag-am-28-juli/
 
Berichte

Besser (ver)teilen – besser leben

Verteilungsgerechtigkeit hat immer mit Machtverhältnissen, Machtverteilung und Partizipationsmöglichkeiten zu tun.

Überraschende Strahlkraft: Franz und Franziska Jägerstätter

Das Beispiel von Franz und Franziska Jägerstätter hat weit über die Landesgrenzen Strahlkraft entwickelt. Davon ist...

Friedensprojekt Europa – Positionen und Möglichkeiten Österreichs

Frieden braucht immer wieder Anstrengungen und ist keine Selbstverständlichkeit, betont Katja Fischer, Vertreterin...
Frieden
Papst Franziskus hat am 5. Oktober 2020 die Enzyklika "Fratelli tutti" veröffentlicht.

Enzyklika "Fratelli tutti": Papst ruft zu neuer Weltordnung auf

Mit einem eindringlichen Plädoyer für Geschwisterlichkeit und soziale Freundschaft über alle Grenzen hinweg hat Papst...

Pfarrassistent Mag. Thomas Mair und die Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde Linz Dr.in Charlotte Herman beim Gebet

Gedenkfeier in Schloss Hartheim

Am 1.Oktober 2020 fanden sich zahlreiche Ehrengäste, darunter Angehörige und Nachkommen von Opfern der...

(v.l.) Mag. Christian Zoidl (Dechant Linz-Mitte), Mag.a Stefanie Hinterleitner (Pastoralassistentin Linz-Dompfarre), Dipl.Päd.in Monika Weilguni (Dekanatsassistentin Linz-Mitte), Hubert Gratzer (Leiter Arbeitskreis "Kirche wirkt in der Gesellschaft"

Aufruf des Dekanats Linz-Mitte: #WirhabenPlatz #Moria

Linzer Pfarren und Einrichtungen setzen sich für die Aufnahme von geflüchteten Menschen aus dem griechischen Lager...
Entwicklungszusammenarbeit
Sommervollversammlung der Österreichischen Bischofskonferenz

Bischofskonferenz: Synodale Beratung und Solidarität mit der Ukraine

Von 20. bis 22. Juni 2022 fand die Sommer-Vollversammlung der Österreichischen Bischofskonferenz in Mariazell statt....

Weltflüchtlingstag

Caritas zum Weltflüchtlingstag: Keine Zeit zum Taktieren

Angesichts des Weltflüchtlingstags am 20. Juni 2022 macht die Caritas auf die Auswirkungen der Klimakrise und den...

Programm zur Selbstermächtigung von Frauen in Indien

Jahresbericht 2021 der Missionsstelle der Diözese Linz

Das Jahr 2021 war für die Missionsstelle der Diözese Linz durch die Corona-Pandemie herausfordernd und zugleich...
Sozialreferat
4020 Linz
Kapuzinerstraße 84
Telefon: 0732/7610-3251
Telefax: 0732/7610-3779
Katholische Kirche in Oberösterreich
Diözese Linz

Kommunikationsbüro
Herrenstraße 19
Postfach 251
4021 Linz
https://www.dioezese-linz.at/
Darstellung: