Gottesdienst - Bausteine
Einführende Worte: Weswegen heute dieser Gedenktag; woher kommt er?
Der 8. Februar ist der Gedenktag der Heiligen Josephine Bakhita.
Wer ist diese Frau? Im Jahr 1869 im Sudan geboren, wurde sie bereits als 7-jähriges Kind von Sklavenhändlern aus der Familie entführt, mehrmals auf Sklavenmärkten verkauft und von ihren Besitzern misshandelt.
Daher hat Papst Franziskus 2015 den 8. Februar zum internationalen Reflexions-, Gebets- und Aktionstag gegen Menschenhandel ins Leben gerufen!
Als Sklavin einer italienischen Familie kam Josefine Bakhita nach
Europa. Mit der Tochter des Hauses kam sie in das Internat eines Klosters in Venedig, wo sie als Jugendliche Jesus kennen lernte. So kamen seine und ihre Leidensgeschichte miteinander in Berührung.
Daraufhin wollte sie Christin werden. Sie ließ sich taufen und schloss sich später einem Frauenorden an. 1947 starb sie in SCHIO, in Oberitalien.
Die SOLWODI Initiative LINZ: Aktiv gegen Menschenhandel – aktiv für Menschenwürde engagiert sich für Frauen und Mädchen, die heute von Menschenhandel betroffen sind, oft unter sklavenähnlichen Verhältnissen leben müssen und sexuell ausgebeutet und missbraucht werden.
Sie setzt sich vor allem durch Bewusstseinsbildung dafür ein, dass das verborgene Geschäft mit der WARE MENSCH, inmitten unserer Gesellschaft, nicht länger als gegeben hingenommen werden darf.
Gedanken zur Besinnung:
• Herr Jesus Christus, dir zu folgen heißt auch, mutig gegen Versklavung und Ausbeutung aufzustehen und Menschen in die Freiheit zu führen
V / A Herr, erbarme dich, erbarm dich unser, erbarme dich unserer Zeit
• Erwecke in uns jene Wachsamkeit, die es braucht, für ein verantwortungsvolles Konsumverhalten, ohne andere Menschen auszubeuten.
V / A Christus, erbarme dich, erbarm dich unser, erbarme dich unserer Zeit
• Bewahre uns davor, resigniert wegzuschauen, wo Menschen, insbesondere Frauen und Kinder ihrer Würde beraubt, ausgebeutet und missbraucht werden.
V / A Herr, erbarme dich, erbarm dich unser, erbarme dich unserer Zeit
Lesung: Jes. 58, 7-10
Lesung: 1 Kor 2,1-5
Evangelium: Mt 5, 13-16 - Ihr seid das Salz der Erde! Ihr seid das Licht der Welt!
Homilie:
Fürbitten:
Gott, mit unseren Bitten, die ins Handeln führen wollen, kommen wir zu dir:
V: Die Erniedrigung und Entwürdigung von Menschen geht still und leise vor sich, wer bemerkt ihre Not?
Stehe denen bei, die sich für die Rettung von Menschenwürde stark machen.
A: Gott, erhöre unser Gebet!
V: Gegen Ausbeutung von Frauen und Mädchen in Zwangsprostitution die Stimme zu erheben, wer wagt es?
Stehe denen bei, die es mit Entschiedenheit tun.
A: Gott, erhöre unser Gebet!
V: Der Ausbeutung von Menschen als Billigarbeitskräfte entgegenzuwirken, - wer hat den Mut dazu, sein Konsumverhalten zu ändern?
Stehe denen bei, die es ernsthaft umsetzen.
A: Gott, erhöre unser Gebet!
V: Dem Handel mit Menschen, der auch in Europa ein Milliardengeschäft geworden ist, das Handwerk zu legen, eine Illusion?
Stehe denen bei, die es dennoch mit vereinten Kräften tun.
A: Gott, erhöre unser Gebet!
V: Der Handel mit der WARE MENSCH, ein entwürdigendes Geschäft, findet auch mitten unter uns statt, wer bemerkt etwas davon?
Stehe denen bei, die mutig hinschauen und das Unrecht ans Licht bringen.
A: Gott, erhöre unser Gebet!
V: Frauen im Rotlichtmilieu sind nicht davor gefeit, Mordopfer zu werden. Nimm alle Frauen, die auf brutale weise um ihr Leben gebracht wurden, auf in dein Licht!
A: Gott, erhöre unser Gebet!
Schlussgebet - Zelebrant:
Beten wir im Auftrag Jesu, und im Gedenken an das lebendige und mutige Zeugnis der Hl. Josefine Bakhita:
Lektorin/Lektor:
H: Halte unseren Blick offen für jeglichen Missbrauch von Menschenwürde und Menschenrechten und lass uns ans Licht bringen, was im Dunkel liegt:
M: Denn die im Stillen weinen, sieht man nicht.
H: Und denen vor Schmerz die Stimme versagt, hört man nicht.
M: Und die sich nicht mehr in ihrer Würde spüren, lass rühren an mein Gespür.
H: Die verheimlicht werden, brauchen unseren öffentlichen Auftritt.
M: Und die am Leid zerbrechen, brauchen unsere Zivilcourage.
Zelebrant: Dazu sind wir gesegnet und gesandt im Namen unseres Gottes …
Segen: Zelebrant
Mit Blick auf den Weltgebetstags gegen Menschenhandel, der am Gedenktag der heiligen Josephine Bakhita (8. Februar) begangen wird, betonte Papst Franziskus die Bedeutung des gemeinsamen Engagements. „Wir dürfen angesichts dieses Dramas nicht gleichgültig bleiben“, sagte der Papst. Es gilt, mit Kreativität und Energie immer neue Wege zu finden, um Bewusstsein zu schaffen.
Der Papst beklagte eine "Tendenz zur Kommerzialisierung des anderen". Der Handel mit Personen in seinen unterschiedlichen Formen hinterlasse Folgen bei Opfern wie bei Tätern. "Wer sich mit diesem Verbrechen befleckt, fügt nicht nur den anderen Schaden zu, sondern auch sich selbst", sagte Franziskus. Menschenhandel "zerreißt die menschliche Familie und den Leib Christi" und sei eine "tiefe Wunde in der Menschheit".
Die zentrale Botschaft: Seine klare Aussage lautet: Wer zum Thema Menschenhandel schweigt, macht sich zum Komplizen